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Autor: ths

So entbrannte meine Leidenschaft für Jesus!

Name​: ​Julia Ahlers

Alter​: 22

Schulische​ ​Vorbildung​: Sekundarabschluss 2// Ausbildung zur Drogistin

 

1. Was sind deine Begabungen und Stärken?

Organisieren, Kreativität, Musik, Offen auf Menschen zugehen, Ermutigen, Lehren,  Guter Humor, Zielstrebigkeit

2. Was war dein Berufswunsch vor deiner Bekehrung? Was war deine  Leidenschaft?

Ich bin eigentlich schon bekehrt seit ich 12 bin. Allerdings kann man sagen, dass ich dort noch nicht diese intensive, persönliche Beziehung zu Jesus hatte. Ich hatte  meine Ausbildung schon hinter mir als ich Jesus nochmal neu und zu 100% mein  Leben gab. Der Wunsch mehr für ihn zu tun war schon länger da, aber erst mit  diesem Wechsel kam auch die neue Berufung.

3. Wie bist du von deinen Eltern und deinem Zuhause geprägt worden?

Ich bin in einem nicht-christlichen Elternhaus groß geworden. Am meisten geprägt hat mich meine Oma, die mich mit zur Gemeinde genommen und mich ermutigt hat. Meine Eltern haben sich getrennt als ich 12/13 war. D.h ich hab kein vorbildliches Bild von Familie gehabt und wusste auch nicht wie man Glaube im Alltag lebt.

4. Wann und wie hast du dich bekehrt? Wie kam der Sinneswandel, Pastor zu  werden? Gab es eine bestimmte Situation als Auslöser?

Meine “Bekehrung” war mehr ein Prozess. Ich hab mich schon früh entschieden, dass ich an Jesus glaube und alles für mich annehmen will, aber wirklich danach zu leben kam erst viele Jahre später. Ich hatte wie gesagt kein Vorbild. Christliche Konferenzen haben mein Herz sehr bewegt und Ketten in mir aufgebrochen und als ich eine Zeit lang sehr verzweifelt war, weil alle menschlichen Beziehungen anscheinend zerbrochen  (familiäre, freundschaftliche und Liebesbeziehungen) habe ich mich auf den Knien an Gott gewandt. Der Sinneswandel kam dann und ich war für ein Missionsjahr in Australien, aber auch das war nicht mehr genug. Mein jetziger Mann und ich haben dann entschieden, dass wir gemeinsam 100% für Gott geben wollen und so hat Gott die THS für uns gemeinsam immer wieder bestätigt.

5. Hast du nicht Sorge, als Pastor ein ziemlich langweiliges und anstrengendes Leben zu führen? Verzicht, hohe moralische Ansprüche, ständig nervige Menschen oder sogar Arbeitslosigkeit?

Langweilig und anstrengend in einem Satz? 😀  Nein, nicht eine Sekunde denke ich das. Für Gott zu arbeiten ist wohl so ziemlich das Spannendste was man machen kann, wenn man daran glaubt, dass Gott nicht langweilig und verstaubt ist, sondern lebendig und kraftvoll. Es wird mit Sicherheit auch mal anstrengend und es gibt auch hier und da  Menschen mit den man nur schwer umgehen kann, aber Gott schenkt mir immer  wieder die Liebe dafür, was ich in meinem früheren Beruf nicht immer behaupten
konnte.

Nicht, weil er mir keine Liebe für die Menschen geben wollte, sondern weil ich ihn nicht danach gefragt habe.

Ich glaube auch nicht, dass ich oder wir uns Sorgen machen müssen. Es lohnt sich ja doch nicht. Oder dass wir zwingend auf etwas verzichten müssen. Gott hat uns auch finanziell immer wieder versorgt. Er wird es auch weiter tun, wenn wir ihn an Platz Nr.1 stellen.

6. Kannst du als Unternehmer oder Politiker nicht genauso effektiv das Reich Gottes bauen wie als Pastor?

Ja, auf jeden Fall! Leider wird man aber in der Wirtschaft und Politik schnell  betriebsblind. Man muss ja dennoch gewissen Anforderungen gerecht werden. Aber  dass heißt nicht, dass man nicht mindestens genauso effektiv sein könnte. Es geht  immer darum, Menschen mit der Liebe Jesu vertraut zu machen.

Wo könnte man das besser als dort, wo die meisten Menschen sind, die ihn noch nicht kennen!

Mein  Schwiegervater ist Unternehmer und man merkt in seinem Unternehmen, dass etwas anders ist, weil Jesus dort eine Rolle spielt. Ich wünsche mir sogar, dass Gottes Liebe  noch so viel mehr Raum in Unternehmen, Schulen und Politik einnimmt.

7. In der THS-Akademie bekommst du einen realen Einblick in den Alltag eines  Pastors – wie sieht dieser aus? Was magst du besonders daran und was nicht?

Schwer zu sagen. Gefühlt hat man als Pastor auch viele verschiedene Arbeitsbereiche. Ich mag aber vor allem, dass man so viel mit Menschen zu tun hat. Man darf so viel aus dem Leben anderer Menschen mitbekommen und wie Gott sie verändert.

Ich glaube es kommt auch drauf an, was für eine Art von Gemeinde man hat und welchen Fokus diese Gemeinde verfolgt.

8. Was muss ein angehender Pastor unbedingt lernen?

Ich denke besonders wichtig ist, dass man lernt demütig zu sein. In modernen Kirchen werden die Pastoren oft auch sehr gehypt. Jesus selbst sagte: Er kam nicht, um sich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen. Als angehende/r Pastor/in muss ich aufpassen, dass mein Herz nicht stolz wird. Außerdem finde ich es wichtig, sich seine Identität in Gott zu kennen.

Wer für Gott all In gehen will, der wird vom Teufel  angegriffen und er wird probieren, dich nieder zu machen.

Damit muss man rechnen. Es ist wichtig zu wissen, was Gott sagt, wer du bist! Dazu gehört eine intensive,  konstante Beziehung zu Gott, damit man versteht, dass er einen liebt und so kann ich mich auch selbst lieben und erst dann bin ich in der Lage, all die Menschen zu lieben, die Gott mir in meinem Dienst anvertraut.

9. Viele Pastoren träumen vom großen Durchbruch und Gemeindewachstum  und werden enttäuscht. Einige steigen aus. Woran liegt das deiner Meinung nach?

Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Es gibt bestimmt auch da verschiedene Gründe. Aber wie schon erwähnt: Der Teufel wird immer angreifen. Er wird alles tun, um diese Arbeit zu unterbinden. Ich glaube, dass es viele Gute Ideen und Visionen gibt, die man umsetzen kann. ABER die Frage ist, ob es, in dem Rahmen in dem man sich befindet, auch Gottes Ideen und Visionen sind. Alles beginnt im Gebet und wenn ich  den Traum habe, z.B eine Gemeinde zu bauen, dann werde ich immer erst Gott fragen, was meine nächsten Schritte sind.

10. Warum hast du dich entschieden, bei der THS-Akademie deine Ausbildung  zu machen und nicht an einer anderen theologischen Hochschule?

Es gibt viele gute Schulen und Ausbildungen. Mein Mann und ich hatten aber das starke Gefühl, dass es zur THS geht. Ich denke, dass wir hier ganz richtig sind, weil die THS nicht einfach nur theologische Grundlagen vermittelt, sondern Leiter ausbildet bzw. weiter fördert. Wenn man von sich selber nicht sagen kann, dass man gerne leitet, dann gibt es bestimmt erstmal bessere Schulen oder Seminare. Außerdem ist das duale System für uns ein großes PRO gewesen. Nochmal 3 Jahre nur die Schulbank drücken wäre für uns weniger eine Option gewesen. Ich bin ein “Macher” und so liebe ich die Tatsache, mich auch richtig in meine Gemeinde einbringen zu können.

11. Was hast du bisher am meistens gelernt? Wo hast du dich durch die  Ausbildung verändert?

Ich glaube, dass ich mich einfach enorm angespornt fühle, weiterhin alles für Jesus zu geben, weil ich so unendlich viel zurück bekomme. Es ist ermutigend zu wissen, dass viele andere mit mir diese Ausbildung machen und alle für Gottes Reich brennen. Ich fühle mich durch die Ausbildung einfach auch gefestigter.

Ich laufe nicht nur blind auf irgendwas los weil ich Gott dienen will, sondern ich bekomme so viel Wissenswertes an die Hand, um dann in der Lage zu sein, alles später umzusetzen und wirklich diese  Durchbrüche zu erleben.

12. Wenn du dir eine typische Woche in 10 Jahren vorstellst – du darfst ganz  wild träumen – wie sähe sie aus?

Ich stelle mir vor, dass wir bis dahin eine Gemeinde bzw einen Campus leiten. Ich  wünsche mir, dass wir viele Events wie Konferenzen u.Ä. haben werden, zu denen viele Menschen kommen und persönliche Durchbrüche erleben. Das will alles geplant sein 😀

Außerdem wünsche ich mir enge Vernetzungen mit der Stadt zu Schulen, Unternehmen, Stadtfeste was auch immer. Ich stelle mir vor, wie die Menschen die Gemeinde genau kennen und es nur mit positiven Dingen verbinden. Dass sie ihre Kinder dort hinschicken, weil wir eine super Kinder- und Jugendarbeit haben werden. Unsere Räumlichkeiten werden wir vermieten, damit Unternehmen ihre Tagungen dort abhalten können und wir sie mit unserer Unterstützung segnen können. Dass wir bei Veranstaltungen der Stadt immer dabei sind und auf Bühnen Jesu Liebe und Rettung vermitteln können. Ganz persönlich kann ich mir auch noch Frauen- und Paararbeit vorstellen. Man merkt, ich hab viele Wünsche und Ideen und da werde ich mich selbst wieder  erinnern, dass ich das alles mit Gott bespreche und dann sehe, was die nächsten Schritte sind.

 

 

Und nun bist du dran:

Was ist DEINE Berufung von Gott?

Wenn Gott spricht, wird es immer besser!

 

Name: Rebecca K.

Alter: 18

Schulische Vorbildung: Abitur

 

1. Was sind deine Begabungen und Stärken?

Ich bin ein sehr fröhlicher, optimistischer und dankbarer Mensch. Mit meiner Freude oder persönlichen Worten kann ich gut Mitmenschen ermutigen und motivieren. Mir macht es Spaß, verschiedene Termine/ Veranstaltungen zu organisieren und ich bin sehr vielseitig interessiert sowie offen für Neues.

 

2. Was war dein Berufswunsch vor deiner Bekehrung? Was war deine Leidenschaft?

Ich wollte seit der 6. Klasse Lehrerin werden, da ich Schule sehr mochte, ich gerne mit Menschen arbeiten wollte, um ihnen zu helfen und sie zu unterstützen, wo ich kann… und um später als Missionarin in anderen Ländern zu arbeiten. Zwischendrin habe ich auch Psychologie in Erwägung gezogen, da mich dieses Fach sehr interessiert und viel mit meinem persönlichen Leben zu tun hat, jedoch habe ich bis zur 11. Klasse an dem Beruf der Lehrerin festgehalten.

