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Urlaubslektüre 2: Fernbedienung für die Bibel

Fernbedienung, Roter Knopf

Stell dir vor, du würdest im Wald eine Fernbedienung finden. Sie ist eingepackt und in dem Paket ist auch eine Bedienungsanleitung drin. Du faltest sie auf und liest folgendes:

Mit dieser Fernbedienung kannst du dich einmal in eine biblische Geschichte hinein beamen und einmal wieder zurückkommen. Du kannst das jeweils nur einmal tun, danach löst die Fernbedienung sich auf.“

Bedienungsanleitung:

Denke an eine Geschichte in der Bibel mit Stellenangabe, dann drück den roten Knopf und schließe die Augen. Innerhalb weniger Sekunden wirst du für zwei Stunden in der Geschichte drin sein. Wie und in welcher Person du die Geschichte miterleben wirst, musst du der Fernbedienung überlassen, es bleibt eine Überraschung. Nach zwei Stunden wirst du automatisch wieder zurück gebeamt werden. Viel Spaß!

Nebenwirkungen:

Es könnte dein Leben verändern!“

Na, das wäre doch mal eine spannende Sache! Welche Geschichte würdest du nehmen?

Wohin soll es gehen?

Ich stehe nun schon eine ganze Weile mit dieser Fernbedienung, die ich unter einer Wurzel im Wald gefunden hatte, herum und denke nach. Ich meine, ich wollte ja schon immer mal Jesus leibhaftig sehen und anfassen. Seine Augen, seine Haare, seine Ausstrahlung und die Hände, die Hände, die so viele Menschen schon gesund gemacht haben. Aber vielleicht wollte ich lieber den Jesus in meiner Vorstellung behalten, den ich mir im Laufe der Jahre durch Filme und Tagträumereien selber zusammengebastelt habe. Ich war schließlich ganz zufrieden damit. Obwohl ich schon mal gerne gesehen hätte, wie Lazarus vom Tode auferstanden ist. Aber was wäre, wenn ich der Lazarus bin … nein danke, auf Verwesungsgeruch kann ich verzichten. Also, es ist echt schwer, die richtige Geschichte zu finden. Ich kann ja nicht ewig mit dieser Fernbedienung im Wald herumstehen. Ich entscheide mich für …

Die Himmelfahrt Jesu. Matthäus 28. Klick, der rote Knopf und Tschschschschschschschsch ….

Jesus, Gesicht, Haare, Augen

Das ist ja Hammer! Ich bin ein kleines Mädchen! Ich wusste ja gar nicht, dass Mädchen bei der Himmelfahrt anwesend waren. Um mich herum sind eine ganze Menge Menschen in langen Leinenkleidern dicht zusammengedrängt. Wir stehen auf einem hohen Berg. Puh, der ist ja richtig hoch, wie in den Alpen. Ich schwitze. Wahrscheinlich vom Berg hoch steigen. Um mich herum stehen Männer und Frauen. Neben mir ein kleiner Junge, der ständig nach meiner Hand greift. Ich kenne den ja gar nicht, aber er mich anscheinend schon. Er sieht irgendwie ängstlich aus. Die Erwachsenen auch. Was ist hier los. Wieder greift er nach meiner Hand. Dieses Mal halte ich seine Hand fest. Ich brauche jetzt auch etwas Halt.

Diese aufgeregte Stimmung schlägt sich nun auch auf mich wieder. Zwischen den beiden Männern vor mir kann ich durch blicken. Da sitzt einer auf einem Felsvorsprung … ist DAS Jesus? Oh man, er ist ja wirklich ganz anders, als ich ihn mir vorgestellt habe. Ich wusste es doch. Er hat gar keine langen Haare! Er hat ganz kurze … er sieht ja aus wie ein Gefangener … voller Narben. Und sein eines Auge, ist das nicht etwas schief. Ich schaue mit aufgerissenem Mund auf den Mann, der jetzt anfängt zu den Menschen zu reden. Er sieht tatsächlich entstellt aus. Kein Wunder, nach der Folter. Er redet sehr langsam und bedächtig. Er scheint nicht besonders beeindruckt von der Aufregung der Menschen. Von hinten ruft ein Mann: „Wachen! Wachen! Römische Wachen!“

