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Marketing im Glauben

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Die 3 größten Fehler und 7 einfachsten Tipps für effektives Marketing

 

Ist Marketing nicht UNGEISTLICH?

NEIN!

Es bedeutet einfach nur: „Wie ich ein Produkt in einer Weise anbiete, dass Käufer dieses Angebot als wünschenswert wahrnehmen.

Paulus hat auch schon über Marketing nachgedacht, in dem er sagt:

1Kor 9,20 „Den Juden bin ich wie ein Jude geworden, damit ich die Juden gewinne. Denen unter dem Gesetz bin ich wie einer unter dem Gesetz geworden – obwohl ich selbst nicht unter dem Gesetz bin –, damit ich die unter dem Gesetz gewinne.“

Marketing ist also biblisch, solange ich mich an die Regeln Gottes halte: Es soll aus Liebe und in Wahrheit getan werden!

Dann hätten wir dieses Problem gelöst.

Nun komme ich zu den drei größten Fehlern, die ich in diesem Bereich gemacht habe:

1. Die „Tauzieh“-Methode

Ich dachte früher: Wenn ich nur genug Druck auf den Menschen aufbaue, dann wird er schon kommen. Es ist ja zu seinem Besten. Ich musste allerdings erkennen, dass Menschen auf Druck meistens mit Gegendruck reagieren, weil es eine instinktive Reaktion ist.

Probiere mal folgendes aus: Wenn dich jemand kräftig an der Hand zieht, lehnst du dich ganz automatisch zurück.

Ich übe Druck auf einem Menschen aus, indem ich ihn zum Beispiel zu meiner Veranstaltung einladen und sage: „Wenn du nicht kommst, bin ich echt frustriert und enttäuscht!“ Oder: „Du MUSST einfach kommen. Bitte. Nur einmal.“ Oder: „Wenn du dich nicht bekehrst, kommst du in die Hölle!“

Es mag zwar alles der Wahrheit entsprechen, aber die Auswirkung wird eine instinktive Ablehnung sein und das wollen wir ja nicht.

Wir wollen, dass regelmäßig neue Menschen zu unserer Kirche oder Gruppe kommen, um Jesus kennen zu lernen. Sie sollen gerne kommen! Und GERNE wiederkommen.

Mein zweiter großer Fehler war:

2. Die Jojo-Methode

Sommer-Straßen-Aktionen waren eine ganze Weile richtig IN. Ich habe sie geliebt! Die meisten Gemeindemitglieder haben sie gar nicht geliebt (um es zart auszudrücken J). Manche haben trotzdem mitgemacht.

Es haben sich Menschen bekehrt, viele Menschen sind berührt worden und manche sogar geheilt. Dann waren die zwei, drei oder vier Wochen vorüber und ein paar Monate später war keiner der Menschen, die wir auf der Straße kontaktiert hatten, in unserer Kirche. Es kam auch mal vor, dass einer kam. Aber das war die Ausnahme.

Natürlich wird Gott diese Menschen weiterführen, aber unser Ziel war es ja, Menschen auch in die Kirche zu führen, damit sie dort Jüngerschaft und Gemeinschaft erleben.

Warum ist das so?

Stell dir einen Farmer vor, der im Sommer raus auf sein Feld geht und wie wild Samen sät. ABER danach geht er nicht wieder auf das Feld, um es zu bewässern und Unkraut zu jäten. Was passiert?

Der Samen geht entweder nicht auf, oder wird von Unkraut erdrückt. Am Ende des Jahres findet er ein Unkrautfeld vor.

Genau das passiert mit den unregelmäßigen Straßenaktionen.

Wie ein Jojo haben wir die Botschaft rausgeworfen, aber dann haben wir uns wieder in die Katakomben zurückgezogen. Das Ergebnis ist nur flüchtig und nicht nachhaltig.

Ich liebe auch heute noch Straßen-Einsätze, aber ziehe es vor, sie in eine nachhaltige Strategie einzubinden.