 

3. Wie bist du von deinen Eltern und deinem Zuhause geprägt worden?

Ich bin in einem christlichen Elternhaus groß geworden und habe schon von Kindesbeinen an einen sehr lebendigen Glauben vorgelebt bekommen, wofür ich meinen Eltern unendlich dankbar bin. Sie haben mir dadurch das Wichtigste im Leben vermittelt! Mein Vater ist sehr barmherzig, hilfsbereit und leidenschaftlich in der Anbetung Gottes durch Musik und meine Mutter hat ein sehr starkes Gebetsleben sowie einen großen Glauben an Wunder. Beide haben mich dadurch in vielerlei Hinsicht geprägt.

 

4. Wann und wie hast du dich bekehrt? Wie kam der Sinneswandel, Pastor zu werden? Gab es eine bestimmte Situation als Auslöser?

Da mir Gott schon von klein auf als liebender Gott begegnet ist, der sich nach einer Beziehung zu mir sehnt und ich sehr gerne zu jeglichen Veranstaltungen gegangen bin, die in irgendeiner Weise mit Glauben zu tun hatten, würde ich sagen, dass mein Glaube schon sehr früh begonnen hat. Die Tiefe und das Verständnis für den Glauben haben sich natürlich in einem Prozess entwickelt und auch verändert (und tun sie immer noch ;)).
Doch ich würde auf alle Fälle sagen, dass ich mich schon im Grundschulalter bewusst für Gott entschieden habe.

Wie es dazu kam, dass ich mich letzten Endes doch gegen das Lehramtstudium entschieden habe?
Um Sport auf Lehramt zu studieren, muss man eine Sporteignungsprüfung machen, für die ich ca. ein halbes Jahr trainiert habe. Doch zwischen dem 1. und 2. Prüfungstermin hatte ich von Gott klar den Eindruck: Das ist nicht dein Weg; darin wirst du keine Erfüllung finden. Nach einigen Gebeten bin ich über GIVICI (da ich die Andachtsvideos geschaut habe) auf die THS Akademie gestoßen.

Ich bin im Vertrauen auf Gott erst gar nicht zum zweiten Prüfungstermin gegangen und hab mir 3 Monate später die THS Akademie beim Come-and-see Tag (CAST) angeschaut. Es gab sooo viele Bestätigungen für mich, dass das der richtige Weg ist.
Ein Punkt war zum Beispiel die Segnung am Ende.

Mich hat es überwältigt, wie Inga mir zugesprochen hat: „Gott möchte dich in alle Welt aussenden und dir die richtige Person an die Seite stellen.“

In der vierten Klasse haben wir im Kindergottesdienst um den Heiligen Geist gebetet und ich hatte damals klar den Eindruck, dass Gott mir sagt: „Ich möchte dich in alle Welt aussenden.“ Die Leiterin, die auch für mich gebetet hat, hatte denselben Eindruck.
Zu Gott habe ich dann immer gesagt: „Ich will das machen, was du von mir willst, aber bitte schenk doch, dass ich das nicht allein mache.“ Inga konnte von all dem ja nichts wissen; beim CAST habe ich nichts davon erwähnt. Und dann spricht sie genau in diese Situation das Wort Gottes hinein. Noch ein oder zwei Jahre vorher habe ich überlegt, ob Gott das immer noch so meint und dann kam hier die Bestätigung und Ermutigung daran festzuhalten. Und zusätzlich die Zusage: „Ich sehe dich. Und ich werde dir die richtige Person an die Seite stellen.“

Gottes Wege sind manchmal unergründlich, aber durch Momente wie diese weiß ich, dass ich an einen Gott glaube, der treu ist und der so viel mehr sieht, als ich es kann.

Sport bewegt mich immer noch (im wahrsten Sinne des Wortes ;)), aber noch viel mehr bewegt mich die tiefe Liebe und Freude, die Gott mir schenkt! Und Sport und Glaube kann man super kombinieren – mal sehen, was daraus noch entsteht.

 

5. Hast du nicht Sorge, als Pastor ein ziemlich langweiliges und anstrengendes Leben zu führen? Verzicht, hohe moralische Ansprüche, ständig nervige Menschen oder sogar Arbeitslosigkeit?

Ich wurde schon manchmal gefragt, ob ich mit meinem Abi nicht einen besser bezahlten oder angeseheneren Beruf machen möchte. Aber den tiefen Frieden, den ich bei dieser Entscheidung bekommen habe, der ist unbezahlbar und so viel mehr wert als Geld. Ich möchte in Menschen investieren und nicht in Besitz, der so schnell vergeht und mich letzten Endes innerlich leer lässt.

Langeweile ist für mich dann da, wenn man nichts zu tun hat und unterfordert ist – und als Pastor hat man immer was zu tun und unterfordert bin ich dann, wenn ich zu klein träume.

Anstrengend wird es dann, wenn es um MEINEN Erfolg, MEINE Gemeinde geht, ICH im Mittelpunkt bin und alles aus MEINER Kraft geschieht. Doch wenn ich mir bewusst bleibe, dass es um GOTTES Verherrlichung, Ehre und Geschichte geht, ER im Mittelpunkt ist und es alles aus SEINER Kraft geschieht, dann ist das eine wichtige Grundlage, um effektiv SEIN Reich zu bauen, aber auch um zu merken, dass ich ein Mensch sein darf, der auch Ruhe braucht.

 

6. Kannst du als Unternehmer oder Politiker nicht genauso effektiv das Reich Gottes bauen wie als Pastor?

Ja klar, schließlich sollten alle Christen Vollzeit- und nicht Teilzeit- Christen sein. Da wo Gott uns hineingesät hat, sollen wir blühen! Das geht überall, ganz egal wo wir sind!
Für mich persönlich (mit meinen Begabungen und meiner Leidenschaft) ist Pastorin der Weg, durch den ich am effektivsten Reich Gottes bauen kann.

 

7. Was muss ein angehender Pastor unbedingt lernen?

1. Ruhe

Ich nenne meine Zeit mit Gott auch sehr gerne „Quality time“, weil sie genau das sein sollte: Eine Zeit voller Qualität. Ganz persönlich. Ermutigend, spannend, echt, lebensverändernd. Bei mir selbst merke ich, dass sie mitunter ein treibender Motor für meine Arbeit mit Gott und für sein Reich ist. Aus dieser Fülle, die Gott mir schenkt, kann ich dann auch anderen weitergeben, mit was Gott mich gefüllt hat, ohne dabei selber auf der Strecke zu bleiben.

2 . Kultur prägen und leiten

Als angehender Pastor sollte man unbedingt lernen, einen Unterschied zu machen! Eine Kultur kann ich dadurch prägen, indem ich etwas vorlebe.

Wenn ich als Pastor einen dienenden/ evangelistischen/ fröhlichen/ gastfreundlichen oder sonstigen Lifestyle (vor-)lebe, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass viele der Gemeindemitglieder das übernehmen.

3. Grenzen setzen

Die richtigen Prioritäten zu setzen bleibt vermutlich eine Lebensaufgabe, aber man kann sich darin üben und lernen, an den richtigen Stellen „Nein“ zu sagen, um nicht von der Arbeit überwältigt zu werden und um eine gesunde Balance zwischen Körper, Seele und Geist zu finden.

4. Zeitmanagement und Selbstachtsamkeit

Überblick bewahren und dran denken, dass man immer noch ein Mensch ist und keine Maschine 😉

 

8. Viele Pastoren träumen vom großen Durchbruch und Gemeindewachstum und werden enttäuscht. Einige steigen aus. Woran liegt das deiner Meinung nach?

Ich denke, das liegt an verschiedenen Punkten:

1. Fokus auf „außen“ statt „innen“

Viele Pastoren fangen irgendwann an, sich über Mitgliederzahlen o.ä. zu definieren und vergleichen, dabei geht es darum nicht! Wir bauen schließlich GEMEINSAM Gottes Reich 😉

Total wichtig ist, dass wir echte Jünger ausbilden, die wiederum dann ein Herz bekommen, um die Liebe Jesu weiterzutragen.

Jesus hatte 12 Jünger, denen er intensiv gezeigt hat, was es bedeutet, ihm nachzufolgen. Eine Gemeinde sollte eine gesunde Balance haben, zwischen
a) Dem Suchenden begegnen und daraus einen Glaubenden machen
b) Aus dem Glaubenden einen Nachfolger Jesu machen
c) Aus dem Nachfolger einen „Jüngermacher“ hervorbringen

2. Fokus auf dem ICH statt auf dem WIR

Als Pastor muss man sich im Klaren sein, dass man nicht für alles verantwortlich sein kann, was in der Gemeinde passiert. Nur als Team kann man effektiv eine Gemeinde voranbringen

3. Fokus auf dem Fallen, statt auf dem Aufstehen

Was einen Sieger von einem Verlierer unterscheidet: Er steht einmal mehr auf. Das ist nicht immer leicht, aber hat Gott uns nicht Seine Auferstehungskraft zugesichert?
„Durch die mächtige Kraft, die in uns wirkt, kann Gott unendlich viel mehr tun, als wir je bitten oder auch nur hoffen würden.“ (Epheser 3,20)
Aus Fehlern sollten wir lernen und versuchen nach vorne zu schauen. Niemand ist perfekt, aber das sollte kein Grund sein aufzugeben. Trauer blickt zurück, Sorge schaut sich um, Glaube blickt nach oben!

4. Fokus auf dem „Für“ statt dem „Mit“

So leicht passiert es, dass wir viel für Gott, aber wenig MIT ihm tun. Gott sollte mein Gegenüber in allen Entscheidungen meines Lebens sein und dafür ist die Beziehung zu ihm so wichtig!

5. Fokus verloren

Wir verlieren den Fokus, wenn wir die „Quality Time“ mit Gott nicht mehr als solche leben. Wenn es nicht mehr um Gott, sondern um Anerkennung, Macht o.ä. geht, dann haben wir definitiv den Fokus verloren. Da hilft es sich Ruhe zu nehmen, um sich zu besinnen. Nicht umsonst haben wir den Sabbat als Ruhetag geschenkt bekommen 😉

 

9. Warum hast du dich entschieden, bei der THS-Akademie deine Ausbildung zu machen und nicht an einer anderen theologischen Hochschule?

Ich liebe die Vielfalt der Meinungen, die ich hier finden kann und gleichzeitig die starke Verbundenheit, die wir durch Jesus haben.

Da die THS eine überkonfessionelle Hochschule ist, bekommt sie mit ihrem Praxisteil einen Einzigartigkeitscharakter. Theologie ist für mich dann relevant, wenn ich sie anwenden kann und das wird hier definitiv gelehrt und gezeigt!

 

10. Was erwartest du von den nächsten drei Jahren?

Ich wünsche mir, dass mich die nächsten drei Jahre in vielerlei Hinsicht positiv prägen:
– Dass mein Charakter geschliffen wird und ich Jesus ähnlicher werde
– Dass ich lerne kraftvoll zu predigen
– Dass meine Beziehung zu Jesus noch tiefer wird und ich dadurch viele Leute inspirieren kann
– Dass ich bisher unentdecktes und/oder ungenutztes Potential entfalten kann
– Dass Gott mir immer klarer eine Vision zeigt, wie es weitergeht und was nach den drei Jahren dran ist

 

11. Wenn du dir eine typische Woche in 10 Jahren vorstellst – du darfst ganz wild träumen – wie sähe sie aus?

Gemeinsam mit meinem Mann bin ich im Bereich der christlichen Sportarbeit aktiv und wir sind immer mal wieder in verschiedenen afrikanischen Ländern, um dort zu unterrichten, christliche Sportarbeit aufzubauen und Gemeinden, aus Hauskirchen entstehend, zu gründen.
Aber wie ich Gott kenne, hat er vermutlich was ganz anderes im Sinn – etwas das so viel besser ist als alles, was ich mir vorstellen könnte.

