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THS Blog

4 leichte Schritte zum stressfreien Leben

Uhr, Zeit, Stress, Fokus

Als ich drei kleine Kinder hatte, war mein Leben wie eine überfüllte Wäschetrommel. Neben meinen Kindern und meinem Haushalt arbeitete ich als Pastorin in unserer Gemeindegründung mit, lebte in einer Lebensgemeinschaft mit insgesamt 18 weiteren Menschen, arbeitet hin und wieder auch noch als Coach und hatte den Ehrgeiz dabei noch sportlich und gesund zu leben und die Welt zu retten.

Es war schlicht und ergreifend alles zu viel. Die Trommel konnte sich nicht mehr drehen.

Ich liebe die Bibel als meinen großen Lebensratgeber. Und am allerliebsten lerne ich von Jesus persönlich:

Jesus hatte es geschafft, innerhalb von dreien Jahren die ganze Welt auf den Kopf zu stellen – Ohne PC, Internet, Sekretärin, adäquate Ausbildung – OHNE Geld! Wie hat er das mit seinem Zeitmanagement geschafft, ohne einen Burnout zu bekommen?

Ich bin tatsächlich zu einem Ergebnis gekommen. Er hatte etwas, was ich nicht hatte. Natürlich Vertrauen und geistliche Power, aber noch etwas. Dieses gewisse Etwas habe ich zu einem Produkt entwickelt. Ich habe es in meinem Leben immer und immer wieder angewandt, bis ich gemerkt habe: Es funktioniert!

Das Produkt heißt: REDADA – „Reduziere Dich Auf Das Allerwichtigste“.

Redada

Hier zeige ich dir 5 Schritte, wie du von Jesus lernen kannst, RedadA in deinem Leben anzuwenden.

  1. RedadA für deine Arbeit

Als Jesus nun merkte, dass sie kommen würden und ihn ergreifen, um ihn zum König zu machen, entwich er wieder auf den Berg, er selbst allein. (Johannes 6,15)

Wir Menschen sind soooo schnell zu beeindrucken!

Ich an Jesu Stelle hätte mich gefragt, ob diese Gelegenheit, König zu werden, nicht DIE Gelegenheit von Gott für mich wäre. Er hätte alle Zügel in der Hand gehabt. Wäre das nicht der optimale Weg, die ganze Welt für Gott zu gewinnen?

Und genauso ging es mir auch: Da fragte man mich in der Schule, ob ich nicht Elternsprecher werden will und schon dachte ich: Das ist von Gott. Ich nahm den Posten an. Gleichzeitig war dann noch die Nachbarin, die mir signalisierte, ob wir uns nicht regelmäßig treffen könnten. Klar, ist doch die Gelegenheit, sie zu Jesus zu führen. Und dann die zahlreichen Anfragen für Seelsorge: „Inga, du verstehst mich wenigstens. Kannst du meine Seelsorgerin sein?“

Im Lobpreis war ich auch ganz gut zu gebrauchen, und und und. Ich fühlte mich schon ziemlich wichtig.

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Doch Jesus zog sich zurück ins Gebet. Er hörte von seinem Vater, was sein RedadA war. Er hätte locker eine Megachurch gründen, ein Armenhaus errichten, oder in die Politik einsteigen können, aber er konzentrierte sich auf nur drei Dienste: Predigt, Krankenheilung und seine Jünger.

Ich lernte von Jesus: „Vater im Himmel, was ist mein RedadA in meiner Arbeit?“

Gemeindeleitung und meine Familie.

Das waren meine zwei Aufgaben, die ich auf jeden Fall tun sollte. Alles andere an regelmäßigen Diensten war nur Aktionismus, weil ich dachte, mehr ist mehr und … „wer soll es denn sonst tun?“

Quatsch mit Soße.

Es dauerte einige Jahre, bis ich wirklich gelernt hatte, konsequent nein zu sagen und mich auf meine allerwichtigsten Dienste zu konzentrieren. Aber je mehr ich das gemacht habe, desto kraftvoller konnte ich das tun, wofür Jesus mich berufen hatte.

Übrigens gilt RedadA auch für deine Gemeinde: Wir tendieren dahin, lauter Dienste zu starten, weil wir denken: Je mehr, desto besser. Alle Bedürfnisse befriedigen, und die Menschen sind zufrieden. Alle Konzepte umsetzen, die in anderen Kirchen erfolgreich sind – dann werden wir auch erfolgreich.