Nächster Fehler:

3. Die Sterngucker-Methode

Aus Frust über den Jojo-Effekt (viel Energie und wenig oder gar kein Ergebnis) bin ich einigen Lehren gefolgt, die sagen: Unser Erntefeld ist noch nicht reif. Wir müssen erst BETEN. Gebet ist wie ein Pflug und gräbt in unserer Stadt den Boden um. Wenn wir beten, dann bekommen wir so viel Ausstrahlung und Kraft, dass die Menschen uns fragen: „Was ist mit dir los? Kann ich das auch haben?“

Ich liebe es zu beten! Fastenwochen, Gebetsnächte, Klostertage – ich liebe es einfach. Allerdings habe ich nach einigen Jahren feststellen müssen, dass auch dadurch keine relevante große Zahl von Menschen neu in die Kirche gekommen ist. Ich war sehr erfrischt und unsere Teilnehmer auch. Wir haben viel erlebt, aber kein verstärktes Wachstum.

Wenn ich in die Sterne schaue, was erlebe ich dann? Ja, ich sehe Sterne. Und je länger ich schaue, desto mehr Sterne sehe ich. Das ist WUNDERSCHÖN. Aber fallen diese Sterne auf die Erde? Nein.

Gebet lässt unseren Geist enorm wachsen. Unsere Liebe zu Gott wächst. Es geschehen Wunder, oft auch Heilungen.

Aber die Bibel sagt uns, was Gebet WIRKLICH mit Gemeindewachstum zu tun hat:

Apostelgeschichte 4, 31: „Und als sie gebetet hatten, erbebte die Stätte, wo sie versammelt waren; und sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt und predigten das Wort Gottes mit Freimut.

Gebet gibt mir Mut, wenn ich Angst habe. Aber wenn ich den Mut nicht einsetze, um zu predigen, dann ist der Mut nutzlos.

Deshalb brauchen wir eine Strategie, die WIRKLICH hilft, dass regelmäßig neue Menschen in unsere Kirchen und Gruppen kommen, damit sie zu Jüngern Jesu werden.

Und hier sieben ganz einfache Schritte, die ich in den letzten Jahren mit dem Heiligen Geist zusammen kreiert und ausprobiert habe:

1. Schreibe dir sieben Personen auf, die du für deine Gruppe einladen könntest

Die Zahl sieben ist keine Zauberformel. Aber sie hilft mir, weil sie konkret ist. Du kannst auch fünf oder 100 Leute aufschreiben. Je mehr du investierst, desto größer wird der Ertrag sein. Logisch. Allerdings brauchst du auch die Kraft und Zeit, die Samen (die sieben Menschen, die du auf deine Liste nimmst) zu bewässern. Also nimm eine Zahl, die du auch bewässern kannst.

Halt: Nimm viermal so viele Menschen auf deine Liste, wie du bewässern kannst, d.h. um die du dich kümmern kannst. Weil das vierfache Ackerfeld ein echtes Prinzip ist. Im Durchschnitt sind nur ein Viertel der Menschen um dich herum wirklich bereit, Jesus kennen zu lernen. Der Rest braucht einfach noch länger Zeit. Hier sollte der Samen noch etwas ruhen.

2. Frage deine Mitarbeiter, ob sie sieben Personen aufschreiben können, die sie zur Gruppe einladen könnten

Es ist einfach hilfreich, nicht alleine zu arbeiten. Deshalb frage treue Menschen in deiner Kirche oder Gruppe, ob sie dir beim geistlichen Marketing helfen. Hierbei gilt: Je mehr Äcker wird bebauen, desto höher wird der Ertrag. Aber nur, wenn ich nachhaltig wirtschafte!!

3. Überlege dir, was für einen Nutzen der Mensch davon hat, wenn er in den Gottesdienst/Hauskreis kommt

Die Botschaft (Email oder ähnliches), die ich einer Person schreibe, ist der Samen:

Lukas 8, 11: „Das ist aber das Gleichnis: Der Samen ist das Wort Gottes.“

Ich sollte mir genau überlegen, was und wie ich es schreibe. Ich sollte es so schreiben, dass die Person erfährt, was sie tun sollte und was für einen Nutzen sie davon hat.

Vorschlag:

„Hallo ….,

Wie du vielleicht schon gemerkt hast, bin ich begeisterter Christ! Ich habe wirklich erlebt, das Gott da ist, mich führt und mir hilft, mein Leben nicht nur gerade so zu schaffen, sondern so zu leben, dass meine Freude, Kraft und Liebe wächst.