 

Und nun bist du dran:

Was ist DEINE Berufung von Gott?

 

Gott suchen und Berufung leben

Name: Björn Ahlers

Alter: 25

Schulische Vorbildung: Realschulabschluss / Kaufmann im Einzelhandel /
Handelsfachwirt

 

1. Was sind deine Begabungen und Stärken?

Definitiv meine kommunikative, aufgeschlossene Art. Zudem aber auch mein Ehrgeiz und unternehmerisches Denken. Am allermeisten aber, dass ich Jesus in meinem Herzen trage.

2. Was war dein Berufswunsch vor deiner Bekehrung? Was war deine Leidenschaft?

Vor meiner Berufung habe ich schon fast zehn Jahre im Lebensmitteleinzelhandel gearbeitet. Zuletzt war ich Marktleiter mit der Perspektive auf meinen eigenen Markt. Dieser Beruf und die Abwechslung haben mir sehr viel Freude bereitet. Ich war wirklich leidenschaftlich dabei!

3. Wie bist du von deinen Eltern und deinem Zuhause geprägt worden?

Was meine Eltern angeht, habe ich den größten Segen erhalten. Sie haben mich im Glauben erzogen und mich auch sonst auf meinem Lebensweg sehr gut hinbekommen 😊
Wir lebten im gleichen Haus (noch heute steht unsere Wohnung für mich und meine Frau leer, dass wir immer wieder nach Hause kommen können).
Wir haben gemeinsam in den gleichen Märkten gearbeitet (Familienunternehmen). Zudem auch fast immer gemeinsam Urlaub gemacht und auch sonst eine Menge Zeit miteinander gehabt.

4. Wann und wie hast du dich bekehrt? Wie kam der Sinneswandel, Pastor zu werden? Gab es eine bestimmte Situation als Auslöser?

Interessanterweise gab es, wie bei den meisten, keine bestimmte Situation. Der einzige Auslöser war, dass mein guter Kumpel Chris von einem Missionseinsatz wiederkam und voll für Jesus brannte. Da habe ich einfach angefangen zu beten, dass ich Jesus 100% geben möchte. Egal, was das für mich heißt. Mir war da auch wirklich noch nicht bewusst, was das für mich heißen würde 😊

5. Hast du nicht Sorge, als Pastor ein ziemlich langweiliges und anstrengendes Leben zu führen? Verzicht, hohe moralische Ansprüche, ständig nervige Menschen oder sogar Arbeitslosigkeit?

Zur ersten Frage: Definitiv NEIN!
Der Beruf als Pastor ist nie langweilig. Wir müssen von dem Gedanken wegkommen, dass eine Kirche ein Gemäuer aus dem 12. Jahrhundert, mit Bänken aus dem 15. Jahrhundert und einer Orgel, die im 19. Jahrhundert restauriert wurde, ist!!! Dann kommt der mit schwarzer Kutte gekleidete Pfarrer rein, erzählt ne Stunde was, dann werden 4 Koräle gesungen und dann ist der Arbeitstag vorbei.

So ist es nicht Freunde!!!

Die Kirchen müssen, wie alles andere in der Welt auch, mit der Zeit gehen. Das allein auf die Beine zu stellen ist super spannend, denn die Welt war noch nie schnelllebiger als zu diesen Tagen. Zudem ist Kirche kein kultureller Treffpunkt, sondern ein Ort wo sich Menschen zu Hause fühlen. Ich habe schon mein ganzes Leben mit Menschen zu tun und genieße es, Menschen um mich zu haben. Da spielt nervig keine Rolle. Es ist die Perspektive, die Menschen nervig macht. Ich würde eher sagen, je nerviger, desto abwechslungsreicher. Spaß haben kann man immer.
Das Thema Arbeitslosigkeit spielt für mich keine Rolle. In der Bibel steht, wenn ihr in meinem Namen bittet, so werdet ihr erhalten. (Joh. 14,13)
Das ist eine klare Aussage, die jeden Lebensbereich betrifft!

6. Kannst du als Unternehmer oder Politiker nicht genauso effektiv das Reich Gottes bauen wie als Pastor?

Das kann ich definitiv. Ich habe den Glauben mit in unsere Firmenphilosophie eingebunden und in unsere Smallgroup kamen oft auch Arbeitskollegen, die mit dem Glauben nichts oder nur wenig am Hut haben. Zudem haben die Mitarbeiter gemerkt, dass bei uns im Unternehmen ein anderer Wind weht und wir haben natürlich klar kommuniziert, woher dieser Wind weht. Außerdem ist man direkt am Geschehen dieser Welt, wo man Licht sein kann. Wenn Jesus nicht klar zu mir gesagt hätte, mach was anderes, wäre ich jetzt noch Unternehmer.

7. In der THS-Akademie bekommst du einen realen Einblick in den Alltag eines Pastors – wie sieht dieser aus? Was magst du besonders daran und was nicht?

Da ich für die Ausbildung in einer der größten Gemeinden Deutschlands untergekommen bin, sehe ich täglich viele verschiedene Facetten des Berufs. Natürlich mag ich die organisatorische Arbeit sehr gern. Ich glaube hier bin ich einfach ein wenig vorbelastet.
Schwierig ist es, vom Effizienzdenken der Wirtschaft ein Stück weit Abstand zu nehmen, vor allem wenn es um Predigtvorbereitungen geht. Hier ist es wichtig, den Fokus auf Gott zu haben und nicht nach einer halben Stunde schon nervös zu werden, wenn man erst zwei Sätze auf Papier gebracht hat.

8. Was muss ein angehender Pastor unbedingt lernen?

Ein angehender Pastor muss unbedingt lernen, auch seine private Zeit mit Gott zu verbringen. Man ist so gefüllt mit Arbeit für Gott und mit Gott, dass man sich schon recht erfüllt fühlt. Dennoch ist es extrem wichtig, die persönliche Beziehung zu Gott nicht schleifen zu lassen. Das ist eine der größten Herausforderungen.

9. Viele Pastoren träumen vom großen Durchbruch und Gemeindewachstum und werden enttäuscht. Einige steigen aus. Woran liegt das deiner Meinung nach?

Ich kann mir vorstellen, dass der lange Atem fehlt. Der olympische Ehrgeiz. Der Wille, das Ding bis zum Ende durchzuziehen.
Ich habe neulich einen Pastor aus Australien getroffen, der von Gott die Vision bekam, in Indien Gemeinde zu bauen. Und er war so begeistert davon und hat jedem davon erzählt. Er wird nach Indien gehen und dort Gemeinde bauen. Jahrelang ist nichts passiert. Dann sagte der Senior Pastor seiner Gemeinde in einer Predigt, dass er nächste Jahr nach Indien geht um Gemeinde zu bauen. Er freute sich. Doch im nächsten Jahr predigte der Senior Pastor wieder, dass der besagte Pastor nach Indien gehen würde um Gemeinde zu bauen. Es dauerte zehn Jahre, von dem Tag an, wo dieser Pastor die Vision von Gott bekam, bis zu dem Tag, an dem es wirklich losging. Ich denke das viele Pastoren in ihrer und nicht in Gottes Zeitrechnung denken. Das Visionen zu schnell hinfällig gemacht werden. Abraham ist hier ein gutes Beispiel (1.Mose 15,4 und folgende). Die Challenge ist es, dran zu bleiben an Gottes Worten und sich diese immer wieder vor Augen zu halten. Er ist treu.

10. Warum hast du dich entschieden, bei der THS-Akademie deine Ausbildung zu machen und nicht an einer anderen theologischen Hochschule?

Die THS ist insofern sehr ansprechend, da es einen sehr hohen Praxisbezug gibt. Das merkt man schon im Studium. Ich hätte wirklich keine Lust gehabt, nochmal drei Jahre nur zu studieren. THS bietet hier mit ihrem 3×3 System einen hervorragenden Ausbildungsplan. Drei Tage Theorie, drei Tage Praxis in der Church. Das ist abwechslungsreich und zugleich kann man sich mit Fragen und Anmerkungen direkt an seinen ausbildenden Pastor wenden.

11. Was hast du bisher am meistens gelernt? Wo hast du dich durch die Ausbildung verändert?

Da wir in der Church eine Atmosphäre der Wertschätzung großschreiben, habe ich am meisten gelernt, wie ich meinen Nächsten richtig wertschätze, sodass er sich auch angenommen fühlt.

12. Wenn du dir eine typische Woche in 10 Jahren vorstellst – du darfst ganz wild träumen – wie sähe sie aus?

Ich würde montags frei machen. Ins australische Outback fahren. Ein paar Schnappschüsse landen. (Ich bin leidenschaftlicher Hobbyfotograph) und den Rest der Woche würde ich Gemeinde in Australien bauen. Das wäre schon nice. Hillsong ein bisschen Konkurrenz machen 😉

Und nun bist du dran:

Was ist DEINE Berufung von Gott?

Ohne THS wäre ich heute nicht in Kenia

Name: Marco Fries

Alter: 34

THS abgeschlossen im Jahr: 2012 (Schule) 2014 (Studium)

Tätigkeiten seitdem: Sozialarbeiter (bis 2017) danach Aufbau einer Jünger- und Leiterschaftsschule in Kenia

 

1. Was waren deine größten Herausforderungen während THS?

Fachlich: Leiter über Leiter zu werden.

Persönlich: Manchmal war es schwierig, das zu tun, was Gott wollte. Vor allem, als Gott wollte, dass ich nach Afrika gehe, ich aber nicht wollte. Da habe ich gegen Gott gekämpft und nicht mit ihm. Das war eine echt herausfordernde, aber sehr lehrreiche Zeit.

2. In welchen Bereichen hast du bei THS am meisten gelernt?

Fachlich: Predigen

Persönlich: Umgang mit Krisen

Das sind tatsächlich die Tools, die ich täglich brauche und am meisten mit umgehen muss. Unser Weg nach Afrika war unglaublich lang und sehr beschwerlich. Immer wieder haben wir befürchtet, unser Vorhaben nicht umsetzen zu können. Aber THS bereitet einen auch auf solche Situationen vor.

Krisen können natürlich sehr vielseitig und unterschiedliche aussehen, aber es geht um die Herzenshaltung und darum, immer wieder aufzustehen. Das wird während der Ausbildung sehr intensiv trainiert.

 

3. Wie sah deine Arbeitswoche in der Gemeinde konkret aus?

Als ich die Ausbildung machte, war das Studium noch ein Fernstudium, für dessen Studienzeiten man immer hart kämpfen musste, weil es so viel Gemeindearbeit gab, dass ich manchmal kaum zum Studieren kam.

