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Mein Weg zur THS-Akademie

Mike

Name: Mike Milde

Alter:  26

Familienstand: ledig

Schulische Vorbildung: Fachhochschule

 

1. Was sind deine Begabungen und Stärken?

  • Offenheit, Freundlich
  • Initiativ, manchmal zu sehr
  • Visionär
  • Ehrgeizig


2. Was war dein Berufswunsch vor deiner Bekehrung? Was war deine Leidenschaft?

Vor meiner Bekehrung 2012 hatte ich keinen richtigen Berufswunsch. Wichtig war mir eigentlich nur möglichst viel Geld zu verdienen, um mir möglichst viel leisten zu können und um möglichst viel zu haben. Aber eine klare Idee, oder Grundgedanken wie ich das erreichen wollte, gab es nicht. Eine Leidenschaft von mir war schon immer der Fußball und in einem Verein aktiv zu sein. Vor meiner Bekehrung war die größte Leidenschaft ich selbst und was ich brauche.

 

3. Wie bist du von deinen Eltern und deinem Zuhause geprägt worden?

Ich wurde zwar christlich erzogen und habe meine Kindheit sowohl in der evangelischen Landeskirche (Jungschar), als auch bei den katholischen Pfadfindern verbracht. Aber von zuhause aus stand der Glaube nicht so sehr im Mittelpunkt wie ich es heute gewohnt bin. Trotzdem haben meine Eltern mir viel mitgegeben. Mein Vater als Unternehmer, der mir immer gelehrt hat, wie wichtig es ist, alles zu reflektieren und sein eigenes Potenzial immer auszuschöpfen, wie auch von meiner Mutter, die immer für mich da war/ist und ihren Kindern alles versucht zu ermöglichen.
4. Wann und wie hast du dich bekehrt? Wie kam der Sinneswandel, Pastor zu werden? Gab es eine bestimmte Situation als Auslöser?

Bekehrt habe ich mich im Jahr 2012. Nach einer langen Suche in vielen Religionen, in verschiedenen Gemeinschaften und der Frage: Welcher Gott?

Denn dass es einen Gott gibt war mir immer und zu jeder Zeit klar.

Bei den Muslimen, Juden, Buddhisten und meiner evangelischen Kirche in meiner Heimat konnte ich keine Antwort finden, sondern nur Menschen, die auf der Suche sind/waren. Das war für mich sehr unbefriedigend. Ich ging davon aus, dass Gott intelligent ist und er seiner Schöpfung doch begegnen könnte. Vor allem so, dass sie es versteht! So wie ein Hund weiß, dass sein Besitzer will, dass er sich bei „Sitz“ setzt. Als ich die Suche aufgegeben hatte und mein Leben weiter ziellos und planlos verlief, merkte ich: Es muss mehr geben auf dieser Welt außer viel Geld zu verdienen um möglichst viel zu haben! Meine engsten Freunde und meine Familie merkten, dass ich innerlich nicht ausgewogen und nur noch dauerhaft frustriert war. Meine Mutter ist ein paar Jahre vor mir zum Glauben gekommen. Das war in einer freien, evangelischen Gemeinde in Kassel. Zu dieser lud sie mich ein, da sie nicht mehr wirklich wusste, was sie mit mir machen sollte. An einem Sonntag ging ich mit, weil ich das Gefühl hatte nichts mehr verlieren zu können und das Thema „Wer ist Gott?“ mir sowieso auf dem Herzen brannte. Ich lernte dort einige Jungs kennen, die mir gleich aufgefallen waren.

In den Gesprächen merkte ich eines ganz deutlich: Während alle religiösen Gemeinschaften etwas suchen und hinterherjagen, wie vermutlich jeder andere Mensch auf dieser Welt auch, haben diese Jungs etwas gefunden. Genau das wollte ich auch finden!

Und genau so etwas habe ich auch gefunden. Etwas, das den Unterschied zu jeder Religion, jeder Lebensgemeinschaft und jeder Partnerschaft macht. Und zwar Jesus.