Auch Quatsch mit Soße.

Was ist dein RedadA für deine Gemeinde oder deinen Hauskreis? Weniger ist mehr.

Aber RedadA in deiner Arbeit ist nicht alles:

  1. RedadA für deine Beziehungen

Er antwortete aber und sprach zu dem, der es ihm ansagte: Wer ist meine Mutter und wer sind meine Brüder? Und er streckte die Hand aus über seine Jünger und sprach: Siehe da, das ist meine Mutter und das sind meine Brüder! (Matthäus 12, 48)

Lange Zeit fand ich diese Stelle mega krass. Wie hart konnte Jesus sein? Er ließ seine eigene Familie vor der Tür stehen. Wenn ich seine Mutter gewesen wäre, dann hätte mich das ganz schön verletzt.

Jesus konzentrierte sich immer auf die Menschen, die er von Gott gezeigt bekommen hatte. Und in diesem Fall war es nicht seine Herkunftsfamilie, sondern die Menschen, die seiner Predigt zu gehört hatten.

Jesus hätte sich viele hundert Mitarbeiter heranziehen können, aber mit RedadA konzentrierte er sich auf nur 12 Leute.

Ich lernte mich auch in meinen Beziehungen zu konzentrieren. Ich machte mir eine Liste von den Menschen, die Gott mir zeigte: Das sind die Allerwichtigsten für dich.

Nicht die Wichtigsten – die Allerwichtigsten.

Hier sollte ich mich drauf konzentrieren und diese Menschen sollen regelmäßig in meinen Terminkalender auftauchen.

Ich richtete mit Tom zusammen einen festen Eheabend in der Woche ein und feste Familienzeiten. Und dann plante ich die Treffen mit meinem Mitarbeiterteam.

Und jetzt kommt etwas sehr wichtiges: ich strich regelmäßige Treffen mit Frauen zum Kaffeetrinken, regelmäßige Mentoringtreffen außerhalb der Gemeinde, regelmäßige Treffen mit „alten Freunden“ und ein regelmäßiges Gebetstreffen mit der Lebensgemeinschaft musste auch geopfert werden.

Planung, Struktur, Prioritäten

Wie? Das geht doch nicht. Die sind doch auch wichtig, diese Menschen.

Ja, sie sind wichtig, aber d.h. nicht, dass ich mich regelmäßig mit ihnen treffen muss. Ich kann mich einmal oder hin und wieder mit ihnen treffen, wenn es gut passt. Aber ich habe gelernt zu sagen: „Regelmäßige Treffen schaffe ich nicht! Verzeih mir.“

Anfangs waren Menschen schon enttäuscht, aber ich stellte etwas Unfassbares fest: Die Menschen überlebten auch ohne mich ihren Alltag. Sie fielen nicht vom Glauben ab und … sie mochten mich auch ohne regelmäßige Treffen ganz gut leiden. Whow.

Weil das Entrümpeln meines Lebens so viel Kraft und Freude brachte, lernte ich weiter von Jesus:

  1. RedadA für deine Freizeit

Ich schaute nach, wie Jesus seine Freizeit gestaltet hatte: In wie viel Vereine ist er gegangen, wie viele Hobbys hatte er und welche Fernsehserien hatte er geschaut?

Scherz beiseite. Jesus hatte ein reges Freizeitleben, aber er tanzte nicht auf allen Hochzeiten.

Seine Brüder nötigten ihn: Komm doch mit auf das Fest – da geht der Bär ab. Außerdem wäre es ein wichtiger Termin, um gute Kontakte zu pflegen.

Aber Jesus antwortet:

 Geht ihr hinauf zum Fest! Ich will nicht hinaufgehen zu diesem Fest, denn meine Zeit ist noch nicht erfüllt. (Joh 7,8)

Jesus hat gut und gerne gefeiert, aber er konnte auch nein sagen, wenn er merkte, dass es nicht passte.

Als Jesus eine mega krasse Begegnung mit Mose und Elia auf einem Berg hatte, wollte Petrus direkt ein Gartenhaus bauen, um eine geregeltes Freizeiterlebnis aus dieser guten Sache zu machen. Aber dieses Mal wies der Vater im Himmel persönlich Petrus zurecht. Nein, es gibt kein Freizeitparadies für euch. Zieht mit Jesus weiter.

