
Andere machen lassen und selber "zuschauen"
Der THS'ler lernt nun, "Gottesdienste" zu veranstalten, in denen er alle seine Gruppen, Mitarbeiter und Leiter sammelt. Die "Gottesdienste" sind evangelistisch ausgerichtet. Außerdem lernt der THSler, wie man seine Mitarbeiter so schult, dass sie selber zu Leitern werden können. Er lernt, die "richtigen" Leiter zu finden, sie zu trainieren und dann in einer Gruppe ein zu segnen. Das ist die "Hohe Kunst" der pastoralen Führungskraft: Eine Gruppe so an einen Nachfolger zu übergeben, dass alle Beteiligten in der Liebe und im Glauben zu Jesus wachsen und die Gruppe an "Zahl zu nimmt" - wie es in der Apostelgeschichte so schön beschrieben wird. Jesus war in dieser Disziplin ein Meister.
Der THS'ler bereitet seine Gruppen darauf vor, dass er ausgesandt wird und er seine Gruppen abgibt.
Der THSler ist während der ganzen Ausbildung in der Mitarbeiterstruktur (Leitertreffen) der Gemeinde und im Gottesdienst (hat dort fest Dienste) eingebunden. Hier hat er von mehreren Seiten Vorbilder und Begleiter.
Der THSler Marco Fries berichtet:
"Inzwischen bin ich im letzten Ausbildungsjahr und ich bin echt begeistert zu sehen, was Gott in den letzten beiden Jahren getan hat und was ich lernen durfte. Natürlich gab es auch viele viele Tiefschläge. Aber durch jeden Tiefschlag konnte ich wieder neu lernen und wachsen.
Nun versuchen wir gemeinsam herauszufinden, wie es nach der Ausbildung weitergeht. Es gibt verschiedene Optionen, wie Gemeindegründung oder Mission. Eins ist sicher: Dadurch, dass ich erlebt habe, dass Gott durch mich wirklich Menschen zu seinen Jüngern macht und das ich dadurch eine "kleine Gemeinde" aufbauen konnte, habe ich Glauben für alles, was da noch an Aufgaben auf mich zu kommt. Auch wenn ich noch nicht sicher weiß, was das genau sein wird, eines weiß ich sicher: ich werde auch in Zukunft bestmöglich unterstützt werden, wo auch immer Gott mich hinführt. "