Doch auch das irritiert Jesus nicht. Nur die Menschen drängen sich noch mehr zusammen. Jesus gibt Anweisungen und jetzt merke ich erst, dass ich seine Sprache gar nicht verstehe. So ein Mist! Hätte ich das gewusst, hätte ich mir eine Stelle in der Bibel gesucht, in der ich die Sprache wenigstens einigermaßen verstehen kann. Paulus in Rom oder so.

Nun zieht ein starker Wind auf. Mir wird kalt und der kleine Junge neben mir drängt sich eng an meine Seite. Ich habe mich an ihn gewöhnt. Plötzlich versperren mir die beiden Männer die Sicht, weil sie sich ganz eng zusammen drängen. Ich werde ärgerlich. Schließlich habe ich doch nur diese eine Möglichkeit, Jesus zu sehen und dann stellen sich zwei bekloppte Männer vor mir auf. Ich zuppel an ihren Mänteln.

Römischer Soldat

Sie reagieren nicht. Der Junge neben mir zieht an meinem Ärmel und sagt etwas in einer fremden Sprache. Er schüttelt den Kopf. Mir ist es aber egal, was die da denken. In nicht mehr ganz zwei Stunden bin ich hier so wie so weg. Also fange ich an, die Männer vor mir zu boxen. Immer fester. Da dreht sich der eine von beiden nach mir um. Er hat ein furchtbar zugewachsenes Gesicht. Ein einziger riesengroßer Bart und zwei zornige Augen. Er schreit mich an und wieder verstehe ich nichts. Ich zeige nach vorne, zu Jesus hin, doch er dreht sich wieder weg von mir. Ich drehe mich um und sehe, wie der eine Mann, der eben noch „Wachen!“ gerufen hat, am Fuße des Berges mit zwei römischen Soldaten redet.

 

Ganz anders und ganz nah

Ob das hier wirklich die Geschichte von Jesu Himmelfahrt ist, frage ich mich gerade. Da steht nichts von römischen Soldaten. Egal, ich muss jetzt Jesus sehen. Am besten noch berühren. Die Zeit ist gleich um! Ich schmeiße mich nun zwischen die beiden Männer vor mir und beginne mich durch ihre Beine zu bohren. Ich höre ärgerliche Worte von oben. Mein Kopf wird zusammen gedrückt und ich spüre, wie hinter mir eine Hand nach meinem Kleid greift. Ich fange an zu schreien und drücke noch fester. Plötzlich höre ich nur ein: „Achka!“ oder so ähnlich. Bestimmt hieß es so viel wie: „Halt!“ Abrupt werde ich losgelassen und die Männer neben mir rücken zur Seite. Licht fällt auf mein Gesicht. Jetzt geschieht etwas Eigenartiges. Mein Herz zieht sich zusammen. Ja, es ist wie ein Krampf, der sich über meine ganze Brust ausbreitet. Ein dicker Klos steckt in meinem Hals: Jesus sitzt auf seinem Felsen und breitet seine Arme nach mir aus! Er schaut mich an, aus seinem entstellten Gesicht, und … ja, ist es ein Lächeln, … nein, … es ist ein …ein Lieben. Ich kann das nicht anders beschreiben. So muss ein Vater schauen, wenn er kurz vor seinem Tod seine heißgeliebte Tochter in die Arme nehmen will. Die erste und letzte Umarmung in einem.

