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Wie kann deine Gruppe, bzw. Gemeinde stetig und gesund wachsen? (Sibylle Beck)

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Sibylle Beck leitet mit ihrem Mann Steffen Beck das ICF in Karlsruhe. Sie ist eine echte Powerfrau und hat bei unserem Webinar über das Thema ein grandioses Teaching abgehalten.

Jahrelang: 1968

Verheiratet: Mit Steffen Beck

Durchschnittliche Gottesdienstgröße: 1200 Pro Sonntag

Gründungsjahr: Dez 2005

Lebensmotto: „Denen die Gott lieben müssen alle Dinge zum Besten dienen!”

  1. Welche Wachstumsziele sind für eine Gruppe/Gemeinde realistisch?

Sibylle Beck:

Das hängt u.a vom Potential des Leiters ab und von dem Mandat, das er bekommt. Hat er die Freiheit, die Gemeinde nach besten Wissen und Gewissen zu leiten, oder wird er von einem Gremium eingeschränkt?

Und dann muß der Leiter seine Erfahrungen sammeln. Wichtig sind konkrete und meßbare Ziele, damit man feststellen kann, ob die Ziele erreicht sind. Wenn nicht, dann muß man weiter ausprobieren, lernen und so lange Ziele setzen und sie erreichen, bis es klappt!

  1. Welche Schritte muss ich als Leiter gehen, um meine Gruppe/Gemeinde zum Wachstum zu verhelfen?

Sibylle Beck:

Ich muss eine Vision haben wo ich mit der Gemeinde hin möchte. Diese Vision muss ich immer vor Augen haben und sie stets frisch halten.

Dann ist es wichtig, eine gute Struktur zu entwickeln und aufzubauen, damit Menschen im Glauben wachsen können und Verantwortung übernehmen.

Gaben in den Menschen müssen frei gesetzt werden.

Gute Kleingruppen sind unabdingbar.

  1. Welche Fehler hast du in diesem Bereich „Gemeindewachstum“ gemacht?

Sibylle Beck:

Wir haben am Anfang auf die falschen Leiter gesetzt. Am Anfang braucht man im Team vor allem Apostel, die die Vision mittragen und Mut für neue Schritte haben. Wir hatten zwei mal Hirten ins Team genommen. Das hat nicht funktioniert. Daran ist die Gemeinde fast zerbrochen und zwar schon ganz am Anfang.

  1. Welche Irrtümer hast du in diesem Bereich geglaubt und dann abgelegt?

Sibylle Beck:

„Wenn die und die Menschen uns verlassen, werden wir nicht weiter wachsen. Das werden wir als Gemeinde nicht überleben!“

Ich habe gelernt, mich an Jesus zu halten und nicht zu glauben, dass mit Menschen die Gemeinde steht und fällt.

  1. Wie viel Erfolg ist von mir als Leiter, von der Gruppe, von unserem Konzept und der Umgebung abhängig? (In Prozenten)

Sibylle Beck:

Ich würde sagen, 80% hängt davon ab, ob der Leiter ein Leiter ist oder nicht:

  1. Welche Kultur er in seiner Gruppe prägen kann
  2. Ob er was zu sagen hat oder nicht
  3. Ob er ehrliche authentische Erlebnisse berichten kann
  4. Ob er mutig ist, gerade am Anfang einen einsamen Weg zu gehen und Neues auszuprobieren.
  1. Welche Rolle spielt das Gebet beim Wachstum?

Sibylle Beck:

Ohne eine echte, lebendige und authentische Beziehung zu Jesus wird keine Gemeinde gebaut, die Jesus gefällt.

Es gibt nun aber auch Menschen, die viel beten und einen tiefen Glauben haben, aber die Gemeinde wächst nicht. Es hängt mit der Gabe der Leitung zusammen, ob man die von Gott als Geschenk und damit auch als Auftrag bekommen hat.

  1. Welche Eigenschaft brauche ich als Leiter unbedingt, damit ich eine Gruppe zum wachsen bringen kann?

Sibylle Beck:

Charakter, Glauben, Kompetenz und den Mut, in schweren Zeiten nicht aufzugeben, sondern an dem Auftrag, auch durch Widerstände hindurch, festzuhalten.

