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THS Blog

So treibt mich Gottes Liebe an

 

Inga Haase (Leiterin der THS-Akademie) „Wenn ein Mensch Jesus begegnet, während er das Evangelium hört und versteht – ob in einem Gottesdienst oder in einem Einzel-Gespräch – und man spürt, wie der Himmel in diesem Moment auf die Erde kommt und ein Herz von dieser herrlichen, intergalaktischen Liebe Gottes gepackt und umgekrempelt wird, dann ist das für mich alles, was ich zum Glück brauche!“

 

1. Wie kam es zur Gründung der THS Akademie? Was war deine Motivation? 

Ui, eine längere Geschichte! Aber ich will sie für dich zusammenfassen: Ich habe in den 20 Jahren Gemeindearbeit als Pastorin drei Dinge schmerzhaft erfahren müssen:

  1. Das, was ich als Pastorin wirklich können muss, habe ich nicht auf der Bibelschule und erst recht nicht auf der Universität während meines Theologiestudiums gelernt! Ich musste viele unnötige Fehler machen, Menschen und mich selber enttäuschen und viele schmerzhafte Niederlagen erleben, um zu lernen, wie man Gemeinde baut und Menschen führt.
  2. Junge, feurige Menschen, die aus einer 4-5-jährigen theologischen Ausbildung zu uns in die Gemeinde kamen, waren für den pastoralen Dienst nicht ausgerüstet. Wir mussten Mitarbeiter schweren Herzens entlassen, weil sie dem Dienst nicht gewachsen waren, obwohl sie die Ausbildung zum Pastor gemacht haben.
  3. Das Reich Gottes geht nicht in der Geschwindigkeit voran, wie ich mir das gewünscht hatte. Viel zu viele Menschen blieben vom Evangelium unberührt, weil es an Gemeinden und Leitern fehlte, die diese Menschen erreichen können.

Diese Tatsachen trieben mich ins Gebet. Jesus zeigte mir eine Lösung: Junge Menschen so ausbilden und aussenden, wie er es mit seinen Jüngern gemacht hat.  Nicht nur in meiner Umgebung, sondern überall! In allen Regionen Deutschlands und dann auch auf der ganzen Welt.

 

2. Wie ist das Konzept des dualen Systems entstanden?

Jesus hat seine Jünger dual ausgebildet: Er hat sie gelehrt und zur gleichen Zeit ist er mit ihnen gemeinsam von Stadt zu Stadt gezogen, hat gepredigt und Menschen geheilt. Vor allem hat er die Jünger beauftragt, es zu tun!

Wenn ich einen Surfer ausbilde, indem ich ihn 4 Jahre auf eine Universität stecke und von den besten Surfern der Welt im Klassenzimmer unterrichten lassen, was würde passieren? Er würde danach alles über Surfen WISSEN, aber er würde es nicht KÖNNEN. Die erste Welle, die er nach den vier Jahren voller Leidenschaft und Hoffnung nimmt, würde ihn innerhalb kürzester Zeit vom Brett reißen und so in die Tiefe drücken, dass er sich die restliche Zeit seiner Surferlaufbahn auf seinem Brett festklammern würde – hoffend darauf, dass keine Welle mehr kommt…

Gott hat mir ein wunderbares Profiteam zur Seite gestellt: Direktoren, Lehrer, Pastoren, Banker, Unternehmer, Theologen und einfache Pragmatiker. Gemeinsam haben wir in den letzten 6 Jahren die duale Ausbildung, das 3×3 Programm der THS-Akademie entwickelt und bei der ADD in Deutschland anerkennen lassen. Ohne Gottes Wirken hätten wir das nie geschafft. Aber mit ihm sind wir tatsächlich von einem Wunder zum nächsten gelaufen. Ich hatte noch nie in meine Leben ein so kraftvolles Projekt wie die THS.

