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4 Schritte zu einer spannenden, lebensverändernden Predigt

Bibel, Predigt, Kirche, Gemeinde, Wort Gottes

Vor drei Wochen ist mir was Krasses passiert: Ich war gerade dabei, eine Predigt über: „Wie überwinde ich Ängste?“ auszuarbeiten, da flog mir in der gleichen Woche auf der Autobahn ein faustgroßer Stein in die Windschutzscheibe! Die Scheibe zersplitterte. Ich und mein Sohn waren mit Glassplitter übersät.

Ich wusste in dem Moment, dass ich durch dieses Erlebnis alles lernen konnte, was ich für mein Predigtthema brauchte.

Du willst in einem bestimmten Thema unbedingt weiter kommen und wirklich viel lernen? Dann erarbeite eine Predigt über das Thema!

Dabei lernst du am allermeisten. Nicht nur, weil du dich dadurch viel tiefer mit einer Thematik auseinandersetzt, sondern weil du die Predigt jedes Mal life durchlebst.

Egal, ob du für eine Gruppe eine Predigt halten musst, oder im Zuge von diesem Blog einfach mal eine Predigt für dich selber schreibst: Es lohnt sich hammerhart!

Also: Greif dir ein Papier und ein Stift (oder öffne ein Worddokument) und gehe jeden einzelnen Schritt, den ich dir zeige durch. Am Ende hast du garantiert mehr gelernt, als durch 10 Predigten, die du dir „nur“ angehört hast.

Auf geht´s:

1. Dein Erlebnis und der Zielgedanke

Überlege dir ein Erlebnis, dass dich in letzter Zeit sehr bewegt hat. Bete, dass dir Jesus das richtige Erlebnis zeigt. Das schreibst du grob auf.

Ich nehme mein Auto-Stein-Erlebnis.

Auto, Unfall, Glassplitter, Scherben

Dann fragst du Jesus, was er dir mit diesem Erlebnis beibringen wollte.
Vielleicht fallen dir mehrere Möglichkeiten ein, dann schreibe sie alle auf.

Bei mit war das folgendes:

Gott lässt zwar Schwierigkeiten zu, aber er beschützt mich darin und will damit nur meinen Glauben stärken. (Achtung: Dieser Zielgedanke kann sich gut und gerne währende der Vorbereitung ändern. Wichtig ist nur, dass du am Ende einen Zielgedanken verfolgst. EINEN und nicht mehrere.)

Mit diesen beiden Ergebnissen hast du die Einleitung und das Ende deiner Predigt.

Das ist der goldene Rahmen.

Jetzt bringst Du von Anfang an Spannung in die Geschichte: In der Einleitung erzählt du deine Geschichte nur bis zum Höhepunkt, da wo jeder laut schreit: Was? Wie? Erzähl weiter – wie ging es weiter?

Das muss dir so richtig Freude bereiten, die Zuhörer an „der Klippe hängen zu lassen“. So etwas nennt man „Cliffhanger“.

Bei mir sieht das so aus:

Ich fuhr mit meinem Sohn Raphael auf der Autobahn. Wir wollten zu einem Vorstellungsgespräch. Plötzlich sah ich in einem Bruchteil einer Sekunde etwas wie einen Meteorit auf uns zu fliegen. Der Stein knallte direkt vor meinen Augen in die Windschutzscheibe. Gefolgt von einem ohrenbetäubenden Knall.

Stop. Pause.

Du siehst: Ich schmücke die Geschichte bildhaft aus, damit man als Zuhörer mitten drin ist. Man hört förmlich den Knall. Die Zuhörer werden durch eine Tür geführt, durch die sie ganz leicht in deine Predigt hinein gezogen werden. Alle sind gespannt. Du hast 100% Aufmerksamkeit.

2. Schritt für Schritt zum Ziel

Nächster Schritt, Step for Step, Schritt,

Nun überlegst du dir mit dem Heiligen Geist zusammen, was der Zuhörer lernen soll, um von dem Eingangszustand zum Zielgedanken zu kommen.

 

ACHTUNG: Niemals die Katze direkt am Anfang aus dem Sack lassen! Es wäre doch langweilig, wenn ich sofort sagen würde:


„Ich saß unversehrt hinter der Windschutzscheibe und habe mal wieder gelernt: Gott beschützt mich!“

Ooooooch ja“, denken dann die Zuhörer, „das habe ich mir doch gedacht. Gut, dass du es mir gesagt hast, jetzt brauche ich ja nicht mehr weiter zu hören.“

Stattdessen überlegst du dir: Welche brisanten Fragen kommen nach der Einleitung auf?

Nicht: Warum lässt Gott Unfälle zu? Das führt zu schnell zum Zielgedanken.

Sondern: Z. Bsp:

Was denken Menschen über Gott, wenn ihnen etwas Schlimmes passiert?
Das ist immer eine gute erste Frage, die wir beantworten können:

Die „So-Nicht!“ – Frage 

Das gibt dann den ersten Block meiner Predigt nach der Einleitung.
Die Überschrift für die Powerpointpräsentation:

Was denkt der menschliche Mensch?

Diesen Block musst du natürlich füllen. Am besten schaust du jetzt in der Bibel nach: Wo gibt es eine Geschichte, in der Gott Menschen in eine Schwierigkeit geführt hat und diese Menschen dann erst mal sehr „menschlich“ (so-nicht!) reagiert haben?

