Die Praxisausbildung

Von Donnerstag bis Samstag wird der THSler in einer Ausbildungsgemeinde ausgebildet. Hierfür kooperiert die THS-Akademie mit vielen dynamischen Gemeinden aus ganz Deutschland zusammen. In diesen Gemeinden hat sich der leitende Pastor, bzw Co-Pastor dazu verpflichtet, den THSler persönlich mit dem dafür konzipierten 3×3-Programm auszubilden. Dadurch wird eine intensive Betreuung jedes einzelnen THSlers gewährleistet. Das 3×3 Programm enthält 3 Bereiche mit jeweils 3 Disziplinen.

Diese 3 Bereiche werden die gesamten 3 THS-Ausbildungsjahre über hart trainiert. Der THSler bekommt am Ende jedes Trimesters (4 Monate) ein Ausbildungszeugnis. Anhand der Noten kann er an den einzelnen Disziplinen arbeiten und wachsen – immer mit Hilfe des Ausbilders. Mit jedem Jahr nimmt die Intensität und der Anspruch in den einzelnen Disziplinen zu. Das Wichtige dabei ist, dass der Pastor, bzw Co-Pastor der Gemeinde den THSler ausbildet. Hier gilt das Jüngerschaftsprinzip: Zuschauen, Mitmachen, Feedback bekommen, Selbermachen.

Der  3×3 Test gibt dir einen Einblick in unsere Disziplinen. Du kannst ihn herunterladen und ausfüllen. Er hilft dir, dein Glaubensleben zu durchleuchten und Schritte zu unternehmen, um im Glauben zu wachsen.

 

 

 

3x3 Ausbildungsprogramm

Mit diesem 3×3 Programm soll der THSler innerhalb der 3 Jahre eine Gruppe selbstständig und evangelistisch aufbauen, Mitarbeiter und Leiter finden, einsetzen und trainieren und die Gruppe multiplizieren: Charakter, Fähigkeiten und Multiplikation:

PraxisTeil3
CHARAKTER
Ich bin glücklich
Meine Liebe zieht Menschen an
Ich liebe Gott von Herzen
PraxisTeil2
FÄHIGKEITEN
Ich predige mit Vollmacht
Ich überwinde Krisen und Konflikte leicht
Ich habe mein Ziel beständig vor Augen
PraxisTeil1
Multiplikation

Ich bringe Leiter hervor
Meine Teilnehmer führen Menschen zu Jesus
Ich führe regelmäßig Menschen zu Jesus

EINE GEMEINDE -DREI STANDORTE

1. Trimester

MarcoBerichtet

THS-Student Marco Fries berichtet:

„Alles begann damit, dass ich ein Mal pro Woche mit meiner Ausbilderin in Bingen auf die Straße ging. Von meiner Ausbilderin lernte ich, wie man Menschen anspricht, mit ihnen über den christlichen Glauben ins Gespräch kommt und wie man auf der Straße predigt. Ich hatte all das zuvor noch nie gemacht und zu Beginn kostete mich das sehr viel Überwindung und ich zweifelte ernsthaft daran, ob das wirklich etwas bringen würde. Zu meiner Überraschung und Freude merkte ich aber, dass Gott unsere Arbeit segnete: Wir hatten viele gute Gespräche, die zeigten, dass viele Menschen wirklich auf der Suche nach Gott sind, aber es einfach an Menschen fehlt, die ihnen die frohe Botschaft weitergeben. Auch meine Menschenfurcht wurde spürbar weniger und es bekehrten sich dann auch zwei Menschen auf der Straße und fingen an, regelmäßig unsere Gemeinde zu besuchen. Das war ein riesiges Erlebnis für mich!“

Zuschauen und mitmachen

Der THSler tritt in die Fußstapfen Jesu. Jesus hat seinen Jüngern zunächst die Möglichkeiten gegeben, ihm an seiner Seite zu zuschauen. Deshalb wird der THSler die ersten 4 Monate dasselbe bei seinem Ausbilder tun. Der THSler arbeitet mit dem Ausbilder mit. Ihm werden 3-6 Leute anvertraut, um die er sich kümmert. Hier lernt er, Menschen zu zuhören, sie kennen zu lernen und vor allem: In ihren Problemen ihren Blick auf Gott und sein Wort zu lenken. Statt menschliche Ratschläge zu geben, lernt der THSler den Menschen an die Hand zu nehmen und in den Thronsaal Gottes zu führen. Das verändert ein Leben grundsätzlich und nachhaltig.