Mut zum Fehlermachen und Ausprobieren und die Nerven behalten, wenn es schwierig wird. Leidensbereitschaft und Hingabe. Opferbereitschaft: Geld und Zeit zu geben und oft damit bis an die Grenzen zu gehen.

  1. Was mache ich, wenn ich diese entscheidenden Eigenschaften nicht habe?

Sibylle Beck:

Entweder hart daran arbeiten, Leute einsetzen, die diese Eigenschaften haben oder den Platz suchen der zu mir passt.

  1. Kann jeder Gruppe/Gemeinde wachsen?

Sibylle Beck:

Ja, wenn man bereit ist sich zu verändern!

  1. Was hältst du von dem Satz: „Qualität vor Quantität“?

Sibylle Beck:

Das Beste zu geben ist absolut notwendig, um eine attraktive Gemeinde zu bauen.

Lieber eine Sache richtig gut machen, als alles nur so ein bisschen.

In der Gemeinde gibt es aber nicht nur Gottesdienste, man muss vieles gut machen. Aber lieber einen Gottesdienst super gestalten, als drei Angebote, die nur mit halbem Herzen durchgeführt werden.

  1. Was sind deiner Meinung nach die drei Hauptgründe, warum Gemeinden hier in Deutschland nicht wachsen?

Sibylle Beck:

  1. Ein Gemeindekultur, die nicht auf Wachstum angelegt ist
  2. Wenig Mut zur kompromisslosen Veränderung in manchen Bereichen
  3. Junge, motivierte Leiter werden nicht frei gesetzt, sondern gebremst

Und nun bist du dran:

Diese Fragenliste von Bill Hybels soll dir helfen, deine Schwachpunkte in deiner Leiterschaft zu finden und dementsprechend auszubauen und zu trainieren.

Beschäftige dich eine Stunde mit diesen Fragen im Gebet. Wenn du merkst, du brauchst in einem Bereich Hilfe, kannst du dich gerne an uns wenden – wir helfen dir weiter.

  1. Wie viel Zeit in der Woche verbringe ich mit Gott und Selbstmanagement? (Empfohlen ist 30 % deiner Arbeitszeit)
  2. Ist meine Berufung und Vision klar (Formuliere sie aus und überlege dir, wie konkret, motivierend und messbar sie ist)?
  3. Sind mir die nächsten Schritte für meine Kirche klar (formuliere mindestens drei Schritte)?
  4. Brennt meine Leidenschaft (beschreibe den Zustand deiner geistlichen Leidenschaft)?
  5. Fördere ich meine Gaben (Welche Gaben hast du und was tust du, um sie zu fördern)?
  6. Ist mein Charakter Jesus unterstellt (mit welchen negativen Gemütszuständen und Gedanken hast du zu kämpfen)?
  7. Habe ich Stolz im Griff? Bin ich demütig?
  8. Kann ich meine Angst überwinden (mit welchen Ängsten hast du zu kämpfen)?
  9. Beeinflusst meine innere Verfassung meine Führungsqualitäten (kann ich mich selbst beherrschen)?
  10. Nimmt meine Liebe zu Gott und Menschen zu (Beschreibe die Entwicklung deiner Liebe zu Gott in dem letzten Jahr)?

Viel Spaß und Gottes Segen

Inga

1 thought on “Wie kann deine Gruppe, bzw. Gemeinde stetig und gesund wachsen? (Sibylle Beck)”

  1. Vielen Dank für den guten Beitrag. Es hat mich sehr ermutigt, da ich in meiner Gemeinde vielen
    Menschen eine Chance gebe etwas auszuprobieren. Wenns dann nicht funktioniert muss ich natürlich mit den Konsequenzen leben. Ich finde es sehr wichtig, dass jeder seine Gaben einsetzen darf und auch merkt was er gut kann. Das wünsche ich mir mehr in unseren deutschen Gemeinden.
    Liebe Grüße

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