Bist du bereit?Jetzt herausfinden!

THS Blog

Lebensverändernd predigen: 11 Q & A an Inga Haase

Inga, Preaching, Predigen, On Fire

1. Wer ist dein größtes Predigtvorbild und warum?

a. Peter Wenz: Pastor vom Gospelforum in Stuttgart. Er ist nicht nur mein Lieblingsprediger, sondern auch mein Lieblingspastor. Ich kenne ihn seit 20 Jahren und kenne keinen Leiter, der sein unbändiges, glaubensvolles Feuer für Gott, die Liebe zum einzelnen Menschen, die absolute Aufmerksamkeit zu seinem Gesprächspartner, strategisches und ökonomisches Denken und das Pflegen und Verfolgung einer großen Vision so gut mit einander verbinden kann, wie er. Und genau das kommt in seiner Predigt rüber. Wenn er spricht denkt man, er hätte vorher deine Gedanken gelesen. Er holt dich da ab, wo du gerade stehst und führt dich auf ein neues Level mit Gott. Und zwar mit der Power einer abgefeuerten Kanonenkugel. Gönn dir seine Predigten!

b. Tobias Teichen: Gründer und Pastor von ICF München in den Mittdreißigern. Das erste Mal traf ich ihn auf meiner Benefizveranstaltung von THS. Ich hatte ihn als Gastsprecher eingeladen. Er betrat den Raum mit seiner Frau Frauke in einer schwarzen Bomberjacke, super cool gestylt die beiden und mit einer so natürlichen Autorität – hat mich beeindruckt. Beide zeigten sich als sehr hilfsbereit, wertschätzend und integer. Man kann sie einfach nur lieb haben. Und auf der Bühne: Ein echter Comedy-Künstler. Ich habe mich gebogen vor Lachen und gleichzeitig ging es tief in die Bibel rein. Tobi arbeitet mit vielen praktischen, visuellen Tools und Geschichten aus seinem Alltag. Ich habe die Predigt bis heute nicht vergessen!

2. Wie findest du das richtige Thema?

Es gibt verschieden Vorgehensweisen. Eine von meinen Favoriten ist diese:

a. Ich mache mir eine Liste von Problemen, mit denen sich meine Zuhörer herumschlagen (der Heilige Geist berät mich dabei, außerdem höre ich immer gut zu, wenn mir Menschen von sich erzählen)  Es sollten hier mindestens 6 Themen auf dem Blatt stehen.

Straße, Weg, Ziel, Sonne

b. Ich frage Gott, welches dieser Themen er gerne aufgreifen und beantworten will.

Meistens kommen dabei 2-3 Themen raus. Ich nehmen dann das Thema, was mir am besten gefällt .

3. Wie findest du die richtigen Geschichten?

Zunächst brauche ich den Zielgedanken, den ich mit einer Geschichte ausmalen und vertiefen will. Den schreibe ich auf.

Zum Beispiel dieser Zielgedanke: „Freude, die von Gott kommt, ist unabhängig von deinen Umständen.“
Dann überlege ich mir zu diesem Thema:

a. Ein Erlebnis von mir persönlich, das ich zu diesem Thema gemacht habe

Bsp.:
Letztens hatte ich so eine coole Gebetszeit mit meinem Team und ich war so richtig voller Freude danach. Zwei Stunden später bekam ich die Nachricht, dass unsere Hausmutter einen schweren Autounfall hatte – sie lag auf der Intensivstation in Ludwigshafen. Die Freude wechselte sofort in Schock und Trauer. Und jetzt? Wie könnte ich mich jetzt freuen?

b. Ein Erlebnis/Vergleich, mit dem ich dieses Thema gut vergleichen kann (Metapher)