Ich kann meinen Körper nicht mehr kontrollieren. Ich muss weinen. Ganz laut. Weinend laufe ich ihm in die Arme. Ich will ihm alles erzählen. Es will ganz viel raus aus mir. Ich weiß auch nicht, was da alles aus mir raus kommt, aber er kann mich ja gar nicht verstehen. Ich rede nur ein großes Kauderwelsch, vorwiegend unverständliche Schluchzer. Er hebt mich auf seinen Schoß, und … er drückt mich an seine Brust. Ganz warm und weich und fest. Ich drücke meine Wange ganz tief in sein Gewand hinein. Ich weiß immer noch nicht, warum ich plötzlich so viel weinen muss. Ich war doch eigentlich gerade zornig. Jesus wiegt mich hin und her. Wie eine Mutter ihr Kind tröstet. Dabei redet er wieder. Ich sehe nichts mehr. Ich fühle nur noch seine starken Arme, ich rieche sein Gewand und lausche seinen Worten. Ich lasse mich hin und her wiegen. Jetzt könnte die Ewigkeit beginnen.

Doch dann plötzlich steht Jesus auf. Er will mich auf die Erde stellen. Ich will aber nicht. Ich klammere mich an ihm fest. Er drückt mich nochmal. Dann legt er seinen Mund (er hatte übrigens keinen Bart!) an mein Ohr. Ich fühle seinen Atem. Und er flüstert mir etwas zu. Was ist passiert? Ich … ich kann ihn verstehen:

Ich bin bei dir, mein Schatz, bis ans Ende der Welt! Lass nur los.“

Ganz weit weg und doch ganz nah

Das war genug! Ich bin wie ohnmächtig. Jesus lässt mich auf den Boden gleiten. Er legt seine Hand auf meinen Kopf und nun sehe ich, dass der kleine Junge auch neben ihm steht und sich an Jesu Hand festhält. Plötzlich kommt er mir so bekannt vor … Und jetzt … ich spüre ein leichtes Beben unter meinen Füssen. He, die zwei Stunden können doch unmöglich um sein! Halt. Ich will noch mehr. Ich suche nach der Hand Jesu, aber da ist nichts mehr. Es wird ganz hell um mich herum und ich höre lautes Gerede, verstörte Rufe. Sie werden lauter. Sie klingen wie Hilferufe. „Komm zurück!“ oder so ähnlich. Der Junge neben mir ruft auch. Ich rufe: „Jesus, nicht wieder weg gehen!“

Aber das Licht wird heller. Ich kann nur unklar eine Gestalt erkennen. Sie fliegt hoch wie eine Taube. Immer höher. Ich halte meine Hände über die Augen, um besser sehen zu können und nicht so geblendet zu werden. Da fliegt er hoch. Hoch und höher. Irgendwann sehe ich nur noch die Sonne, die auf uns herab strahlt. Keine Wolke. Nur blauer Himmel und Sonne.

Taube, Himmelfahrt, Jesus

Die Menschen um mich herum sind nun wie aufgescheuchte Hühner. Sie rennen und rufen durcheinander. Ich weiche etwas zur Seite aus um nicht umgerannt zu werden. Der Junge klammert sich wieder an mir fest. Das war es schon? Er ist weg? Und ich stehe wieder da wie vorher?

Ich schaue zum blauen Himmel hinauf. Nein, nicht wie vorher. Da ist etwas anders. Er hat mich umarmt und mir zugeflüstert.

Tschschschschsch …. und schon stehe ich wieder in dem Wald. Keine Fernbedienung in der Hand. Ich stehe da wie eben gerade. Ob ich die richtige Geschichte ausgesucht habe? Es war so kurz. Ich habe nichts erfahren, was ich nicht schon wusste, bis auf einige Kleinigkeiten, die nichts zu bedeuten haben. Hätte eine andere Geschichte mehr in mir bewirkt als ein Augenblick der Verzückung, der aber so schnell wieder vergehen kann? Was hätte deine Geschichte, die du dir ausgesucht hättest bewirkt. Denk mal nach …

Seelig ist der Mensch, der nicht sieht und doch glaubt!“

Und nun bist du dran: In welche Geschichte würdest du dich beamen lassen?