In der Gemeinde war ich vor allem im Hauskreisbereich eingesetzt, wo ich der Hauskreisgesamtleitung zuarbeitete, aber auch selbst 2 Hauskreise leitete. Zudem war ich einmal pro Woche zum Evangelisieren mit einem Team auf der Straße. Auch leitete ich zeitweise noch eine Kindergruppe. Meist gab es unter der Woche noch weitere Organisations- oder Teamtreffen, an denen ich teilnahm, ungefähr eines pro Woche (Hauskreisleitertreffen, Kinder- und Jugendleitertreffen, Gottesdienstleiter-Treffen oder auch Teamtreffen der von mir zu verantwortenden Bereiche). Sonntags war ich auch in verschiedenen Kinder- und Jugendgruppen tätig oder hatte Aufgaben im Gottesdienst.

4. Gab es ein prägendes Erlebnis mit Gott bei THS?

Klar, ohne THS wäre ich heute eher nicht in Afrika und würde mit Sicherheit nicht das machen, was ich mache! Es war ein sehr langer Prozess, der mich viel Kraft gekostet hat aber auch erkennen/lernen lies, dass Gottes Pläne echt gut sind und zu meinem Besten dienen.

5. Was genau machst du jetzt?

Ich lebe mit meiner Frau in Kenia und momentan kooperieren wir mit einer Organisation und helfen jungen Menschen so auf verschiedene Arten eine göttliche, hoffnungsvolle Perspektive für ihr Leben zu finden (wir unterrichten an einer sehr praxisorientierten Jüngerschaftsschule vor Ort, gehen aber auch an Schulen bzw. High-Schools).

Mittelfristig möchten wir Leiter ausbilden, die christlich-soziale Einrichtungen wie Gemeinden, Schulen, Waisenhäuser, Berufsschulen aufbauen, um so noch mehr Menschen erreichen zu können und diesen Hoffnung und eine göttliche Perspektive für ihr Leben zu geben.

6. Fiel dir der Einstieg in den vollzeitlichen Dienst/ins Pastorenleben schwer? Hast du Anlaufzeit benötigt?

Es war anders als gedacht und herausfordernd. Aber ich wusste, dass das der Platz ist, an dem Gott mich haben wollte. Die Studienphase ist nun mal anders als der Einstieg ins Pastorenleben.

Aber ich habe mich sehr gut ausgebildet und vorbereitet gefühlt! Ich war definitiv bereit für diesen Schritt.

7. Von welchem Unterrichtsinhalt zehrst du bei deiner heutigen Aufgabe am meisten?

Das fällt mir wirklich schwer, das zu beantworten. Es ist auch schon 5 Jahre her mit dem Unterricht. Ich weiß nicht, ob es DAS Fach gab, von dem ich am meisten mitgenommen habe. Ich glaube, am meisten hat mir geholfen, dass mit sehr viel Praxisbezug gearbeitet wurde.

Das versuche ich heute, bei meinen Schülern auch so umzusetzen. Immer zu schauen, was heißt das für mich und wie hilft es mir in der Praxis und in meinem Leben.

8. Was ist deiner Meinung nach wichtig für einen Pastor in seiner Ausbildung?

In Liebe, in Glaube und in Leitung zu wachsen. Lernen mit Krisen umzugehen und wie diese einen näher zu Gott bringen. Lass dich nicht in schwierigen Phasen unterkriegen. Es ist normal, sogar sehr wichtig, während der Ausbildung an seine Grenzen zu kommen.

Nur so lernt man, was Wachstum bedeutet, um als Pastor und Leiter voranzugehen..Verzweifel nicht daran sondern lerne damit umzugehen, dein Ziel im Auge zu behalten und hart dafür zu kämpfen!

9. Wie lässt dich der berufliche Alltag mit deinem Familienleben vereinbaren?

Gut 🙂  Meine Frau ist auch meine Arbeitskollegin. Aber klar, wenn Kinder kommen und das alles etwas wächst, wird es sicher herausfordernder, aber wir werden es meistern. J

10. Für wen ist das duale Ausbildungsprogramm von THS optimal?

Für jemanden, der genau weiß, dass er Pastor werden will und nichts anderes. Wenn du die Hingabe zu Menschen und Gottes Reich spürst, wirst du ein Leben führen, das du dir jetzt noch nicht vorstellen kannst.

So entbrannte meine Leidenschaft für Jesus

Name: Dominik Öttinger

Alter: 21

Schulische Vorbildung: Kaufmännische Fachhochschulreife

 

1. Was sind deine Begabungen und Stärken?

Ich bin jemand, der Begabungen und Stärken bei anderen Menschen erkennt und fördert. Ich bin auch jemand, der Nöte sieht und hilft.

 

2. Was war dein Berufswunsch vor deiner Bekehrung? Was war deine Leidenschaft?

Ich wollte früher Polizist werden und die Menschen, die ich nicht mochte, einsperren 😉

Neue Kulturen kennen zu lernen und Länder zu bereisen war schon immer eine Leidenschaft von mir. Früher als Kind las ich Bücher und schaute Dokus an, wo es um fremde Kulturen ging.

 

3. Wie bist du von deinen Eltern und deinem Zuhause geprägt worden?

Ich bin in einem beschützten christlichen Elternhaus aufgewachsen. Meine Eltern zeigten mir früh, dass Gott alle Menschen liebt, egal was sie gemacht haben. Meine Eltern leiten seit 20 Jahren ehrenamtlich eine christliche Gefangenenhilfe, wodurch ich viel Kontakt mit Menschen hatte, denen man normalerweise nicht so begegnet. Ich merkte schon als Kind, dass Gott Menschen verändern kann. Dies beeinflusste mein Leben sehr stark! Ich wusste: Gott ist real.

 

4. Wann und wie hast du dich bekehrt? Wie kam der Sinneswandel, Pastor zu werden? Gab es eine bestimmte Situation als Auslöser?

Ich wusste, Gott ist real und wirkt heute… Doch was bedeutet das für mich?

Diese Frage stellte ich mir und fand erstmal keine Antwort. Ich lebte mein Leben so, wie es mir gefiel. In der Schule war ich ein anderer, als in der Gemeinde und Zuhause.

Mein älterer Bruder fing an, voller Leidenschaft für Jesus zu brennen und ich merkte, dass ich das auch will. Mit 14 Jahren ließ ich mich überzeugt taufen. Eine Woche später war ich auf einem christlichen Camp, wo ich den lebendigen Jesus in seiner Kraft kennen lernte. Mehrere Stunden lag ich teilweise auf dem Boden und musste lachen und weinen, da ich zum ersten Mal seine Liebe und Herrlichkeit kennen lernte. Mein Leben hat sich komplett verändert! Ich konnte nicht mehr anders, als Menschen zu Jesus zu führen. Deshalb fing ich an, in der Gemeinde Verantwortung zu übernehmen. Ich wusste: Meine Berufung ist es Pastor zu werden.

 

5. Hast du nicht Sorge, als Pastor ein ziemlich langweiliges und anstrengendes Leben zu führen? Verzicht, hohe moralische Ansprüche, ständig nervige Menschen oder sogar Arbeitslosigkeit?

Ich glaube als Pastor hat man keinen leichten Job. Aber auf keinen Fall einen langweiligen Job! Viele junge Christen haben ein sehr heiles Bild von Gemeinde. Doch selbst in der besten Gemeinde sind unperfekte Menschen und man selber steht mit seinen Fehlern vornedran. Deshalb muss man sich jeden Tag auf Gottes Gnade verlassen. Doch wenn man Jesus in den Mittelpunkt stellt, in allem was man tut und das Feuer der Leidenschaft behält, ist das ein großartiger und erfüllender Dienst.

 

6. Kannst du als Unternehmer oder Politiker nicht genauso effektiv das Reich Gottes bauen wie als Pastor?

Als Unternehmer oder Politiker kann man genauso effektiv Reich Gottes bauen wie als Pastor. Vielleicht sogar effektiver, da man in Bereichen Einfluss hat, in die ein Pastor niemals hineinkommen könnte.

 

7. Was muss ein angehender Pastor unbedingt lernen?

Selbstdisziplin, Zeitmanagement und die persönliche Zeit mit Gott finden! Dadurch erhält man eine gesunde Balance, die in diesem Arbeitsfeld unverzichtbar ist!

 

8. Viele Pastoren träumen vom großen Durchbruch und Gemeindewachstum und werden enttäuscht. Einige steigen aus. Woran liegt das deiner Meinung nach?

Es gibt viele verschiedene Gründe, warum Pastoren aussteigen. Die kann man nicht alle aufzählen. Ich nenne mal drei Gründe die aus meiner persönlichen Sicht sehr oft passieren:

  1. Der Pastor richtet sein Fokus auf die Menschen statt auf Gott.

Wer seinen Blick nur auf Menschen richtet, wird schnell enttäuscht und bitter.

Doch wer seinen Fokus auf Gott richtet, kann Kritik annehmen, weiss um seine eigene Schwachheit, aber auch um Gottes Gnade und lebt deshalb gnädiger.

  1. Gemeinde-Fokus anstatt Reich-Gottes-Fokus.

Dies bedeutet, in allem was der Pastor tut und redet, geht es um die eigene Gemeinde. Doch Jesus sagt wir sollen seine Gemeinde bauen. Dies bedeutet, der Pastor braucht eine globale Sicht auf die Gemeinde Gottes. Wer dies nicht hat, dreht sich nur um die eigenen Gemeindeprobleme, die aus einer Gemeindesicht groß aussehen, aber aus der Reich-Gottes-Perspektive (Jesu Perspektive) sehr klein aussehen.

  1. Den “secret place” vernachlässigen

Die persönliche Zeit mit Jesus ist das wichtigste, was ein Pastor braucht! Ohne diese brennt man aus. Man kann für Jesus arbeiten, aber ihn dabei nicht kennen.

 

9. Warum hast du dich entschieden, bei der THS-Akademie deine Ausbildung zu machen und nicht an einer anderen theologischen Hochschule?

Für mich war es wichtig, nicht nur mein theologisches Wissen aufzubessern, sondern ich will ausgebildet werden und eine Ausbildung ist immer theoretisch und praktisch. Dies ist hier der Fall.

 

10. Was erwartest du von den nächsten drei Jahren?

Ich wünsche mir dass ich in meinen Gaben wachse und neue Gaben entdecke. Ich will von meinen Leiter lernen und sie praktisch unterstützen. Ich glaube, dass neue Aufbrüche in meiner Gemeinde stattfinden werden.

 

11. Wenn du dir eine typische Woche in 10 Jahren vorstellst – du darfst ganz wild träumen – wie sähe sie aus?

Ich sehe mich darin, junge Christen auszurüsten, sie zu festigen im Glauben und als Missionare überall in die Welt auszusenden. Als Missionare in unerreichte Länder, als Missionare in Kirchen, als Missionare in Unternehmen und als Missionare in der Politik.

 

 

Und nun bist du dran:

Was ist DEINE Berufung von Gott?