Ich habe also auch meine Freizeitaktivitäten reduziert.

Heute verbringe ich allerhöchstens 3 – 5 min morgens im Badezimmer. Ich habe mich dafür von allen Kosmetik Artikeln getrennt, außer Wasser, Waschartikel und Wimperntusche (Bei Gelegenheit natürlich auch mal Liedschatten und Make-up).

Ich schaue KEIN Fernsehen und habe keine Zeitung oder Magazine. Keine Abbos. Ich beschäftige mich NICHT mir Ernährung, Beauty und Gesundheit, weil all diese Informationen immer Gedanken, Entscheidungen, Gewohnheiten und Anschaffungen mit sich bringen, die VIEL Zeit und Kraft kosten. Denn ich lebe nach RedadA .

Ich kaufe ca. 2 mal die Woche ein und gehe dabei NUR zum Penny – kein Bioladen oder was es sonst noch für exklusive Orte gibt, zu denen ich extra fahren muss.

Ich mache drei Mal die Woche Sport zu hause, weil Sport außer Haus zu viel Zeit kostet.

Fazit: Ich bin frei und glücklich dabei, auch wenn der Preis ist, zu vielen Dingen, die gut sind, nein zu sagen. Das Gute ist oft der Feind vom Besten. Wir können nicht alles tun, was gut ist, wenn wir das Beste tun wollen.

Und nun, wenn du dein Leben auf das Allerwichtigste reduziert hast, kommt noch RedadA im Geldbeutel:

  1. RedadA für deine Finanzen

Seid nicht geldgierig, und lasst euch genügen an dem, was da ist. Denn der Herr hat gesagt (Josua 1,5): »Ich will dich nicht verlassen und nicht von dir weichen. (Hebr 13,5) 

Der Mensch funktioniert nun mal so: Wenn er was hat, freut er sich kurz, aber dann wird es selbstverständlich. Und dann will er mehr.

Geld, Finanzen

Ein Ehemann meinte einmal stöhnend zu mir: „Ich gönne meiner Frau wirklich gerne mal eine neue Kette oder ein Kleid, aber wenn die Nebenkosten nicht wären! Denn auf die Kette brauchte es unbedingt passende Ohrringe und auf das Kleid natürlich die Schuhe.“

So ist es doch, oder?

Paulus sagt so schön in Philipper 3:


„Alles ist mir möglich – reich sein und arm sein – durch den, der mich mächtig macht.“

Besitz belastet. Wir müssen darauf achten, nur mit dem nötigen Ballast zu leben.

Und praktisch sieht das bei mir so aus: Am Anfang des Monats hebe ich ein festes Budget vom Konto ab und das muss bis zum Ende reichen. Notfalls bastle ich ein Geburtstagsgeschenk auch mal seber.

Für das Jahr machen Tom und ich ein Budgetplan: Für was wollen wir wie viel Geld ausgeben und für was wollen wir kein Geld ausgeben. Da gibt es schon mal heiße Diskussionen, aber ich habe mir angewöhnt, ein gutes Gefühl dabei, wenn ich auf Anschaffungen und Ausgaben verzichten muss.

Und zu guter Letzt: RedadA im Detail:

  1. RedadA für deine Woche, deinen Tag und deine Stunde

Jesus hätte am Teich Betesda viele hundert Kranke heilen können, aber mit RedadA konzentrierte er sich auf den einen Gelähmten, der seine Hoffnung auf Heilung aufgegeben hatte.

Mal konzentrierte er sich darauf, 5000 Menschen satt zu machen, mal darauf, mit einigen Kindern zu spielen und die Menschenmasse zu ignorieren, oder auf einem VIP-Fest ausgiebig mit einer Prostituierten zu reden, statt mit echauffierten Politikern, die an seinem Tisch saßen und total enttäuscht von ihm waren.

Es war ihm dabei egal, was andere Menschen über ihn dachten.

Hallo … das ist schwer … aber RedadA funktioniert nur mit dieser Fähigkeit: Gottesfurcht statt Menschenfurcht.

Jesus konzentrierte sich immer auf die eine Sache und auf den einen Moment. Und deshalb war er nie gehetzt und lebte nie in der Sorge, nicht alles zu schaffen.