Als Kind bekam ich ein Kaleidoskop geschenkt und lernte: Mit denselben Steinen (Umständen) kann ich verschiedenen Bilder sehen – es kommt drauf an, wie ich das Kaleidoskop drehe. Wenn ich meine Umstände mit Gottes Augen sehe, kann ich glücklich sein, egal in welchen Umständen. Weil ich durch die Bibel weiß, dass er wirklich ALLES zum Guten wenden kann.

c. Ich suche eine Geschichte aus dem Internet, die dazu passt (Einfach im Google-Suchfeld: Geschichte zum Thema …… eingeben)

Das probiere mal selber aus, du findest so tolle Geschichten.

d. Ich suche eine Geschichte aus der Bibel, die dazu passt

Apostelgeschichte 16, 24 Als er diesen Befehl empfangen hatte, warf er Paulus und Silas in das innerste Gefängnis und legte ihre Füße in den Block. Um Mitternacht aber beteten Paulus und Silas und lobten Gott. Und die Gefangenen hörten sie. Plötzlich aber geschah ein großes Erdbeben, sodass die Grundmauern des Gefängnisses wankten. Und sogleich öffneten sich alle Türen und von allen fielen die Fesseln ab.

Aus diesen 4 Möglichkeiten suche ich dann die Besten aus, die ich in meiner Predigt verwenden will.

4. Was sind die 3 größten Fehler, die du beim Predigen schon gemacht hast?

Falsch, Falscher Weg, Schild, Wrong Way

a. Strukturlos predigen: Ich dachte, der Heilige Geist ist Struktur genug – FALSCH (Der Heilige Geist ist strukturiert, das hat er bei der Erschaffung der Erde bewiesen, aber ich muss es von ihm lernen wollen.)

b. Mehrere Themen auf einmal in einer Predigt behandeln: Ich dachte, ich könnte meine Zuhörer direkt in den Himmel katapultieren, wenn ich ihnen direkt alles sage, was man über Gott wissen muss – FALSCH (Ein Thema genügt zum Verdauen!)

c. Meine eigene Meinung über ein Thema predigen, ohne vorher die Bibel zu fragen. Ich dachte früher, ich würde genau wissen, was richtig und was falsch ist – FALSCH (frage bei einem Thema IMMER zuerst, was Gott in der Bibel dazu sagt? Deine Erfahrungen und deine Meinung können dann eine praktische Ergänzung sein.)

5. Was sind die 3 „must-haves“, die du für deine Predigt immer einsetzt?

a. Bibel und Heiliger Geist (lese hierfür meinen Blog: Gottes Reden hören)
b. Kraftvolle Geschichten
c. Eine klare Struktur: Einleitung, Hauptteil, Schluss

6. Wie bekommst du Struktur in dein Predigt-Chaos?

Ok, daran musste ich echt hart arbeiten. D.h. für die meisten von euch wird das auch wirklich harte Arbeit sein. Hier ein Drei-Schritte-Programm:

Nachdem du einige Stunden einfach nur das Material gesammelt hast – mindestens drei DIN A4 Seiten – legst du alles bei Seite und stellest dir folgende Fragen:

Was willst du deinen Zuhörern beibringen – in drei Schritten (Am besten Fragestellungen)?

Bsp.:
Wenn du alle deine Probleme aus Gottes Augen siehst, kannst du immer voller Freude sein.

1. Schritt: Was nimmt dir Freude?
2. Schritt: Was denkt Gott über dieses Problem?
3. Was kann ich praktisch tun, um Gottes Gedanken zu meinen eigenen Gedanken zu machen?

Nun sortierst du dein ganzes Material unter diese drei Punkte. Achte darauf, dass der Inhalt deines Materials auch wirklich die jeweilige Frage beantwortet. Alle anderen guten Gedanken kannst du für eine andere Predigt verwenden. Jetzt fehlt nur noch eine Einleitung, die richtig knallt. Hier musst du die Aufmerksamkeit deiner Zuhörer zu 100% gewinnen. Danach kannst du dann mit den drei Schritten fortfahren.

