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Wie werde ich eine Maschine Gottes?

Edem

Name: Edem Nubukpo

Alter: 22

Familienstand: In einer Beziehung

Schulische Vorbildung: Fachabitur

 

  1. Was sind deine Begabungen und Stärken?

Ich liebe es für Menschen da zu sein, sie zu begleiten. In schweren wie in guten Zeiten. Dazu gehört es auch, sie zu ermutigen, zu motivieren, aufzubauen und sie herauszufordern in ihren Gaben und Talenten.

  1. Was war dein Berufswunsch vor deiner Bekehrung? Was war deine Leidenschaft?

Ich hatte nie einen konkreten Berufswunsch. Aber mein Ziel war es, in Zukunft viel Geld zu verdienen. Geld stand bei mir immer im Vordergrund. Als ich aber das erste Mal ein Praktikum im sozialen Bereich absolvierte, flammte mein Herz auf und ich lernte meine Leidenschaft, mit und für Menschen zu arbeiten, kennen. Dennoch begann ich nach meinem Fachabitur ein Studium in Wirtschaftsinformatik. Das Studium ging komplett in die Hose, weshalb ich Gott sehr dankbar bin und intensiver erkennen durfte, dass mein Platz nicht in irgendwelche Büros gehört, sondern nach draußen zu den Menschen.

Heute brennt meine Leidenschaft für Menschen umso mehr.

  1. Wie bist du von deinen Eltern und deinem Zuhause geprägt worden?

Ich liebe und schätze meine Eltern sehr. Leider war es nicht immer so der Fall, da wir damals oft unsere Meinungsverschiedenheiten hatten und es dadurch ziemlich viel Stress zuhause gab. Nach meiner Bekehrung wurde alles anders. Ich lernte meine Eltern neu kennen, lernte sie neu zu lieben und zu ehren. Seitdem geben mir meine Eltern so viel! Ich durfte und darf heute noch viel von meinen Eltern lernen, z.B. was es bedeutet ehrlich zueinander zu sein, füreinander da zu sein. Aber auch wie wichtig es ist, für seinen Erfolg hart zu arbeiten und bei Misserfolgen niemals den Kopf hängen zu lassen.

Ich bin Gott sehr dankbar für meine Eltern, denn sie unterstützen mich wo sie nur können.

  1. Wann und wie hast du dich bekehrt? Wie kam dann der Sinneswandel Pastor zu werden? Gab es eine bestimmte Situation als Auslöser?

Das ist eine ziemlich lange Story…doch ich versuche sie so kurz wie möglich zu fassen (lach). Ich bin katholisch aufgewachsen und lernte Gott als einen strengen und langweiligen Gott kennen. Letztendlich habe ich mich vom Gott der Bibel distanziert. Dennoch hatte ich immer das Gefühl, dass es doch eine höhere Macht geben muss, eine Macht die mich beobachtet. Ich habe mich mit allen Religion auseinander gesetzt und war der festen Überzeugung, dass der Islam die wahre Religion sei. Bis ich meinen heutigen besten Freund in der Schule wiedergetroffen habe. Er war selbst Moslem und hat sich aber entschieden, den Islam aufzugeben und Jesus zu folgen. Es war für mich wie ein Schock, weil ich selber Moslem werden wollte und nicht verstand, wie man so einem „langweiligen und strengen“ Gott folgen kann. Somit begann ich ungefähr 1,5 Jahre lang mit Gott zu ringen, weil ich es einfach nicht akzeptieren wollte.

Vor allem aber war die Vorstellung, dass Gott selbst Mensch wurde um für unsere Sünden zu sterben, so absurd bis gar lächerlich, dass ich es nicht einfach so hinnehmen wollte.

Mein Kumpel und ich diskutierten über den Glauben. Am Ende hat mich die Liebe Gottes nach jedem Gespräch immer mehr gepackt, sodass ich aus seiner Gegenwart gar nicht mehr raus wollte. Ich ging dann das erste Mal in eine Gemeinde und wurde dort geflasht vom heiligen Geist. Es war für mich was Neues und auch die beste Erfahrung meines Lebens. Ich sah zum ersten Mal meinen Jugendpastor, wie er über die Liebe Gottes predigte. Ich habe mich nach der Predigt sofort bekehrt.

Nach meiner Bekehrung hatte ich dieses starke Verlangen, auch in den vollzeitlichen Dienst zu gehen.

Ich dachte zuerst, diese Gedanken kamen von mir. Doch es war Gott, der mir diese Berufung aufs Herz gelegt hatte. Bestätigt wurde es dadurch, dass viele Personen auf mich zu kamen und mir prophezeiten, in Vollzeitdienst zu gehen, obwohl mich diese Personen zum ersten mal gesehen haben. Heute studiere ich Theologie und bereite mich auf den vollzeitlichen Dienst vor und es war die beste Entscheidung ever!!

  1. Hast du nicht Sorge, als Pastor ein ziemlich langweiliges und anstrengendes Leben zu führen? Verzicht, hohe moralische Ansprüche, ständig nervende Menschen oder sogar Arbeitslosigkeit?

Nein! Auf gar keinen Fall! Vielleicht hört es sich übermütig oder gar naiv an, aber ich glaube der Beruf des Pastors kann eine ziemlich aufregende und spannende Angelegenheit sein. Es hängt nur an uns, wie wir diese Berufung sehen und leben. Es sind oft Menschen, die uns dieses Bild vermitteln möchten.

Dabei ist es doch Jesus dem wir dienen dürfen und Jesus ist das komplette Gegenteil von langweilig und anstrengend.