Ich würde dich gerne zu einem Abend (oder Gottesdienst, oder wozu auch immer du die Person einladen willst) einladen, an dem du das für dich ganz unverbindlich testen kannst: (Hier in ein oder zwei Zeilen beschreiben, was das Event ist, wozu du einlädst) Zum Beispiel: Kirche bei mir zu hause. Wir schauen ein Video gemeinsam an und danach diskutieren wir darüber.“

Es wäre toll, wenn wir mal darüber reden könnten.

Freu mich auf deine Antwort

Deine Inga“

Wichtig ist ein klares Handlungsangebot. Bitte um kurze Rückmeldung. Ja, nein oder Vielleicht. Dann kannst du nämlich darauf zurückkommen.

4. Schicke den Text auch an deine Mitarbeiter

Vielleicht haben sie ja noch eine bessere Idee für den ein oder anderen Ausdruck. Auf jeden Fall vereinfacht eine Vorlage die Arbeit ungemein. Natürlich kann man bei der ein oder anderen Person noch eine persönliche Zeile hinzufügen. Aber bitte überschütte den Menschen nicht mit Worten! In unserer heutigen Zeit werden oft viel zu viele Worte gemacht.

Jesus war hier ebenfalls eher direkt und sparsam.

5. Verteile an jeden Erstbesucher ein liebevolles Geschenk

Das macht einfach Spaß: Wenn jemand zum ersten Mal da ist, wird ihm einfach Liebe entgegengebracht. Worte und Taten. Ein Geschenk ist eine schöne Tat. Ich persönlich stehe auf Cocktails. Aber da sind die Geschmäcker verschieden.

Wenn ihr von einem Besucher noch keine Emailadresse habt, dann fragt ihn, ob er seine Emailaderesse abgeben möchte (mit dem Hinweis, dass sie natürlich NICHT an andere weitergegeben wird!!!!). Dann bekommt er die neuesten Angebote von euren Gottesdiensten (wird in den nachfolgenden Punkten behandelt.)

Denn: Samen, der nicht bewässert wird, hat es schwer, aufzugehen.

6. Schreibe jede Woche den Inhalt deiner Predigt (Lehre) in fünf Zeilen und in Form einer Ermutigung und schicke sie als Gruppenmail an deine sieben Leute

Das ist das Bewässern. Entscheide dich für einen ganz bestimmten Rhythmus. Das ist immens wichtig! Ich bin kein stetiger Typ und bei mir sind Blumentöpfe scharenweise jämmerlich eingegangen, weil ich mal drei Tage gegossen habe und dann wieder zwei Wochen gar nicht. Das vertragen noch nicht einmal Kakteen, habe ich festgestellt.

Schreibe jede Woche, alle zwei Wochen und MINDESTENS einmal im Monat.

Und schreibe immer so, dass es etwas Schönes und Ermutigendes ist. Etwas zum Nachdenken und Schmunzeln. Etwas, worauf der Leser sich jede Woche freut.

Am Ende dann kurz eine Einladung für das nächste Treffen mit einem kurzen Appetizer, der MEGA neugierig macht.

Google hierfür nach „die besten Überschriften“.

Und zum Abschluss:

7. Füge immer wieder neue Teilnehmer hinzu

Man lernt im Durchschnitt ca. zehn neue Leute im Monat kennen. Auf Facebook oder auf Partys. Gewöhne dir an, nach Kontaktdaten zu fragen, denn: „Ich hätte da was, was dich bestimmt interessiere könnte! Ich würde dir Infos schicken.“

Je offener, ehrlicher und direkter wir sind, desto angenehmer. Ich finde wenig Arten so unangenehm, wie wenn jemand um den heißen Brei redet.

So, und nun bist du dran: Welche Erfahrungen hast du mit dem ein oder anderen Punkt aus meinem Blog schon gemacht?

Ich freu mich von dir zu hören –

Liebe Grüße,

Deine Inga

 

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1 thought on “Marketing im Glauben”

  1. ich finde alles total klasse aber was machen wenn der Partner nicht mitzieht!? Da bist du privilegiert, ihr habt beide das Interesse voranzugehen und euch zu investieren. Euer beider Fokus liegt auf JESUS! Das ist eine sehr gute Voraussetzung! Somit bleibt die obenerwähnte Frage!

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