 

So treibt mich Gottes Liebe an

 

Inga Haase (Leiterin der THS-Akademie) „Wenn ein Mensch Jesus begegnet, während er das Evangelium hört und versteht – ob in einem Gottesdienst oder in einem Einzel-Gespräch – und man spürt, wie der Himmel in diesem Moment auf die Erde kommt und ein Herz von dieser herrlichen, intergalaktischen Liebe Gottes gepackt und umgekrempelt wird, dann ist das für mich alles, was ich zum Glück brauche!“

 

1. Wie kam es zur Gründung der THS Akademie? Was war deine Motivation? 

Ui, eine längere Geschichte! Aber ich will sie für dich zusammenfassen: Ich habe in den 20 Jahren Gemeindearbeit als Pastorin drei Dinge schmerzhaft erfahren müssen:

  1. Das, was ich als Pastorin wirklich können muss, habe ich nicht auf der Bibelschule und erst recht nicht auf der Universität während meines Theologiestudiums gelernt! Ich musste viele unnötige Fehler machen, Menschen und mich selber enttäuschen und viele schmerzhafte Niederlagen erleben, um zu lernen, wie man Gemeinde baut und Menschen führt.
  2. Junge, feurige Menschen, die aus einer 4-5-jährigen theologischen Ausbildung zu uns in die Gemeinde kamen, waren für den pastoralen Dienst nicht ausgerüstet. Wir mussten Mitarbeiter schweren Herzens entlassen, weil sie dem Dienst nicht gewachsen waren, obwohl sie die Ausbildung zum Pastor gemacht haben.
  3. Das Reich Gottes geht nicht in der Geschwindigkeit voran, wie ich mir das gewünscht hatte. Viel zu viele Menschen blieben vom Evangelium unberührt, weil es an Gemeinden und Leitern fehlte, die diese Menschen erreichen können.

Diese Tatsachen trieben mich ins Gebet. Jesus zeigte mir eine Lösung: Junge Menschen so ausbilden und aussenden, wie er es mit seinen Jüngern gemacht hat.  Nicht nur in meiner Umgebung, sondern überall! In allen Regionen Deutschlands und dann auch auf der ganzen Welt.

 

2. Wie ist das Konzept des dualen Systems entstanden?

Jesus hat seine Jünger dual ausgebildet: Er hat sie gelehrt und zur gleichen Zeit ist er mit ihnen gemeinsam von Stadt zu Stadt gezogen, hat gepredigt und Menschen geheilt. Vor allem hat er die Jünger beauftragt, es zu tun!

Wenn ich einen Surfer ausbilde, indem ich ihn 4 Jahre auf eine Universität stecke und von den besten Surfern der Welt im Klassenzimmer unterrichten lassen, was würde passieren? Er würde danach alles über Surfen WISSEN, aber er würde es nicht KÖNNEN. Die erste Welle, die er nach den vier Jahren voller Leidenschaft und Hoffnung nimmt, würde ihn innerhalb kürzester Zeit vom Brett reißen und so in die Tiefe drücken, dass er sich die restliche Zeit seiner Surferlaufbahn auf seinem Brett festklammern würde – hoffend darauf, dass keine Welle mehr kommt…

Gott hat mir ein wunderbares Profiteam zur Seite gestellt: Direktoren, Lehrer, Pastoren, Banker, Unternehmer, Theologen und einfache Pragmatiker. Gemeinsam haben wir in den letzten 6 Jahren die duale Ausbildung, das 3×3 Programm der THS-Akademie entwickelt und bei der ADD in Deutschland anerkennen lassen. Ohne Gottes Wirken hätten wir das nie geschafft. Aber mit ihm sind wir tatsächlich von einem Wunder zum nächsten gelaufen. Ich hatte noch nie in meine Leben ein so kraftvolles Projekt wie die THS.

 

3. Welche Erlebnisse bei THS sind dir besonders in Erinnerung geblieben?

  1. Einer der ersten THSler veranstaltete einen Glaubensgrundkurs mit Menschen, die sich zum Teil einfach auf der Straße bei einem evangelistischen Einsatz bekehrt hatten. Ich saß eines Abends in diesem Glaubengrundkurs. Es waren ca. 10 Teilnehmer dabei. Ich sollte unserem THSler eine Bewertung für die Leitung der Gruppe geben, was zu seiner Ausbildung gehörte. Am Ende des Abends fragte der THSler, ob jemand ein Gebetsanliegen hätte. Ich meldete mich und meinte, dass wir ein Studentenwohnheim für die THS Akademie bräuchten. In dem Moment strahlte eine Teilnehmerin neben mir, die sich frisch für Jesus entschieden hatte: „Ich habe ein Haus für euch!“ In der Tat hatte sie das. Es ist heute unsere THS-Zentrale mit 24 Zimmern, Seminarraum, Büros, Kapelle, Küchen und Speisesaal.

 

  1. Ich stand gemeinsam mit unserer Hausmutter, unserem Bauleiter und den Handwerkern in einem Zimmer in unserem THS-Haus. Wir waren verzweifelt darüber, dass sich der Boden erschreckend stark geneigt hatte. Irgendwo musste ein morscher Balken im Gemäuer des Hauses sein. Wenn wir den nicht ausbessern würden, drohte das Haus zusammen zu brechen. Aber wo? Wir konnten ja nicht alle Wände aufklopfen! Am nächsten Tag kam unser Handwerker und meinte, er hätte von Gott einen Traum in der Nacht bekommen und wüsste jetzt, wo der morsche Balken war. Tatsächlich befand er sich genau an der Stelle, die er im Traum gesehen hatte und konnte ausgebessert werden. Gott ist so großartig!

Ich könnte hier wahrscheinlich endlos weitererzählen. Wenn wir tun, was Gott sagt, tut er, was er zugesagt hat.

 

4. Welche Hürden waren seit der THS Gründung besonders schwer zu überwinden? Gab es Momente, an denen du aufgeben wolltest?

  1. Mitarbeiter finden: Ich wusste gar nicht, wo und wie ich da anfangen sollte. Ich brauchte Hilfe bei den Finanzen, bei der Schule, den theologischen Bereichen, Haus, Werbung, Studenten. Die Liste war so lang und am Anfang war ich ganz alleine. Das Gefühl kann man sich gar nicht vorstellen.
  2. Gegenwind: Am Anfang kamen erschreckend viele Menschen, auch aus den eigenen Reihen, die ihre Zweifel, Bedenken und sogar auch Kritik an mir und dem Projekt sehr deutlich und auch mehrmals äußerten. Das war nicht nur verletzend, sondern säte auch in mir Zweifel an meinem Auftrag.
  3. Niederlagen: Am Anfang haben mehr Dinge nicht funktioniert, als Dinge, die funktioniert haben. Vier Wochen Arbeit brachten fast keinen Ertrag. Ich habe zum Beispiel einen ersten Businessplan über 50 Seiten geschrieben, den ich später in den Papierkorb schieben musste, weil er einfach nicht gut genug war. Oder Sponsorensuche: Hier habe ich 100 Mails rausgeschickt, von denen eine Rückmeldung kam. Und dies war keine Zusage, sondern nur eine Nachfrage.

Die Momente, in denen meine Gefühle aufhören wollten, kann ich nicht mehr zählen. Aber Gottes Geist in mir lies es nicht zu! Er war es, der mich immer wieder aufgerichtet und gestärkt hat. Manchmal einfach nur durch seine Gegenwart, oft aber auch mit kleinen Erfolgserlebnissen, die immer wieder zur richtigen Zeit kamen.

Ich kann mit Mose bezeugen:
5. Mo 29,4: „Er hat euch vierzig Jahre (Bei uns waren es ein paar Monate J)  in der Wüste wandern lassen. Eure Kleider sind euch nicht zerrissen, auch deine Schuhe nicht an deinen Füßen.“

 

5. An welchen Herausforderungen bist du persönlich besonders gewachsen?

An allen! Aber wenn du nach den „Besonderen“ fragst, dann waren es für mich sicherlich die Punkte, die für mich die schmerzhaftesten waren. Dazu zähle ich den Gegenwind und die Angriffe von Menschen aus den eigenen Reihen. Hier durfte ich lernen Menschen zu vergeben und zu wissen, dass ich nicht besser bin als diese Menschen. Gott hat mir gezeigt, wo ich andere Menschen verletzt habe. Der berühmte Balken in meinem eigenen Auge. Deshalb kann ich Menschen heute wirklich viel besser verzeihen und so lieben, wie sie sind. Mit allen Fehlern. Weil Jesus das bei mir auch tut.

Der zweite Bereich ist Geld. Mein Mentor musste mich am Anfang vom Geist der Furcht frei beten, da ich eine dermaßen große Abneigung hatte, Menschen konkret um Geld zu bitten. Ich habe heute keine großen Probleme mehr, für eine beliebige Summe Geld zu glauben und zu fragen, wenn ich sie für etwas brauche, das Gott mir aufträgt. Auch wenn es nicht gerade zu meiner Lieblingsbeschäftigung gehört.

Der dritte Bereich ist GEDULD. Ich bin ein extrem ungeduldiger Mensch! Aber mit dem Aufbau der THS-Akademie musste ich lernen lange, lange, lange, lange durchzuhalten. Dranbleiben. Noch mal probieren. Hinfallen. Aufstehen. Besser werden. Und noch einmal dranbleiben. So ganz langsam finde ich sogar Gefallen daran!

 

6. Was macht für dich den Reiz aus, weitere Standorte zu gründen? Was treibt dich an?

Jesus.

Er öffnet mir immer wieder die Augen für die Verlorenheit der Welt ohne ihn. Dieses Feuer wird mich wohl bis ins Grab begleiten.

 

7. Neben Standorten in Deutschland bringst du THS auch nach Amerika. Wie kam das zustande? Wo startet THS zuerst?

Oh ja, diesen Schritt hätte ich mir tatsächlich in meinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können. Ich muss dazu sagen, dass ich in den USA meine Berufung zur Gemeindegründung bekommen habe. Es war in einem Seminar mit Peter Wagner. Deshalb ist die USA für mich ein bisschen wie eine Kinderwiege. Ein zweites Zuhause. Ein Ort, der mich ungemein geprägt hat.

Aber der Grund dafür, dass wir jetzt wirklich in die USA gehen, um dort THS-Standorte zu gründen, liegt darin, dass wir durch unseren Kontakt in die Staaten gehört und selber erlebt haben, dass es dort die gleiche Not gibt, wie in Deutschland: Zu wenig und vor allem zu theoretisch ausgebildete, geistliche Leiter. Diese Erkenntnis hat uns erst einmal gepackt. Dann aber war es wieder einmal ein sehr deutliches Reden Gottes zu Tom und mir, dass wir dorthin gehen sollen, um THS weiter zu verbreiten. Nach dem Reden Gottes wurden uns auch schnell Türen aufgemacht. Pastoren, die uns unterstützen, Finanzen und auch Mitarbeiter, die wir schon vor Ort haben und die alles vorbereiten. Innerhalb eines Jahres haben wir viele Gemeinden, die ihre Kooperation als Ausbildungsgemeinden zugesagt haben, wir haben eine NGO und damit auch ein Bankkonto in Washington State und ab September planen wir in Spokane unseren ersten Unterricht. Nächstes Jahr soll es dann in Oregon und Los Angeles weiter gehen. Aber wie ich Jesus kenne, hat er noch mal seinen ganz eigenen Zeitplan. Da lassen wir uns überraschen 😊

 

Die Berufung zum Beruf machen

Name: Mirjam Bickel

Alter: 24

Schulische Vorbildung: Abitur

 

1. Was sind deine Begabungen und Stärken?

Ich bin ein extrem beziehungsorientierter Typ und liebe es, von Menschen umgeben zu sein, weswegen es mir auch wichtig ist, auf sie einzugehen und mich in deren Herzen so gut es geht hinein zu versetzen. Empathie fällt mir also nicht schwer und ich würde mich selber als einen guten Zuhörer beschreiben. Außerdem mag ich es gerne zu schreiben und mich durch Worte schön auszudrücken.