Achtung: Gott wird dich besonders im ersten Jahr an alle deine eigenen Grenze führen, damit du sie mit ihm zusammen sprengen kannst. Konflikte und Krisen bewältigen und an ihnen wachsen gehört zu unserem Ausbildungsprogramm!

2. - 4. Trimester

MarcoBerichtet

THS-Student Marco Fries berichtet:

„Mit den „neugeborenen Geschwistern“ startete meine Ausbilderin mit mir zusammen einen Glaubenskurs. Ich durfte zuschauen, mitmachen und VIEL lernen. Um selber „Predigen“ und „Lehren“ zu lernen, musste ich jeden Monat mindestens eine Predigt/Lehre schreiben und vortragen, die dann auch bewertet und reflektiert wurde. Am Anfang war es schon frustrierend, „nur“ eine 3 zu bekommen. Aber durch das differenzierte Feedback wusste ich genau, woran ich arbeiten musste. Die erste 1 bei einer Predigt und auch an den Gesichtern der Zuhörer zu merken, dass sie wirklich gepackt sind – das ging runter wie Öl.

Mit den drei „Bingern“ aus dem Glaubenskurs startete ich unmittelbar im Anschluss an den Glaubenskurs dann einen Hauskreis, in dem wir die Jüngerschaft vertieften. Der Anfang war so klein … oft war ich ganz schön verzweifelt, weil einer nach dem anderen meiner „Neugeborenen“ in die Krise fielen. Es tat gut, mit allen Fragen und Nöten immer wieder zu meiner Ausbilderin gehen zu können! Jeden Schritt konnte ich mit ihr besprechen. Und das Wunder geschah: Die drei „Babys“ wuchsen heran und wurden immer stärker im Glauben und in der Liebe.“

Selber machen
Der THSler wird ausgesandt (mit 2-3 Teilnehmern), um eine Gruppe selbstständig aufzubauen. Hier lernt er die Teilnehmer zu „Jüngern Jesu zu machen“. Er lernt bei seiner Themenauswahl auch „heiße Eisen“ anzufassen. Wie zum Beispiel „Gott und Sexualität“, oder „Umgang mit Geld“. Hierbei stehen ihm die Dozenten und der Ausbilder zur Seite.

In dieser Phase wird seine Kompetenz der Predigt/Lehre und der Gruppenleitung stark ins Visier genommen.

Neben der Predigt werden Führungskompetenzen kennen gelernt und eingeübt. Nun überwindet der THSLer nicht nur seine eigenen Krisen und Grenzen, sondern er hilft jetzt auch anderen Menschen das zu tun. Immer mit dem Blick auf Jesus, dass wir im Glauben und in der Liebe zu ihm und zum Menschen wachsen.

5. - 7. Trimester

MarcoBerichtet

THS-Student Marco Fries berichtet:

„Durch weitere evangelistische Aktionen, durch Zeitungsartikel und über Beziehungen kamen neue Menschen hinzu. Ich war wirklich überwältigt. Aus 3 wurden schnell 5, dann 7. Es stärkte meinen Glauben und meine Liebe zu Jesus enorm, weil ich erlebte, das Gott durch mich so „große“ Dinge bewirken konnte! Ich führte dann einen eigenen Glaubensgrundkurs durch – ohne meine Ausbilderin. Und es war kaum zu glauben: 19 Leute waren bei dem ersten Abend dabei! Unsere „Frischlinge im Glauben“ waren so Feuer und Flamme für Jesus, dass sie sich alle Mühe gaben, einzuladen. Sie machten nun selber andere Menschen in ihrer Umgebung zu „Jüngern Jesu“. Nach dem Glaubenkurs war meine Gruppe dann auf 15 Teilnehmer angewachsen. Zwei der mittlerweile schon „alten Hasen“ setzte ich nach einer Zeit als Co-Leiter ein, mit dem Ziel, sie so anzuleiten und zu fördern, dass sie bald selbst einen Teil des Kreises übernehmen und leiten können.“

Andere zuschauen und mitmachen lassen

Der THSler findet ein bis zwei Co-Leiter, um seine Gruppe multiplizieren zu können. Er/sie betreut seinen Co-Leiter und seine Mitarbeiter und hat eine klare Führungs- und Mitarbeiterstruktur. In dieser Phase bringt der THSler seinen Teilnehmern bei, wiederum andere Menschen „zu Jüngern Jesu zu machen“. Der THSler hilft andere Menschen, ihre Menschenfurcht zu überwinden, die frohe Botschaft zu verkünden und anderen Menschen zu helfen, die Bibel auf ihre Leben anzuwenden. Der THSler organisiert Freizeiten für seine Gruppen und evangelistische Veranstaltungen, wie z.B. einen Glaubensrundkurs. Außerdem wird durch das 3×3-Programm immer wieder überprüft, ob die Liebe zu Jesus und der Glaube des THSlers mit seiner Aufgabe und Verantwortung zusammen wächst. Hier darf kein Ungleichgewicht entstehen.