Ich entscheide mich für das Volk Israel in der Wüste. Sie hungern und dursten und sterben fast (2. Mose 17). Wie reagieren sie? Verständlicher Weise:

Die einen denken:

Äh, Gott? Hallo? Wo bist du? Ist heute Feiertag?“

Die anderen:

Leute, ich habe es immer schon gewusst: Mose ist der größte Looser! Er ist gar nicht von Gott gesandt, ist doch logisch. Er verspricht uns ein Land, in dem Milch und Honig fließt, und wo sind wir? In der größten Wüste auf der ganzen Welt!“

Kennen wir alle, oder?

Diese Geschichte schmücke ich auch schön aus. Mische noch etwas von meinen eigenen Geschichten rein, damit es eine schöne Mischung aus Humor und Drama wird. Die Zuhörer sind nun mit dir zusammen verzweifelt, weil sie denken: „Ja, ja, genauso ist es. Warum tut Gott so was? Und bei mir sind wirklich oft die anderen Schuld!“

Du lässt sie eine Weile in diesem Sumpf. Die Spannung steigt. Du schließt deinen ersten Block mit einer Frage ab:

Aber was denkt Gott?

3. Die wichtigsten Fragen beantworten

Dart, Ziel, Bulls-Eye, Volltreffer

Nun schaust du, was Gott in der Situation der Israeliten sagt.

Meistens kommt hier auch für dich selber der größte Lerneffekt. Bitte IMMER erst in der Bibel nachschauen, ohne deine eigenen voreiligen Schlüsse zu ziehen.

Bei meiner Geschichte sind es folgende Sätze, den Gott zu Mose sagt:

  1. Nimm dir starke Christen an die Seite
  2. Ich, Gott, werde vor dir her gehen
  3. Du tust dein Mögliches und ich tue das Unmögliche

Hier musst du in die Tiefe gehen.

Ich erzähle meine Geschichte weiter, weil das wie Tomatensauce und Spagetti zusammenpasst:

In der nächsten Sekunde sah ich mich und meinen Sohn übersäät von kleinen Glassplittern. Vor mir die Scheibe in Trümmern. Der Wind pfiff durch ein Loch in mein Gesicht. Aber uns war sonst nichts passiert!“

Mir ist natürlich deshalb nichts passiert, weil Gott auf meiner Windschutzscheibe einen Engel postiert hat!

Ich habe einfach nur die Windschutzscheibe erneuern lassen und habe mit meinem Mann Tom noch mal gebetet, das Gott weiter so vor uns her gehen soll. Statt zu murren bin ich dankbar, teile mein Erlebnis mit Anderen und tue mein Mögliches, weil Gott das Unmögliche getan hat.

In diesem Block kannst du beliebig tief gehen. Vielleicht noch die drei Punkte oben etwas ausführen (Beispiele, Metapher, ect).

Und welche Frage bleibt jetzt offen?

4. Das Happy-End

Natürlich die Frage:

Wie kannst du das praktisch auf deine Situation umsetzen?

Ich schau auf unsere Bibelgeschichte: Was macht Mose?

Er gibt dem Ort des Geschehens einen Namen: Massa und Meriba. Du Googelst jetzt einfach: Was heißt Massa und Meriba?

Ende, Happy End, Ziel

Antwort: Probe und Streit.

Du bist am Zielgedanken angekommen und kannst nun die Zuhörer herausfordern:

Was ist dein Massa und Meriba?

Was ist dein Streit mit Gott?

Und was will er bei dir auf die Probe stellen?

Was ist der Stab in deiner Situation? Vielleicht einfach nur Gebet? Oder ein klärendes Gespräch? Eine Bitte? Ein Versuch? Egal, was es ist. Tu es einfach.

Und wer kann dir dabei helfen? Wer könnte für dich beten? Bitte die Person darum. Sie wird es gerne tun.

Und dann bleibt nur noch: Vertraue darauf, dass Gott das Unmögliche tut.

Der letzte Satz in der Predigt könnte heißen: Am nächsten Tag konnte ich mein Auto mit der neuen Windschutzscheibe aus der Werkstatt holen. Das war Menschenmöglich. Aber das Unmöglich hatte Gott längst getan. Bei dir wird Gott es auch tun. Vertraue auf ihn und bete mit mir (Abschlußsegen).

Ist das nicht ein tolles Erlebnis? Selbst mich hat das hier enorm weitergebracht und während meinem Schreiben war ich selber total gespannt und aufgeregt.

Wenn du dieses Thema praktizieren, erweitern und vertiefen willst, dann nimm an unserem Leitertraining als Webinar am 10.5.2016 um 18.30 Uhr teil – du kannst von dir zu Hause life mit deinem PC dabei sein.

Thema: 5 handfeste Schritte, mit denen du lebensverändernd Predigen kannst.

Anmeldung und Fragen bitte an: ths-leitertraining@hotmail.com

Wenn du mir deine Predigt schickst, werde ich dir ein Feedback geben und die beste Predigt erscheint in einem unserer nächsten THS-Blogs.

Preach it!

 

Deine Inga

2 thoughts on “4 Schritte zu einer spannenden, lebensverändernden Predigt”

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