2. Was war dein Berufswunsch vor deiner Bekehrung? Was war deine Leidenschaft?

Ich hatte noch keinen Berufswunsch vor meiner Bekehrung. Aber bevor ich den Traum hatte, in den vollzeitlichen Dienst zu gehen, wollte ich immer entweder in die Journalismus-Richtung gehen oder Eventmanagement studieren.

3. Wie bist du von deinen Eltern und deinem Zuhause geprägt worden?

Ich komme aus einem behüteten, christlichen Elternhaus und durfte schon von früher Kindheit an lernen und ganz praktisch durch meinen Papa erfahren, was die Vaterliebe Gottes bedeutet. Meine Eltern haben meinen Weg mit Gott entscheidend geprägt und ich würde ohne sie nicht dort sein, wo ich jetzt stehe. Sie haben mich immer ermutigt und standen hinter mir, auch und gerade in der Entscheidung zum vollzeitlichen Dienst.

4. Wann und wie hast du dich bekehrt? Wie kam der Sinneswandel, Pastor zu werden? Gab es eine bestimmte Situation als Auslöser?

Ich bin in den christlichen Glauben hinein geboren. Nach einer Reise in Teenagerjahren auf der erfolglosen Suche nach Identität und Wert, die ich versucht habe in anderen Dingen zu finden,

habe ich schließlich meine Identität auf eine ganz neue und tiefe Weise in Jesus finden dürfen und mich dann schließlich mit 17 Jahren bewusst für eine Beziehung mit Jesus entschieden.

5. Hast du nicht Sorge, als Pastor ein ziemlich langweiliges und anstrengendes Leben zu führen? Verzicht, hohe moralische Ansprüche, ständig nervige Menschen oder sogar Arbeitslosigkeit?

Sicherlich können diese Dinge auftreten und mir ist bewusst, dass ich womöglich beispielsweise nicht das höchste Einkommen haben werde. Aber ich bin fest entschlossen dazu, mein Leben nicht nur mit, sondern auch und vor allem für Jesus leben zu wollen. Und dieses Leben ist für mich mehr wert als all das.

Ich erachte es als ein riesen Privileg, seine Berufung zum Beruf machen zu dürfen und ich würde es gegen nichts in der Welt eintauschen wollen.

6. Kannst du als Unternehmer oder Politiker nicht genauso effektiv das Reich Gottes bauen wie als Pastor?

Sicherlich kann man in diesen Bereichen auch Reich Gottes bauen, aber ich finde es einfach so unglaublich spannend und wertvoll, mein ganzes Leben nach Jesus auszurichten und so nah an den Menschen dran sein zu können, neue Leiter hervor zu bringen und Anderen dabei zu helfen, ihre Bestimmung und das, wozu sie geschaffen sind heraus zu finden und schließlich voll zur Entfaltung zu bringen.

Und dafür gibt es meiner Meinung nach keinen besseren Beruf als den des Pastors, weil man direkt an den Menschen dran ist.

7. In der THS-Akademie bekommst du einen realen Einblick in den Alltag eines Pastors – wie sieht dieser aus? Was magst du besonders daran und was nicht?

In der kurzen Zeit, die ich an der THS Akademie bin, habe ich eigentlich bisher nur Dinge kennengelernt, die mir im Alltag eines Pastors gut gefallen. Ich mag besonders, dass man als Pastor ständig von Menschen umgeben ist und die Möglichkeit hat, sich direkt und aktiv in diese zu investieren, sie in ihren Stärken zu fördern, in ihren Schwächen herauszufordern und sie dabei auf ein nächstes Level zu bringen – sowohl in ihrem persönlichen als auch geistlichen Wachstum.

8. Was muss ein angehender Pastor unbedingt lernen?

An erster Stelle in seinem Leben Gott stehen zu haben, sein Leben in voller Hingabe und in jedem Bereich für ihn zu leben und nach ihm und seinem Willen auszurichten. Andere vor sich selbst zu stellen und andere als wichtiger als sich selbst zu erachten. Alles zu geben für Gott und für Menschen. Und dabei durch eine gesunde Beziehung zu Jesus zu wissen, wer man ist.

9. Viele Pastoren träumen vom großen Durchbruch und Gemeindewachstum und werden enttäuscht. Einige steigen aus. Woran liegt das deiner Meinung nach?

Es wird sicherlich in diesem Bereich oft mal hart werden, aber ich finde es so wichtig, stets sein Ziel vor Augen zu haben und dabei Gott bedingungslos, voller Vertrauen und vor allem auch Geduld zu vertrauen!

Dass er das, was er angefangen hat, auch zu Ende bringen wird. Wenn es Gottes Wille ist, dann ist es auch seine Verantwortung, seinen Plan in die Realität zu bringen.

Und meine Verantwortung als Pastors ist, ihm dabei ohne Kompromisse zu vertrauen, mein Bestes zu geben, um sein Reich zu bauen und dann geduldig zu sein.

10. Warum hast du dich entschieden, bei der THS-Akademie deine Ausbildung zu machen und nicht an einer anderen theologischen Hochschule?

Nachdem ich schon seit mehreren Jahren den Traum in meinem Herzen hatte Theologie zu studieren, habe ich immer wieder nach passenden Bibelschulen gesucht, aber keine davon hat sich für mich richtig angefühlt. Als ich dann durch Zufall auf die THS gestoßen bin, habe ich gemerkt, dass das genau das ist, wonach ich eigentlich immer gesucht habe, aber nie wusste, dass es tatsächlich existiert.

Das Prinzip der theoretischen, theologischen Ausbildung und der damit verknüpften praktischen Arbeit in einer Gemeinde. finde ich ein geniales Konzept, um das Gelernte auch gleich praktisch anzuwenden und somit ganzheitlich zu verstehen.

11. Was hast du bisher am meisten gelernt? Wo hast du dich durch die Ausbildung verändert?

Ich durfte bereits in meinem ersten Trimester an der THS lernen und auf neue Art und Weise verstehen, was es bedeutet ganzheitlich im Dienst für Gott zu stehen und wie er facettenreich, spannend und abenteuerlich es ist, all in für Jesus zu gehen.

12. Wenn du dir eine typische Woche in 10 Jahren vorstellst – du darfst ganz wild träumen – wie sähe sie aus?

Ich würde gemeinsam mit meinem Mann Gemeinde bauen oder vollzeitlich in einer / unserer Gemeinde dienen. Uns gemeinsam in Menschen investieren und Vollgas für das Reich Gottes geben, in dem wir unser Bestes für ihn geben. Vermutlich würden wir in 10 Jahren Kinder und ein Haus haben und hoffentlich viele Menschen zu Gott und in echte Nachfolge geführt haben.

 

Was ist DEINE Berufung von Gott?

Ich fühle mich dazu berufen, Menschen, durch die Talente und Stärken, die Gott mir gegeben hat, zu Jesus zu führen. Indem ich meine persönlichen Erlebnisse und Erfahrungen mit ihnen teile, möchte ich Identität und Werte vermitteln und sie verstehen lassen, was Jesus für sie am Kreuz getan hat. Ein so tiefes Verständnis, dass daraus eine Art Kettenreaktion entsteht und sie, nachdem sie ausgerüstet wurden, nicht anders können, als diese Liebe, die sie nun persönlich erlebt und für sich angenommen haben, weiterzugeben und auf diese Weise wiederrum Wert, Identität und Gottes bedingungslose Liebe Anderen vermitteln und somit eine Bewegung entsteht, die unaufhaltsam ist.

Ich träume davon, auch meine Liebe für Journalismus und Schreiben in meinen Dienst mit einfließen zu lassen. Durch einen Blog oder vielleicht sogar ein Magazin mit dieser Botschaft in eine Welt hinein zu gehen, die bereits von diesen Dingen geprägt ist – durch ein ansprechendes Design, eine klare Struktur und einen auf den Punkt gebrachten Inhalt voller Liebe und Wahrheit, Identität und Ermutigung in die Herzen der Leser hineinzusprechen und somit in einer medialen Welt, die stetig kommuniziert, dass man nicht genug ist, ihr Leben maßgeblich zu verändern!

 

Und nun bist du dran:

Was ist DEINE Berufung von Gott?

In die Rolle eines Leiters wachsen

Name: Jan Luca Fürschbach
Alter: 20 Jahre
Schulische Vorbildung: Abitur

1. Was sind deine Begabungen und Stärken?

Ich sehe meine Stärken in der Lehre und Predigt. Außerdem bin ich ein sehr visionärer Denker. Ich bin technisch begabt und gut im Umgang mit Informationen.

2. Was war dein Berufswunsch vor deiner Bekehrung? Was war deine Leidenschaft?

Ich wollte Bauingenieurwesen studieren, weil es mich begeistert hat, Projekte zu begleiten und Konstruktionen zu berechnen die später dann sogar sichtbar werden.

3. Wie bist du von deinen Eltern und deinem Zuhause geprägt worden?

Ich bin zur Selbständigkeit erzogen worden, außerdem legte meine Mutter viel Wert auf Sauberkeit und Ordnung. Ich hab also schon früh gelernt, für mich zu sorgen.

4. Wann und wie hast du dich bekehrt? Wie kam der Sinneswandel, Pastor zu werden? Gab es eine bestimmte Situation als Auslöser?

Es begab sich zu der Zeit, als Angela Merkel Kanzlerin von Deutschland war, dass ein kleiner Junge mit ca. 11 Jahren seine Sünden bekannt hat und den gnädigen Gott um Vergebung gebeten hat, weil ihm gesagt wurde, dass wenn er das nicht tue, er in die Hölle kommen würde und auf ewig leiden müsse.
Naja, das klingt vielleicht etwas schräg, aber so ist es gewesen.

Ich habe aber irgendwie einfach weiter gemacht und erst mit 17 Jahren, als ich die Jugendgruppe der Gemeinde besuchte, sollte sich mein Leben verändern.
Ich begann regelmäßig in die Jugend zu gehen und irgendwie hat sich mein Herz in der Zeit verändert.
Als ich in einem Jugendgottesdienst war, waren dort Missionare aus Afrika. Ich fand sie so cool, dass ich dachte, „Ich will auch nach Afrika!“.
Also dachte ich, ich wird nach meinem Abitur nach Afrika gehen. Aber es ist so nicht gekommen. Durch einige Umstände bin ich durch einen Freund auf „JMEM“ gekommen. Ich habe dann eine Jüngerschaftsschule in Freiburg gemacht.
Während dieser Zeit habe ich die Vision und die Berufung empfangen, Pastor zu werden.

5. Hast du nicht Sorge, als Pastor ein ziemlich langweiliges und anstrengendes Leben zu führen? Verzicht, hohe moralische Ansprüche, ständig nervige Menschen oder sogar Arbeitslosigkeit?