Aber dennoch kann es auch mal hart werden im Leben eines Pastors. Aber wir haben immer die Möglichkeit, authentisch zu bleiben und unsere Schwachheit vor Gott zu bringen. Denn er wirkt bekanntlich in unserer Schwachheit am stärksten.

  1. Kannst du als Unternehmer oder Politiker nicht genauso effektiv das Reich Gottes bauen wie als Pastor?

Klar! Jesus ist es egal wer du bist oder was du tust. Jeder von uns hat eine Gabe und Gott kann dich genau dort wo du bist benutzen. Egal ob als Unternehmer, als Pastor, als Ingeneur, als Reinigunskraft, als Bauarbeiter oder als Student… Überall wo du bist kannst du effektiv Reich Gottes bauen. Nicht jeder muss ein Pastor werden um Reich Gottes zu bauen. Meine Aufgaben als Pastor sind es, solche Menschen zu motivieren und zu ermutigen, sich für das Reich Gottes zu investieren. Die Frage sollte nicht lauten ob du KANNST, sondern eher ob du WILLST!

  1. In der THS-Akademie bekommst du einen realen Einblick in den Alltag eines Pastors – wie sieht der aus? Was magst du besonders daran und was nicht?

Was ich am Pastor sein so liebe ist, du kannst ungehindert eine halbe Stunde oder länger predigen und die Leute müssen dir zuhören bzw. dürfen dich nicht unterbrechen! (lach) Ne, mal im Ernst:

Ich liebe es, wie der Pastor sich um seine Gemeinde kümmert und immer bedacht ist, die Gemeinde nach vorne zu bringen.

Was ich nicht so mag, ist der ganze Papierkram der auf einen wartet.

  1. Was muss ein angehender Pastor unbedingt lernen?

Ein angehender Pastor muss lernen, Menschen mit seiner Persönlichkeit begeistern und ziehen zu können. Ein angehender Pastor muss lernen, seine Gemeinde zu multiplizieren und Menschen zu Jüngern, die dann auch außerhalb Reich Gottes bauen können, zu formen.

  1. Viele Pastoren träumten vom großen Durchbruch und Gemeindewachstum und sind enttäuscht worden. Einige sind schon ausgestiegen. Woran liegt das deiner Meinung nach?

Ich glaube das hängt alles von uns Leitern ab. Wir Leiter machen leider den Fehler, dass wir uns darauf fokussieren, was wir wollen und wie wir etwas gestalten wollen, anstatt Gott danach zu fragen. Solche Fehler passieren, ist nun mal so… Doch wichtig ist, dass wir solche Fehler schnell erkennen und uns die Frage stellen, wie wir damit umgehen.

Auch ein wichtiger Aspekt ist, wie unser Vertrauen und unsere Beziehung zu Gott aussehen!

Wenn wir dies alles berücksichtigen und uns immer auf Gott fokussieren, wird Wachstum geschehen. Da bin ich mir sicher! Gott ist ein Gott des Wachstums und er will, dass alle errettet werden. (1. Timotheus 2, 4 – 6)

  1. Warum hast du dich entschieden, bei der THS-Akademie deine Ausbildung zu machen und nicht an einer anderen theologischen Hochschule?

Was ich an der THS sehr schätze ist die Praxis. Dadurch, dass wir 3 Tage in der Gemeinde dienen dürfen, können wir das, was wir im Unterricht gelernt haben, auch direkt in der Gemeinde umsetzen. Wir lernen, wie die heutige Kirche ausschauen soll bzw. ausschauen kann. Beeindruckend finde ich auch die Dozenten. Es sind nicht nur irgendwelche Uni-Professoren sondern Pastoren, Leiter die selbst im Gemeindealltag drinstecken und ich finde es sehr wertvoll, dass sie mit uns ihre Erfahrungen und Meinungen teilen. Auch kriegen wir ein breites Spektrum der Theologie mit.

  1. Was hast du bisher am meistens gelernt? Wo hast du dich durch die Ausbildung verändert?

Ich durfte in meinem ersten Jahr schon viel in das Gemeindeleben hineinschnuppern und verantwortungsvolle Aufgaben übernehmen. Auch die ganzen verschiedenen Theologien durfte ich schon genießen, einfach genial! Ich habe mich im Bereich Verantwortung schon ziemlich verändert.

Ich habe gelernt, dass ich für meine Handlungen und Entscheidung die volle Verantwortung übernehmen muss und wie wichtig es ist, dadurch die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Wie schon erwähnt bin ich im ersten Jahr und durfte schon einiges lernen. Ich freue mich schon auf die kommenden zwei Jahre.

  1. Wenn du dir eine typische Woche in 10 Jahren vorstellen würdest – du darfst ganz wild träumen – wie sähe diese aus?

Ich sehe mich in meiner Heimatgemeinde, wie ich dort diene. Aber auch wie ich mit Teams von meiner Gemeinde in die Mission ausgesendet werde, um für Menschen außerhalb meiner Gemeinde zu dienen und am predigen des Evangeliums bin. Und natürlich habe ich meine Frau und die 4 Kinder an meiner Seite. (lach)

Ich bin sehr offen und gespannt, was Gott für mich in 10 Jahren hat. Das sind alles natürlich meine Wunschgedanken, aber Gott hat oftmals einen ganz anderen und besseren Plan für uns parat. Gott ist ab und zu auch ein radikaler Träumezerstörer! Doch wie heißt es so schön: Er muss etwas zerstören um etwas noch schöneres und besseres zu bauen. Seid gesegnet!

 

Und nun bist du dran:

Was ist DEINE Berufung von Gott?

 

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