 

3. Welche Erlebnisse bei THS sind dir besonders in Erinnerung geblieben?

  1. Einer der ersten THSler veranstaltete einen Glaubensgrundkurs mit Menschen, die sich zum Teil einfach auf der Straße bei einem evangelistischen Einsatz bekehrt hatten. Ich saß eines Abends in diesem Glaubengrundkurs. Es waren ca. 10 Teilnehmer dabei. Ich sollte unserem THSler eine Bewertung für die Leitung der Gruppe geben, was zu seiner Ausbildung gehörte. Am Ende des Abends fragte der THSler, ob jemand ein Gebetsanliegen hätte. Ich meldete mich und meinte, dass wir ein Studentenwohnheim für die THS Akademie bräuchten. In dem Moment strahlte eine Teilnehmerin neben mir, die sich frisch für Jesus entschieden hatte: „Ich habe ein Haus für euch!“ In der Tat hatte sie das. Es ist heute unsere THS-Zentrale mit 24 Zimmern, Seminarraum, Büros, Kapelle, Küchen und Speisesaal.

 

  1. Ich stand gemeinsam mit unserer Hausmutter, unserem Bauleiter und den Handwerkern in einem Zimmer in unserem THS-Haus. Wir waren verzweifelt darüber, dass sich der Boden erschreckend stark geneigt hatte. Irgendwo musste ein morscher Balken im Gemäuer des Hauses sein. Wenn wir den nicht ausbessern würden, drohte das Haus zusammen zu brechen. Aber wo? Wir konnten ja nicht alle Wände aufklopfen! Am nächsten Tag kam unser Handwerker und meinte, er hätte von Gott einen Traum in der Nacht bekommen und wüsste jetzt, wo der morsche Balken war. Tatsächlich befand er sich genau an der Stelle, die er im Traum gesehen hatte und konnte ausgebessert werden. Gott ist so großartig!

Ich könnte hier wahrscheinlich endlos weitererzählen. Wenn wir tun, was Gott sagt, tut er, was er zugesagt hat.

 

4. Welche Hürden waren seit der THS Gründung besonders schwer zu überwinden? Gab es Momente, an denen du aufgeben wolltest?

  1. Mitarbeiter finden: Ich wusste gar nicht, wo und wie ich da anfangen sollte. Ich brauchte Hilfe bei den Finanzen, bei der Schule, den theologischen Bereichen, Haus, Werbung, Studenten. Die Liste war so lang und am Anfang war ich ganz alleine. Das Gefühl kann man sich gar nicht vorstellen.
  2. Gegenwind: Am Anfang kamen erschreckend viele Menschen, auch aus den eigenen Reihen, die ihre Zweifel, Bedenken und sogar auch Kritik an mir und dem Projekt sehr deutlich und auch mehrmals äußerten. Das war nicht nur verletzend, sondern säte auch in mir Zweifel an meinem Auftrag.
  3. Niederlagen: Am Anfang haben mehr Dinge nicht funktioniert, als Dinge, die funktioniert haben. Vier Wochen Arbeit brachten fast keinen Ertrag. Ich habe zum Beispiel einen ersten Businessplan über 50 Seiten geschrieben, den ich später in den Papierkorb schieben musste, weil er einfach nicht gut genug war. Oder Sponsorensuche: Hier habe ich 100 Mails rausgeschickt, von denen eine Rückmeldung kam. Und dies war keine Zusage, sondern nur eine Nachfrage.

Die Momente, in denen meine Gefühle aufhören wollten, kann ich nicht mehr zählen. Aber Gottes Geist in mir lies es nicht zu! Er war es, der mich immer wieder aufgerichtet und gestärkt hat. Manchmal einfach nur durch seine Gegenwart, oft aber auch mit kleinen Erfolgserlebnissen, die immer wieder zur richtigen Zeit kamen.