Ich kann mir schwer vorstellen, dass ein Leben, in dem man erlebt, wie Gott Wunder tut, Menschen heilt, und ihr Leben verändert, langweilig sein soll. Außerdem wärt nur was man für Christus tut für die Ewigkeit. Also gibt es nicht was so sehr erfüllt wie für Jesus zu arbeiten.

6. Kannst du als Unternehmer oder Politiker nicht genauso effektiv das Reich Gottes bauen wie als Pastor?

Ich kann auch versuchen als Metzger Brötchen zu backen. Aber es wird nicht sehr gut funktionieren. Ein Metzger macht die Wurst, womit die Brötchen erst wirklich genießbar werden. Genauso wie der Bauer das Getreide und das Vieh produziert.
Alles für sich allein ist nicht wirklich nützlich.
Erst die Kombination macht etwas Gutes daraus.
Genauso, kommt es darauf an, welche Berufung ich habe.

Denn erst wenn ich meine Berufung lebe, kann ich meine Talente und Leidenschaften am effizientesten einsetzen.

Ob ich jetzt meine Berufung im Vollzeitlichen Dienst, in der Politik, oder in der Wirtschaft sehe, macht dann keinen großen Unterschied mehr. Hauptsache man folgt seiner Berufung und dem Auftrag, Menschen zu Jüngern zu machen.

7. In der THS-Akademie bekommst du einen realen Einblick in den Alltag eines Pastors – wie sieht dieser aus? Was magst du besonders daran und was nicht?

Wenn ich als Pastor gute Arbeit machen will, muss ich genauso hart arbeiten wie in anderen Berufen auch. Vielleicht sogar härter.
Ich muss meinen Alltag gut strukturieren und diszipliniert arbeiten. So wenig Zeit wie möglich verschwenden.
Das mag ich, genauso wie ich es nicht mag. Denn es erfordert einen schwierigen Lernprozess, diese Disziplin umzusetzen. Aber wenn man es schafft, kann man sehr viel erreichen.
Außerdem gibt es da ja noch die Menschenleben, die man anvertraut bekommt und sehen darf, wie Gott ihr Leben durch uns verändert.

8. Was muss ein angehender Pastor unbedingt lernen?

Die Abhängigkeit von Gott allein. Ich darf meinen Erfolg nicht von der Meinung anderer Menschen abhängig machen.
Demut, ein Pastor sollte wissen, wer er ist und auch so leben. Er sollte nach außen niemals den Anschein erwecken lassen, er sei irgendwie besser als andere.

Denn ich glaube, wenn Menschen sehen, dass der Pastor genauso ein Mensch mit Problemen und Schwächen ist wie sie, sind sie eher bereit ihm zu folgen.

9. Viele Pastoren träumen vom großen Durchbruch und Gemeindewachstum und werden enttäuscht. Einige steigen aus. Woran liegt das deiner Meinung nach?

Wenn Pastoren ihren Erfolg von Zahlen abhängig machen, ist es schon verkehrt.

Ich glaube Erfolg liegt einzig und allein darin, ob ich Gottes Willen für mein Leben tue.

Wenn Gott zufrieden mit mir ist und ich mein Erfolg allein daran hänge, dann ist es egal wie groß meine Gemeinde ist, ich werde immer weitermachen können.

10. Warum hast du dich entschieden, bei der THS-Akademie deine Ausbildung zu machen und nicht an einer anderen theologischen Hochschule?

Andere Hochschulen die ich kenne, sind mir zu theoretisch. Als Pastor brauche ich eine gute Mischung aus Praxiserfahrung und Theologie.
Die THS hat meiner Meinung nach die richtige Mischung.

11. Was hast du bisher am meistens gelernt? Wo hast du dich durch die Ausbildung verändert?

Ich glaube die Ausbildung führt einen mehr in die Position eines Leiters. Denn das ist es, was wir werden wollen. Wir wollen Leiter im Leib Christi sein.
Und die THS-Ausbildung zeigt uns, in den ganzen 3 Jahren, was es bedeutet, ein Leiter in der Gemeinde Gottes zu sein. Alle Vorteile und Nachteile. Die Verantwortung, Voraussetzungen und harte Arbeit, die es mit sich bringt.

Aber auch die Frucht die daraus entsteht. Durch die aktive Gemeindearbeit sieht man Menschenleben verändert, Charakter geformt und Kaputtes geheilt.

12. Wenn du dir eine typische Woche in 10 Jahren vorstellst – du darfst ganz wild träumen – wie sähe sie aus?

Ich würde viel telefonieren. Mit anderen geistlichen Leitern aus allen Konfessionen, in meiner Stadt und dem ganzen Land, Pläne schmieden, wie wir die Gemeinde Gottes weiterbringen und in Einheit führen können.
Ich würde Predigten und Teachings für meine Mitarbeiter vorbereiten.
Ich würde Events planen und viel Zeit mit Gott verbringen.

 

 

Und nun bist du dran:

Was ist DEINE Berufung von Gott?

Mein Weg zur THS Akademie

Name: Farmer, Benjamin

Alter: 21 Jahre

Schulische Vorbildung: Allgemeine Fachhochschulreife

 

1. Was sind deine Begabungen und Stärken?

Ich liebe es Menschen so anzunehmen, wie sie sind. Menschen voranzubringen, ihre Stärken zu entfalten und sie einfach auf ihrem Weg, egal ob Christ oder nicht, zu begleiten.

 

2. Was war dein Berufswunsch vor deiner Bekehrung? Was war deine Leidenschaft?

Ich wollte gerne mit Immobilien handeln. Daher begann ich auch eine Kaufmännische Ausbildung. Immobilien faszinieren mich heute auch immer noch, jedoch möchte ich lieber meine Zeit in Gottes Reich und die Entwicklung von Menschen investieren.

 

3. Wie bist du von deinen Eltern und deinem Zuhause geprägt worden?

Ich liebe meine Eltern. Ich wurde in einem tiefen Glauben schon als Kind geprägt. Ich wurde immer so angenommen und geliebt wie ich bin, dieses Privileg so geliebt aufzuwachsen, möchte ich auch meinen Kindern eines Tages weitergeben.

 

4. Wann und wie hast du dich bekehrt? Wie kam der Sinneswandel, Pastor zu werden? Gab es eine bestimmte Situation als Auslöser?

Meine Bekehrung ist relativ unspektakulär. Ich wusste von klein auf, dass ich einen liebenden Vater im Himmel habe. Na klar, habe ich die Tatsache auch immer mal wieder angezweifelt. Auf einer der vielen Freizeiten die ich besuchte, habe ich dann als Kind mein Leben Jesus gegeben.

 

5. Hast du nicht Sorge, als Pastor ein ziemlich langweiliges und anstrengendes Leben zu führen? Verzicht, hohe moralische Ansprüche, ständig nervige Menschen oder sogar Arbeitslosigkeit?

Langweilig NEIN. Herausfordernd JA. Ich denke es ist entscheidend, mit welcher Perspektive man den Pastor sieht. Deine Authentizität ist entscheidend.

Es geht im pastoralen Dienst ja nicht um einen selbst. Der Beruf/die Berufung als Pastor ist der exklusivste Job der Welt.

 

6. Kannst du als Unternehmer oder Politiker nicht genauso effektiv das Reich Gottes bauen wie als Pastor?

Wenn du Gottes Reich bauen möchtest, musst du kein Pastor werden. Als Unternehmer und Politiker hast du eine andere Einflussnahme auf unsere Gesellschaft, die aber genauso dem Reich Gottes dienen kann.

 

7. In der THS-Akademie bekommst du einen realen Einblick in den Alltag eines Pastors – wie sieht dieser aus? Was magst du besonders daran und was nicht?

Einen ganz normalen Alltag hast du als Pastor vermutlich nie. Dafür sind deine Aufgaben einfach zu vielfältig. Dazu darfst du die Komponente Mensch nicht vergessen, dass ist die Komponente, die oftmals Schwung in deinen eigentlich so durchstrukturierten Tag bringt. Was ich besonders liebe ist aber dennoch genau mit diesen Menschen, die auch mal meine Pläne komplett durcheinanderbringen, zusammen arbeiten zu dürfen.

 

8. Was muss ein angehender Pastor unbedingt lernen?

Strukturiert sein und Zeitmanagement.-beides sind bei mir noch große Lernfelder. Dort bin ich sehr herausgefordert.

 

9. Viele Pastoren träumen vom großen Durchbruch und Gemeindewachstum und werden enttäuscht. Einige steigen aus. Woran liegt das deiner Meinung nach?

Wahrscheinlich ist die Frage zu komplex, um sie in der ganzen Fülle zu erfassen. Es hat sowohl etwas mit Erfahrung, Fähigkeiten und Entscheidungen, die getroffen wurden, zu tun. Worauf basierten die Entscheidungen und die Motive? War Jesus das Zentrum? Muss ich als Pastor einen großen Durchbruch haben, an Anerkennung gewinnen und einfach der krasseste Prediger sein? Ganz einfach gefragt, geht es um Gott oder um mich?

Gott liebt es, wenn seine Braut -die Gemeinde, gesund ist. Gesundes wächst von der Tiefe der Wurzeln hinaus.

Von der Tiefe aus sollte daher auch unser Wunsch, unsere Gemeinde zu bauen, ausgehen. Dazu brauchen wir Vertrauen zu Gott und die Liebe in einer tiefverwurzelten Beziehung zu Gott.

 

10.Warum hast du dich entschieden, bei der THS-Akademie deine Ausbildung zu machen und nicht an einer anderen theologischen Hochschule?

Die Option, zusammen mit meiner Gemeinde zu studieren, war der ausschlaggebende Punkt. Ich hatte von Beginn an das Gefühl, für mich selbst bei der THS mit meiner Gemeinde am meisten wachsen zu können.

 

11. Was hast du bisher am meistens gelernt? Wo hast du dich durch die Ausbildung verändert?

Meine Mitstudenten erweitern wirklich regelmäßig meinen Horizont. Verschiedene Meinungen, unterschiedliche Ansätze an Lösungen heran zu gehen, machen mir immer wieder Freude und fordern mich heraus.

 

12. Wenn du dir eine typische Woche in 10 Jahren vorstellst – du darfst ganz wild träumen – wie sähe sie aus?

Für mich gibt es nicht den einen Alltag. Mir liegt die Verkündigung des Wortes Gottes und die Entwicklung von meinen Mitmenschen am Herzen.

Ich träume von verantwortungsvollen Menschen, starken Leitern, einfach von Frauen und Männern Gottes, die einen Unterschied in der Gesellschaft machen.

Dabei möchte ich auch außerhalb von der Gemeinde in der Gesellschaft aktiv sein und mit Gottes Hilfe unsere Gesellschaft mitgestalten. Natürlich kann ich dieses nur zusammen mit meiner wundervollen Familie.

  1. Gott
  2. Familie
  3. Gemeinde

 

Und nun bist du dran:

Was ist DEINE Berufung von Gott?