Herzliche Urlaubsgrüße vom Gardasee

Deine Inga

 

4 thoughts on “Urlaubslektüre 2: Fernbedienung für die Bibel”

  1. Hallo Inga, ich glaube ich wäre gerne mit JESUS auf demBerg der Verklärung. Die Jünger die mit ihm dort waren wollten ja auch nicht mehr runter, so nehme ich an es war fast wie im Himmel. Alles um uns herum ist nicht mehr wichtig sondern nur die Gegenwart GOTTES. Das wird wunderbar sein, und ich durfte schon einige Male ziemlich diese Gegenwart spüren- wenn ich davon berührt wurde war ich echt tiefenentspannt und total geborgen. Somit ist für mich die Gegenwart GOTTES etwas “spürbares” und da es so wunderbar ist sehne ich mich danach öfters diese zu erfahren.

    1. Hallo Elke,
      an diese Situation hatte ich auch schon gedacht … oder an die Auferweckung von Lazarus ….
      Diese Momente sind wirklich ein Stück Himmel auf Erden.
      Ganz liebe Grüsse
      Deine Inga

  2. Ich habe mich vor ca. Jahr bekehrt und bin auch getauft worden, aber ich habe den heiligen Geist m.E. nicht erlangt. Ich weiß nicht warum nicht, denn ich denke, dass Gott sich irgendwie offenbart wenn jemand seine Sünden bekennt und sich Ihm zuwendet.
    Darüberhinaus habe ich in letzter Zeit im TV eine Reihe von Sendungen gesehen, die in mir ungewollt Zweifel erwecken, z.B. dass die Menschheit schon Millionen von Jahren auf der Erde lebt, aber nach der Bibel kann die Zeit seit Adam und Eva nicht solange her sein.
    Kannst Du mir sagen, wie ich das Verständnis für die Wahrheit erlangen kann oder ob ich einfach blind glauben muß. Und dannstellt sich die Frage, was ich glauben muß, ist es nur der Glaube an die Exis@tenz Gottes und dass sein Sohn für unsere Schulden gestorben ist oder ist es noch mehr?
    Wird Gott mir meine Zweifel vergeben ? Ist es für ein Gotteskind normal nach Erklärungen zu suchen?
    Bitte schreibe mir doch Mal wenn Du mir den richtigen Weg und das richtige Verständnis erklären kannst.
    Danke im Voraus und herzliche Grüße und Gottes segen wünsche ich Dir.
    Manfred Oertel, e-mail oertel39@t-online.de

    1. Hallo Manfred,
      vielen Dank für deine Frage! Sehr ehrlich und offen ….
      Du braucht überhaupt keine Zweifel daran haben, dass du ein Kind Gottes bist, wenn du das dir von Herzen wünschst und glaubst, das Jesus Gottes Sohn ist. Das ist tatsächlich so simpel …
      Wenn du Gott deine Sünden bekennst und durch Jesus um Vergebung bittest, dann nimmt er dir deine Sünden weg – ALLE! Das hat erst einmal gar nichts mit Gefühl zu tun, sondern mit Gottes Versprechen an uns Menschen.

      Gott hat sich dir offenbart! Sonst würdest du garnicht zu ihm beten! Er offenbart sich uns jeden Tag durch seine Schöpfung. Und wenn es Filme gibt, die etwas anderes sagen, dann sind das alles nur Theorien, an die man auch glauben muß, weil keiner von denen, die eine Theorie aufstellen, jemals dabei war.

      Deshalb komme zu Gott wie ein Kind zu seinem Vater. Rede mit ihm – jeden Tag. Bitte ihn um Dinge, um die du dich sorgst oder du dir wünschst – du wirst staunen, wie du ihn erleben wirst. Du brauchst nur Geduld dabei.

      Und durch du kannst ihn sogar hören! Dazu will ich dir ein Video empfehlen:

      https://www.youtube.com/watch?v=B1aM3fG2n6g&spfreload=10
      GVICI adelst – das ist ein Youtubekanal, der unter anderem auch deine Themen behandelt.

      So, nun bleibt noch, dir zu sagen, das Gott dich sehr liebt – bleib einfach dran und lerne, wie du mit ihm von Tag zu Tag intensiver leben kannst.

      Gehst du in eine Kirche, die dir im Glauben weiter helfen kann?
      Liebe Grüsse
      Inga

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