Warum? Weil er wusste: Wenn er das mit aller Konzentration tat, was der Vater ihm auftrug, dann macht der Vater den Rest!

Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der HERR Zebaoth. (Sach 4,6)

In diesem Vertrauen konnte Jesus seine Aufmerksamkeit in einer Stunde einer Aufgabe schenken.

RedadA.

Und damit hat er die ganze Welt verändert!

So, jetzt bist du an der Reihe: Setze die Schere von RedadA an dein Leben und erfreue dich neuer Kraft. Schreibe dein Ergebnis unten in die Kommentarleiste. Teile deine Gedanken mit anderen.

Ich freu mich drauf.

Allerwichtigste Segensgrüße

Deine Inga
PS: Unser nächstes Webinar geht über das Thema: “Wie verfolge und erreiche ich meine Ziele?” mit Thore Runkel, Pastor von der “Basis” in Mainz.
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12 thoughts on “4 leichte Schritte zum stressfreien Leben”

  1. ja mit den Kleidern.. habt ihr einen Diakonie/Rot-Kreuz Laden? Meine Freundin kauft dort regelmässig ein, 2nd Hand Sachen, Blusen für 3, Hosen für 7 eur. oder so. Alles TOP i.O. Und noch für nen guten Zweck.
    Wenn da nicht die Anproben wären.. Du, wie findest Du das hier… *stöhn* 🙂

  2. Liebe Inga,
    das Thema der Stunde…: was ist wirklich wichtig? Nehme ich mir zuviel vor, bin ich gneigt zu flüchten, z.B. Fernzusehen, was mich “ablenkt” von meiner langen
    To Do List. Aber was möchte Jesus wirklich von mir? Du hast drei Dienste angeführt, die Jesus das Allerwichtigste waren: Predigt, Krankenheilung und die Beziehung zu seinen Jüngern. Ich denke, dass seine Dienste der ersten Priorität entsprangen: die Zeit vor Tagesanbruch mit dem Vater allein, wo er Beziehung gepflegt hat und sich entschieden hat, konsequent das zu verfolgen, was der Vater für ihn vorbereitet hat.
    Weil ich mit gebrochenem Arm, auch noch dem rechten, in meiner Hand-
    lungsfähigkeit stark eingeschränkt bin, ist jetzt die Zeit, Redada auf mein
    Leben anzuwenden, ich danke Dir herzlich für die Inspiration!!

    1. Hallo Monika,
      danke für deinen Kommentar! Eine schöne Ergänzung 🙂 Ich wünsche dir schnelle Heilung UND viel Zeit mit Jesus, um mit ihm dein RedadA zu finden.
      Liebe Grüsse
      Inga

  3. Genau, liebe Inga,

    Paulus geht darin konkret sogar noch einen Schritt weiter, wenn es ihm grundsätzlich z.B. um die Frage von Ehe oder Ehelosigkeit für Unverheiratete geht. Drum prüfe wer sich ewig bindet, ob sich die Gabe dazu findet…

    l. G. vom Armin

  4. Das ist eine super Sache! 🙂
    Da durfte ich auch schon viel lernen von Jesus und viel Entlastung erfahren!

    Allerdings denke ich, dass es wichtige ist, nicht von der anderen Seite vom Pferd zu fallen und “RedadA” zu einer strikten Regel zu machen. Und dass es sehr individuell ist, was einem selbst gut tut.
    Für mich beispielsweise war es sehr wichtig, meine Ernährung auf meinen Körper anzupassen und mir ausgiebig Zeit für Sport zu nehmen. Das hatte absolut positive Auswirkungen auf alle anderen Lebensbereiche. Und dennoch muss ich mir das immer wieder bewusst gönnen, mir die Zeit und das Geld für Ernährung und Sport zu nehmen, ohne dann ein schlechtes Gewissen zu haben.

    Wenn es auf die individuelle Person zugeschnitten ist, dann finde ich “RedadA” super!

    1. Hallo Vivian,
      ich bin ganz bei dir! 🙂 Jeder muß sein RedadA mit Gott zusammen entwickeln 🙂 Danke für dein Kommentar. Das bringt das ganze Thema noch mal auf den Punkt !

      Herzliche Grüsse Inga

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