Mein persönlicher Durchbruch mit Gott

Tom-deutsch

Name: Tom Elia Erlenwein

Alter: 21

Familienstand: ledig

Schulische Vorbildung: Abitur

 

1. Was sind deine Begabungen und Stärken?

Ich gehe gerne in die Tiefe und unterstütze Menschen dabei, ihr volles Potential zu entwickeln. Ich bin ein extremer Mensch und wenn ich etwas mache, investiere ich mich mit aller Kraft und vollem Einsatz rein. Entweder ganz oder gar nicht. Ich bin immer bereit, aus Fehlern zu lernen. Ich bin ein emotionaler Mensch, der seine Gefühle nicht verheimlicht und bei dem man weiß, woran man ist. Ich weiß wann es nur noch einen möglichen Weg gibt und gehe den dann auch mit allen Konsequenzen. Ich kann mich schnell entscheiden.

 

2. Was war dein Berufswunsch vor deiner Bekehrung? Was war deine Leidenschaft?

Ich war mir da noch nicht sicher. Nach dem Abi hatte ich keine Ahnung, was gut zu mir passen würde. Als Kind wollte ich Polizist werden. Meine Leidenschaft war damals immer, dass was als Nächstes in Aussicht war. Australien, verschiedene kleine Projekte mit Freunden. Action war auf jeden Fall immer dabei.

 

3. Wie bist du von deinen Eltern und deinem Zuhause geprägt worden?

Ich bin das 3. Kind und der Jüngste, habe noch einen Bruder und eine Schwester. Meine Eltern sind Christen und haben mich auch mit diesen Werten erzogen. Mir fällt die Beantwortung dieser Frage schwer, weil so vieles, wer man ist, von den Eltern geprägt ist. Ich wusste immer, dass meine Eltern mich lieben. Das ist entscheidend.

 

4. Wann und wie hast du dich bekehrt? Wie kam der Sinneswandel, Pastor zu werden? Gab es eine bestimmte Situation als Auslöser?

Ich bin zwar christlich aufgewachsen habe aber nicht immer mit Gott gelebt. Mit 13,14 wollte ich einfach das machen, was ich wollte und da stand mir der Glaube im Weg. Ich fing dann an, in einem Restaurant in unserem Dorf zu arbeiten, um nicht mehr sonntags in die Gemeinde gehen zu müssen. Mit Freunden haben wir dann angefangen zu trinken und dann haben wir später auch regelmäßig Drogen genommen. Kurz vor und dann nach dem Abi ist das sehr ausgeartet und mir ging es dann auch nur noch um die Drogen. Mit anderen Freunden flog ich nach Australien zum Work and Travel. Dort wurde dann durch den Konsum eine psychische Störung ausgelöst, die mich dort in die Psychiatrie gebracht hat. Ich wurde dann von meiner Reisekrankenversicherung nach Hause geflogen und kam auch hier in Deutschland für einen Monat in die Psychiatrie. Ich hatte in der Zeit in Australien und auch davor mehrere lebensbedrohliche Situationen überlebt und mich trotz teilweise sehr starken Depressionen nicht umgebracht. Als ich in der Psychiatrie war, besuchte mich mein Bruder und gab mir eine Bibel und einen Brief in dem er beschrieb, was Gott in seinem Leben getan hatte. Als ich das gelesen hatte, fing ich an in der Bibel zu lesen und gab dann Jesus mein Leben.

Ich erkannte, dass er mich am Leben gelassen hatte obwohl ich eigentlich schon hätte tot sein müssen.

Mit ihm zusammen konnte ich das Geschehene angehen und Dinge in Ordnung bringen. Es folgte eine Zeit, in der er mich immer mehr auf das vorbereitete, was ich jetzt angefangen habe. Zwischenzeitlich arbeitete ich in einem Baumarkt und als ich dort die Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann anfing und merkte, dass das nichts für mich ist, traf ich einen selbstständigen Berufsberater in einer Kleingruppe meiner Gemeinde. Über die Ermittlung meine Werte zeigte sich, dass der pastorale Dienst gut zu mir passt. Zeitgleich dazu fand meine Mutter über einen Online-Vortrag von Inga Haase die THS. Für mich war da deutlich Gottes Führung drin und so hab ich mich angemeldet.

 

5. Hast du nicht Sorge, als Pastor ein ziemlich langweiliges und anstrengendes Leben zu führen? Verzicht, hohe moralische Ansprüche, ständig nervige Menschen oder sogar Arbeitslosigkeit?

Also anstrengend ist das Leben als Pastor auf jeden Fall, da muss man nicht drum herum reden. Langweilig wird es aber in den allerwenigsten Fällen sein. Wenn man mit Menschen zusammen arbeitet kommt immer wieder was Neues und als Leiter einer Gemeinde kann man die Projekte die die Gemeinde macht mitbestimmen. Für mich gibt es kaum etwas spannenderes als ein Projekt aus Garnichts zu entwickeln. Die anderen Dinge, wie die Arbeitslosigkeit und der Verzicht liegen, nicht in meiner Hand.

Ich bin der Meinung, dass Gott das gibt, was wir brauchen und ich bin mir sicher, dass er, wenn er mich hier ausbildet, auch einen Platz für mich hat, an dem ich das einsetzen kann.

Von daher mache ich mir keinen Stress.

 

6. Kannst du als Unternehmer oder Politiker nicht genauso effektiv das Reich Gottes bauen wie als Pastor?

Ich kann das nicht, obwohl mich Politik schon immer interessiert hat und auch der unternehmerische Part einen gewissen Reiz hat.

Ich kann es aber aus einem ganz bestimmten Grund nicht: Gott hat mich nicht dahin berufen!

Wenn er mich nach der Ausbildung oder irgendwann später dahin führt dann kann ich das auch machen. So oder so kommt es aber auf seine Kraft an und nicht auf meine.

 

7. In der THS-Akademie bekommst du einen realen Einblick in den Alltag eines Pastors – wie sieht dieser aus? Was magst du besonders daran und was nicht?

Der Tag eines Pastors ist sehr abwechslungsreich! Office, Jugend, soziale Projekte und vieles mehr. Mir gefällt das sehr, weil sich immer wieder Zeiten des alleine Arbeitens und Zeiten, in denen man mit Menschen zusammenarbeitet, abwechseln. Auch von der Tagesstruktur ist der Tag eines Pastors immer wieder unterschiedlich. Mal nur 3 Stunden zu einer Dienstbesprechung erscheinen, dann wieder von 9 Uhr – 21 Uhr (natürlich mit Pausen) vor Ort sein und alles Mögliche erledigen. Es ist teilweise schwierig, an einer Sache dran zu bleiben und am Ende des Tages offene Aufgaben so stehen zu lassen. Oftmals hat man auch nichts Handfestes, wie z.B. ein geputztes Bad, bei dem man die Auswirkungen von dem was man gemacht hat, gleich sieht.

Trotzdem ist der Job genial, weil die Sachen, die wir weitergeben, Leben verändern können.

 

8. Was muss ein angehender Pastor unbedingt lernen?

Ganz wichtig ist: Richtige Prioritäten zu setzen. Ohne das kann man sehr schnell in Überlastungssituationen kommen. „Nein“ sagen zu können ist eine Kernkompetenz eines guten Pastors/Leiters. Außerdem muss man lernen, dass nicht alle Leute so sind wie man selbst und dass das gut so ist! Jeder muss er selbst bleiben können und man sollte verständnissvoll sein, um ihnen trotzdem noch am richtigen Punkt einen Anstoß geben, damit sie auch weiterkommen. Das ist ein Drahtseilakt und man muss seinen eigenen Stil finden. Aber es lohnt sich, da man dann die Leute mit ihren Stärken an den richtigen Platz stellen kann.

 

9. Viele Pastoren träumen vom großen Durchbruch und Gemeindewachstum und werden enttäuscht. Einige steigen aus. Woran liegt das deiner Meinung nach?

Ein Grund dafür ist meines Erachtens der Unterschied zwischen den Einstellungen der Gemeindemitglieder und den eigenen Vorstellungen. Man kann eine super Evangelisationsveranstaltung machen bei der sich viele Menschen bekehren, doch wenn die Gemeinde nicht für neue Leute bereit ist und die Mehrzahl der Mitglieder lieber im bekannten Kreis bleiben möchte, werden die Neubekehrten es schwer haben und vermutlich nicht in der Gemeinde blieben.

Um so etwas zu vermeiden, ist es wichtig, eine Vision zu haben und diese auch zu leben.

Wenn man als Gemeinde einen bestimmten Bereich priorisiert und das auch so rüberbringt, dass alle in der Gemeinde das wissen, dann können viele Konflikte vermieden werden! Hier muss man auch bereit sein, Kompromisse einzugehen und darauf zu hören, was den Leuten in der Gemeinde wichtig ist.

Außerdem finde ich, dass Erfolg nicht an der Zahl der Gemeindemitglieder festgemacht werden sollte, sondern wie nah man an der Vision der Gemeinde dran ist und was Gott zu dem sagt,. was man tut.

Dann wird Wachstum nicht ausbleiben und man wird auch die Leute ansprechen, die die Gemeindearbeit mittragen.

 

10. Warum hast du dich entschieden, bei der THS-Akademie deine Ausbildung zu machen und nicht an einer anderen theologischen Hochschule?

Für mich hat da vor allem der praktische Teil den Ausschlag gegeben. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, erst zu studieren und dann in 3 Jahren, oder sogar noch später, mit dem Arbeiten anzufangen. Ich lerne am besten in der Praxis! Gott hat das alles so gelenkt, dass ich mir sicher war, dass die THS Akademie mein Platz ist. Das hat sich auch bestätigt und war eine tolle Erfahrung

 

11. Was hast du bisher am meistens gelernt? Wo hast du dich durch die Ausbildung verändert?

Das lässt sich nur schwer zusammenfassen. Eigentlich ist da in allen Bereichen meines Lebens Veränderung.

Wenn man bei der THS ist, konfrontiert Gott einen mit den Punkten, die noch nicht passen und die er noch heilen will.

Das passiert neben den Vorlesungen und der Arbeit als Prozess. Dabei lernt man sehr viel über sich selbst, aber man lernt auch genauso viel in den Vorlesungen und in der Arbeit. Es ist ein komplettes Paket.

 

12. Wenn du dir eine typische Woche in 10 Jahren vorstellst – du darfst ganz wild träumen – wie sähe sie aus?

Ich reise zusammen mit meiner Frau und anderen Leuten aus unserem Team nach Osteuropa (oder woanders hin) um unser Hilfsprojekt vor Ort zu unterstützen. Danach gehen wir zusammen mit den von uns mitgegründeten und betreuten Gemeinden auf die Straße und predigen das Evangelium. Wenn wir schon Kinder haben, kommen die mit und erleben, wie krass es auf der Welt sein kann, aber auch wie Gott neue Hoffnung schenkt und übernatürlich wirkt. In einem unserer Büros irgendwo in Europa entwickeln wir neue Projekte und geben den Leuten so eine Möglichkeit zu arbeiten. In all unserem Tun steht Gott an erster Stelle und leitet uns, wohin wir sollen. Je nachdem was gerade dran ist, geht es mehr um Gemeindearbeit oder Projekte oder Konferenzen oder politisches Engagement. Es ist vielseitig und selten ruhig, aber es ist das was Gott möchte und deswegen ist es das Beste. (Änderungen an diesen Plänen können kurzfristig auftreten und Spontanität und der Wille zur Veränderung ist immer eine Grundvoraussetzung)

 

Und nun bist du dran:

 

Was ist DEINE Berufung von Gott?

 

 

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