Ich kann mit Mose bezeugen:
5. Mo 29,4: „Er hat euch vierzig Jahre (Bei uns waren es ein paar Monate J)  in der Wüste wandern lassen. Eure Kleider sind euch nicht zerrissen, auch deine Schuhe nicht an deinen Füßen.“

 

5. An welchen Herausforderungen bist du persönlich besonders gewachsen?

An allen! Aber wenn du nach den „Besonderen“ fragst, dann waren es für mich sicherlich die Punkte, die für mich die schmerzhaftesten waren. Dazu zähle ich den Gegenwind und die Angriffe von Menschen aus den eigenen Reihen. Hier durfte ich lernen Menschen zu vergeben und zu wissen, dass ich nicht besser bin als diese Menschen. Gott hat mir gezeigt, wo ich andere Menschen verletzt habe. Der berühmte Balken in meinem eigenen Auge. Deshalb kann ich Menschen heute wirklich viel besser verzeihen und so lieben, wie sie sind. Mit allen Fehlern. Weil Jesus das bei mir auch tut.

Der zweite Bereich ist Geld. Mein Mentor musste mich am Anfang vom Geist der Furcht frei beten, da ich eine dermaßen große Abneigung hatte, Menschen konkret um Geld zu bitten. Ich habe heute keine großen Probleme mehr, für eine beliebige Summe Geld zu glauben und zu fragen, wenn ich sie für etwas brauche, das Gott mir aufträgt. Auch wenn es nicht gerade zu meiner Lieblingsbeschäftigung gehört.

Der dritte Bereich ist GEDULD. Ich bin ein extrem ungeduldiger Mensch! Aber mit dem Aufbau der THS-Akademie musste ich lernen lange, lange, lange, lange durchzuhalten. Dranbleiben. Noch mal probieren. Hinfallen. Aufstehen. Besser werden. Und noch einmal dranbleiben. So ganz langsam finde ich sogar Gefallen daran!

 

6. Was macht für dich den Reiz aus, weitere Standorte zu gründen? Was treibt dich an?

Jesus.

Er öffnet mir immer wieder die Augen für die Verlorenheit der Welt ohne ihn. Dieses Feuer wird mich wohl bis ins Grab begleiten.

 

7. Neben Standorten in Deutschland bringst du THS auch nach Amerika. Wie kam das zustande? Wo startet THS zuerst?

Oh ja, diesen Schritt hätte ich mir tatsächlich in meinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können. Ich muss dazu sagen, dass ich in den USA meine Berufung zur Gemeindegründung bekommen habe. Es war in einem Seminar mit Peter Wagner. Deshalb ist die USA für mich ein bisschen wie eine Kinderwiege. Ein zweites Zuhause. Ein Ort, der mich ungemein geprägt hat.

Aber der Grund dafür, dass wir jetzt wirklich in die USA gehen, um dort THS-Standorte zu gründen, liegt darin, dass wir durch unseren Kontakt in die Staaten gehört und selber erlebt haben, dass es dort die gleiche Not gibt, wie in Deutschland: Zu wenig und vor allem zu theoretisch ausgebildete, geistliche Leiter. Diese Erkenntnis hat uns erst einmal gepackt. Dann aber war es wieder einmal ein sehr deutliches Reden Gottes zu Tom und mir, dass wir dorthin gehen sollen, um THS weiter zu verbreiten. Nach dem Reden Gottes wurden uns auch schnell Türen aufgemacht. Pastoren, die uns unterstützen, Finanzen und auch Mitarbeiter, die wir schon vor Ort haben und die alles vorbereiten. Innerhalb eines Jahres haben wir viele Gemeinden, die ihre Kooperation als Ausbildungsgemeinden zugesagt haben, wir haben eine NGO und damit auch ein Bankkonto in Washington State und ab September planen wir in Spokane unseren ersten Unterricht. Nächstes Jahr soll es dann in Oregon und Los Angeles weiter gehen. Aber wie ich Jesus kenne, hat er noch mal seinen ganz eigenen Zeitplan. Da lassen wir uns überraschen 😊

 

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