Pastor zu werden war für mich eigentlich nie wirklich ein Ziel. Auch nicht als frisch bekehrter Christ. Ich fing meine Ausbildung zum Finanzkaufmann an und merkte dort, was für ein Segen mir Gott schenkt und wie viel Feingefühl ich für Menschen hatte und wie sehr es mir Spaß macht, Menschen zu dienen und ihnen zu helfen. Sogar im Bereich Finanzen (was ein sehr heikles Thema in Deutschland ist). Während dieser Ausbildung erlebte ich immer wieder, dass sich Gott zu mir stellt, mich durch meine Ausbildung führt und mein beruflicher Erfolg nur von ihm kam. Als ich dies erst richtig realisiert und bemerkte, stellte er mich vor die Wahl:

Entweder sollte ich mit den Gaben, die er mir geschenkt hat, ein Mensch werden, der reich und wohlhabend wird, oder ich werde jemand, der Sein Reich baut. Aber was mich wirklich dazu entschieden hatte, war der Punkt, als Gott gesagt hat, ich darf es mir aussuchen! Er steht hinter mir. Egal wie ich mich entscheide. Wichtig und entscheidend war auch, was meine geistlichen Eltern und mein Pastor damals dazu meinten und ich nicht nur irgendwelche Stimmen höre, die ich gerne hören wollte.

Beide bestätigten, dass sie ähnliche Eindrücke für mich haben und so entschied ich mich Pastor zu werden.

5. Hast du nicht Sorge, als Pastor ein ziemlich langweiliges und anstrengendes Leben zu führen? Verzicht, hohe moralische Ansprüche, ständig nervige Menschen oder sogar Arbeitslosigkeit?

Fangen wir mal von hinten an: Arbeitslosigkeit fürchte ich eher nicht. Dafür gibt es zu viel zu tun. Es ist zu viel Potenzial vorhanden, das einfach noch nicht ansatzweise ausgeschöpft wurde. Langweilig wird es in dem Beruf auch nicht. In meiner Ausbildung in der Movechurch merke ich wirklich, wie vielfältig und unterschiedlich alles ist. Sei es ein Sommer-Camp, dann mal ein Fußballturnier, meine Kleingruppen, jede Predigt hat ein anderes nices Thema und manchmal starten wir dann aufwendige Events und bauen die ganze Technik dafür auf. Langweilig bedeutet für mich Eintönigkeit. Und das ist es definitiv nicht! Zum Verzicht und moralischen Ansprüchen muss ich ganz ehrlich sagen: Das mache ich nicht wegen der Menschen, sondern ich mach es wegen mir. Weil ich ziemlich sicher bin, dass mein Schöpfer am besten weiß, wie ich mit meinem Körper umzugehen habe und jemand der einen Plan für mich hat, außerhalb von Raum und Zeit alles beherrscht, genau weiß, was gut für mich ist und was nicht.

 

6. Kannst du als Unternehmer oder Politiker nicht genauso effektiv das Reich Gottes bauen wie als Pastor?

Absolut! Ich hoffe, dass nicht jeder Christ Pastor werden möchte! Denn sonst drehen wir uns nur um unseren eigenen Brei. Wer lädt Leute in den Gottesdienst ein? Wer kann einen Unterschied in der Welt machen? Das ist nicht nur der Pastor, das sind alle Christen.

Für mich persönlich ist die Entscheidung richtig, da ich mich gerne auf eine Sache konzentriere und nicht so viele Nebenschlachtfelder führen möchte und auch nicht kann.

 

7. In der THS-Akademie bekommst du einen realen Einblick in den Alltag eines Pastors – wie sieht dieser aus? Was magst du besonders daran und was nicht?

Besonders mag ich die Atmosphäre an der Arbeit. Ich arbeite jede Woche von Donnerstag bis Sonntag in der Movechurch. Dort gibt es große Bereiche und viele Kleinigkeiten die organisiert werden müssen. Jede Woche ist anders und individuell, es wird sich viel auf die Kleingruppen und seine Dienste vorbereitet und ehrenamtliche Mitarbeiter werden angeleitet. Predigten, Vorbereitungen und persönliche Coachings, die manchmal echt anstrengend sind und viel zum Überlegen und Korrigieren mitgeben…Die Arbeit nimmt gefühlt kein Ende. Was ich oft nicht mag ist, dass man als Pastor so in den Mittelpunkt geschoben wird und manchmal zu viel Aufmerksamkeit bekommt. Es kann sogar gefährlich sein, da es doch Menschen gibt, die eher dir nachfolgen, obwohl du selbst einfach auch nicht perfekt bist.