Charakter, Theologie und Führungskompetenzen sollen in einem gesunden Gleichgewicht wachsen und stark werden, denn Wissen, dass nicht umgesetzt und gelebt werden kann, wird schnell zum Ballast.

8. - 9. Trimester

MarcoBerichtet

THS-Student Marco Fries berichtet:

„Inzwischen bin ich im letzten Ausbildungsjahr und ich bin echt begeistert zu sehen, was Gott in den letzten beiden Jahren getan hat und was ich lernen durfte. Natürlich gab es auch viele viele Tiefschläge. Aber durch jeden Tiefschlag konnte ich wieder neu lernen und wachsen.

Nun versuchen wir gemeinsam herauszufinden, wie es nach der Ausbildung weitergeht. Es gibt verschiedene Optionen, wie Gemeindegründung oder Mission. Eins ist sicher: Dadurch, dass ich erlebt habe, dass Gott durch mich wirklich Menschen zu seinen Jüngern macht und das ich dadurch eine „kleine Gemeinde“ aufbauen konnte, habe ich Glauben für alles, was da noch an Aufgaben auf mich zukommt. Auch wenn ich noch nicht sicher weiß, was das genau sein wird, eines weiß ich sicher: ich werde auch in Zukunft bestmöglich unterstützt werden, wo auch immer Gott mich hinführt.“

Andere machen lassen und selber „zuschauen“
Der THSler lernt nun, „Gottesdienste“ zu veranstalten, in denen er alle seine Gruppen, Mitarbeiter und Leiter sammelt. Die „Gottesdienste“ sind evangelistisch ausgerichtet. Oder er wirkt an Gottesdiensten mit, um die Herausforderung einer Event-Organisation meistern zu können. Außerdem lernt der THSler, wie man seine Mitarbeiter so schult, dass sie selber zu Leitern werden können. Er lernt, die „richtigen“ Leiter zu finden, sie zu trainieren und dann in einer Gruppe einzusegnen. Das ist die „Hohe Kunst“ der pastoralen Führungskraft: Eine Gruppe so an einen Nachfolger zu übergeben, dass alle Beteiligten in der Liebe und im Glauben zu Jesus wachsen und die Gruppe an „Zahl zunimmt“ – wie es in der Apostelgeschichte so schön beschrieben wird. Jesus war in dieser Disziplin ein Meister. Der THSler bereitet seine Gruppen darauf vor, dass er ausgesandt wird und er seine Gruppen abgibt. Der THSler ist während der ganzen Ausbildung in der Mitarbeiterstruktur (Leitertreffen) der Gemeinde und im Gottesdienst (hat dort fest Dienste) eingebunden. Hier hat er von mehreren Seiten Vorbilder und Begleiter.

3. & 4. Jahr

Für die THSler, die bereit sind, eine Gemeinde zu gründen, wird im 3. Jahr ein Ort und Gemeindegründungsgruppe gesucht, die sich auf den neuen Gemeindegründungspastor vorbereitet und Kontakte knüpft.

Wichtig: Die Christen, die bei einer Gemeindegründung mitarbeiten wollen, dürfen keine „Gemeindefrustrierten“ sein! Sie müssen im Frieden aus einer Gemeinde ausgesandt worden sein, um ihren Auftrag von Gott erfüllen zu können.

Der Gemeindegründer wird von der Ausbildungsgemeinde ausgesandt. Die Gemeindegründung wird von THS aus noch ca. 3 Jahre begleitet. Das Ziel ist es, dass eine sehr gesunde, jesuszentrierte Gemeinde aufgebaut wird.

Die anderen THSler werden entsprechend ihrer Berufung in bestehende Gemeinden oder in die Mission ausgesandt, um dort ihren Auftrag von Gott zu leben.

Kontakt

Ruf uns an!

+49 151 46711553.
Inga M. Haase - Leiterin

E-Mail

Info@ths-akademie.de
Oder verwende das unten stehende Formular

captcha


* Pflichtfeld