7. Wie bekommst du Vollmacht in deine Predigt?

Gebet, Hände, Heiliger Geist, Kraft

1. Durch den Heiligen Geist!

Ist wirklich wahr. Ohne den Heiligen Geist geht da gar nichts. Wie bekommst du den? Durch Gebet. Und dadurch, dass er dich im Alltag regiert. Je mehr dein Alltag mit dem Frieden, der Freude, der bedingungslosen Liebe und Kraft des Heiligen Geistes gefüllt ist (vor allem, wenn du durch harte Krisen gehst!), desto vollmächtiger wird deine Predigt.

8. Was waren deine 3 größten Herausforderungen bei deiner „Predigtkarriere“?

a. Ja, es war auf jeden Fall die Struktur. Einmal sagte jemand aus unserer Gemeinde: „Inga, bei deinen Predigten weiß ich immer danach: Ja, ich will, Inga, ich will es unbedingt, was du da gepredigt hast. Aber ich weiß nicht mehr genau, was das war!“ Batsch. Das war eine wertvolle Kopfnuss für mich. Ich kann euch gar nicht sagen, wie hart ich daran gearbeitet habe.

b. Jede Woche eine Predigt zu erarbeiten, die wirklich lebensverändernd und vollmächtig ist, war für mich wie eine wöchentliche Geburt. Super anstrengend und manchmal kam eine Missgeburt raus. Die Gefühle von Niedergeschlagenheit und Selbstzweifeln zu überwinden war das Schwerste.

c. Vergleiche mit meinen Predigt-Helden. Ich war oft zutiefst frustriert, weil ich nie so gut sein werde, wie Peter Wenz oder Reinhard Bonnke.

9. 3 Tipps, wie man predigen üben kann

  • Tun. Tun. Tun.
  • Ehrliches und strenges Feedback einholen.
  • Das FB umsetzen.
  • Gute Prediger anhören (-schauen).
  • Tun. Tun. Tun.

10. Woher weißt du, dass du das Richtige predigst?

Gute Frage!
Wenn Gott applaudiert.

11. Wie predigst du so, dass du Menschen zu Jesus führst? 

Ha, da gibt es drei wunderbare Regeln:

a. Es müssen Ungläubige unter den Zuhörern sitzen
b. Bitte nur …. NUR …. Begriffe verwenden, die auch Ungläubige verstehen können!
c. Am Ende deiner Predigt fragst du laut und voller Begeisterung, ob sich heute ein Mensch dafür entscheiden will, mit Gott zu leben und ihn in sein Leben zu lassen. Du wartest einen Moment, lässt Bedenkzeit. Du bittest um ein Handzeichen. Auf jeden Fall betest du zum Schluss das Übergabegebet vor – Satz für Satz – und lässt die Zuhörer Satz für Satz nachbeten.

Das war´s. Und wenn es beim ersten und zweiten und dritten Mal nicht klappt, ist das total ok. Einfach dran bleiben. Immer und immer wieder tun – Lukas 11,8.

Wenn du dieses Thema praktizieren, erweitern und vertiefen willst, dann nimm an unserem Leitertraining als Webinar am 10.5.2016 um 18.30 Uhr teil – du kannst von dir zu Hause life mit deinem PC dabei sein.

Thema: 5 handfeste Schritte, mit denen du lebensverändernd Predigen kannst.

Anmeldung und Fragen bitte an: ths-leitertraining@hotmail.com

Wenn du mir deine Predigt schickst, werde ich dir ein Feedback geben und die beste Predigt erscheint in einem unsere nächsten THS-Blogs.

Preach it!

Deine Inga

2 thoughts on “Lebensverändernd predigen: 11 Q & A an Inga Haase”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Kontakt

Ruf uns an!

06721-2019381
THS Büro

E-Mail

Info@ths-akademie.de
Oder verwende das unten stehende Formular

captcha


* Pflichtfeld