Was ich aber wirklich besonders hervorheben mag ist die Möglichkeit, ständig neue Menschen kennen zu lernen, die in völlig anderen Dimensionen denken als es einem selbst möglich ist oder war!

8. Was muss ein angehender Pastor unbedingt lernen?

Auf jeden Fall Geduld, Zielstrebigkeit und jede Menge Einsatz. Denn wie eingangs erwähnt, gibt es immer noch sehr viel zu tun.Aber ich glaube das Wichtigste ist, eine Bereitschaft zu haben, das Maximale aus sich und seinen Fähigkeiten herauszuholen und im Charakter immer schulungsbereit zu sein. Dadurch machen wir allezeit den Unterschied und können Menschen zurück zu Jesus führen.

 

9. Viele Pastoren träumten vom großen Durchbruch und Gemeindewachstum und sind enttäuscht worden. Einige steigen aus. Woran liegt das deiner Meinung nach?

Jeder Pastor und jeder Mensch hat einzigartige Gaben geschenkt bekommen und diese gilt es eben zu kombinieren. Oft scheidet sich schon genau da der Weg, weil einfach die falschen Menschen miteinander arbeiten. Oder weil Menschen sich in Positionen sehen, wo sie eventuell gar nicht hingehören und selbst in anderen Gebieten viel stärker wären.

 

10. Warum hast du dich entschieden, bei der THS-Akademie deine Ausbildung zu machen und nicht an einer anderen theologischen Hochschule?

Zuerst einmal haben mir zwei sehr enge Freunde dazu geraten. Völlig unabhängig und aus zwei komplett unterschiedlichen Kontexten.

Die dortige Kombination aus Ausbildung in der Church und dem Studium passt einfach super gut zu mir.

Ich bin weniger der Theoretiker, der alles durchdenkt. Ich mache mir ungern Gedanken über Dinge, wozu viel Intelligentere Menschen seit 2000 Jahren keine Antworten finden. Ich mag es anzugreifen und loszulegen. Genau das bietet einem die THS-Akademie. Hier darf ich mich als Pastor-„Azubi“ in meinen Kleingruppen versuchen und werde dort von erfahrenen Pastoren gefördert und im Studium wird mir das nötige theologische Wissen vermittelt.

 

11. Was hast du bisher am meistens gelernt? Wo hast du dich durch die Ausbildung verändert?

Ich vermute über mich selbst und in meinem Charakter habe ich schon einiges geändert. Auch in meiner ganzen nonverbalen Kommunikation und meinen Predigten habe ich sehr viel dazugelernt.
Aber am meisten verändert hat mich die Zusage Gottes und dieser Segen, den ich bis jetzt, in guten wie in schlechten Momenten, erfahren durfte.

 

12. Wenn du dir eine typische Woche in 10 Jahren vorstellen würdest – du darfst ganz wild träumen – wie sähe sie aus?

Heute in 10 Jahren bin ich endlich mit der Ausbildung fertig. Mein Traum wäre es, eine Gemeinde oder einen Gemeinde-Campus mit einem starken Leitungsteam zu leiten wo jeder seine Begabungen und Talente ideal einsetzen kann. Meine eigenen Bereiche möchte ich ausbauen und richtig genial fände ich einen eigenen christlichen Fußballverein, der für alle offen steht. Eine weitere Idee wäre eine coole Jugendorganisation, sodass auch Menschen außerhalb des christlichen Spektrums einfach gerne zu uns kommen um ihre Zeit dort verbringen.

Ich möchte viel zu tun haben, denn das heißt, dass viele Menschen zu Gott finden und das Reich Gottes auf dieser Erde größer und größer wird.

 

Und nun bist du dran:

Was ist DEINE Berufung von Gott?

1 thought on “Mein Weg zur THS-Akademie”

  1. Vielen Dank, sehr eindrucksvolle Schilderung und auch sehr nachvollziehbar, dass es eine Position ist zu der GOTT Mike berufen hat!! Und um keinen Burnout zu bekommen bei all dem Ehrgeiz ist es wichtig in der Position/Berufung/Gabe zu dienen, wozu GOTT einem das Feuer gegeben hat! Sonst burnt man out!!

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